Monopoly

Ein wenig macht mir Amazon manchmal Angst, wenn man sich anschaut, was alles dazu gehört. Lange Zeit wusste ich nicht, dass Lovefilm auch dazu gehört – und es gibt da noch einige Dinge mehr, wie beispielsweise den Kindle, der aber nicht wirklich unauffällig zu Amazon gehört. Was aber nichts daran ändert, dass gerade Lovefilm und auch Kindle wirklich praktisch und nett sind. Auch seit einiger Zeit benutze ich eine andere Funktion auf Amazon: den Cloud-MP3-Player. Ihr findet ihn in der ganz normalen Übersicht auf Amazon, wenn ihr ganz links auf „alle Kategorien“ geht und dann direkt ganz oben: „MP3 & Cloud Player“.

Das ist schon ein leicht teuflisches Ding, aber so ungemein praktisch, gerade für mich als Wochenendpendler. Denn da habe ich von überall Zugriff auf meine MP3s. Könnte ich vermutlich auch mit iPod, iPad und iWasauchimmer, aber das habe ich alles nicht, denn noch wehre ich mich standhaft gegen Smartphones und Co wie ein bekanntes gallisches Dorf.

Seitdem ich den Cloud-Player benutze, habe ich mir auch deutlich mehr MP3-Titel gekauft. Das hätte ich vor gar nicht all zu langer Zeit nicht gedacht, da ich doch an sich lieber eine CD in der Hand habe. Ähnlich aber wie ich mittlerweile vom Kindle und den eBooks restlos begeistert bin, konnte ich mich durch den Cloud-Player auch für MP3s erwärmen, denn es ist so angenehm, nicht ständig vom Rechner in Frankfurt auf einen tragbaren MP3-Player hin- und herzuschieben, diese oder jene CD für das Auto zu brennen oder ständig einen USB-Stick voll mit Musik dabei zu haben.

Außerdem habe ich so einige Lieder deutlich billiger bekommen, beispielsweise von Yui Horie. Früher musste ich das alles erst aus Japan importieren lassen und da war ich schon einmal bei gut 40-50 Euro pro CD dabei. Jetzt habe ich mir ein neueres Yui-Horie-Album für gerade mal 10 Euro und ohne Versanddauer (in der Regel auch ein paar Wochen) geleistet und vollkommen zufrieden.

Alles, was ich bei Amazon auf MP3 kaufe, ist auch direkt im Cloud-Player und kann ich jederzeit hören, wenn ich online bin. Außerdem kann ich kostenlos bis zu 250 Titel importieren. Theoretisch gehen auch mehr, aber dann muss ich einen jährlichen Betrag bezahlen und das war es mir – zugegebenermaßen – noch nicht wert. Allerdings ist der jetzt auch nicht gewaltig hoch und über das Jahr verteilt sind das vermutlich so 2-3 Euro pro Monat, wobei ich den Preis jetzt nicht richtig im Kopf habe.

Ich kann diesen Amazon-Cloud-Player also (leider) nur empfehlen. Wie ich bereits sagte: ein teuflisches Ding. Ein wenig fühlt es sich an, als ob man einen Pakt mit dem Teufel eingeht für mehr Komfort.