Let’s get enchanted

Mich hat es einmal wieder erwischt – nein, nicht die Seuche, keine Sorge. Viel schöner! Ich bin von einem Spiel absolut verzaubert. Das trifft aber auch direkt mehrere meiner Vorlieben und mich hätte es auch gewundert, wenn es mir nicht gefallen hätte. Daher habe ich mit dem Blindkauf dieser Collector’s Edition nichts falsch gemacht: Ni No Kuni – Wrath of the White Witch.

Ihr erinnert euch noch daran, wie sehr ich von der Atelier-Reihe geschwärmt habe und wie sehr ich mich auf das bald erscheinende Atelier Ayesha freue? Ni No Kuni verzaubert mich aus ähnlichen Gründen. Doch wo die Arland-Atelier-Reihe extrem bodenständig war, geht Ni No Kuni in epische Gefilde. Während bei den letzten drei Atelier-Reihen die Charaktere im Vordergrund standen und ein sehr einfacher und un-epischer Plot die Bühne war, ist Ni No Kuni ein wenig die Final-Fantasy-Variante der Atelier-Reihe.

Die Charaktere sind echt nett, die Geschichte ist tragisch bis episch und hat mir schon an einigen Stellen einen Schauer über den Rücken laufen lassen und es macht einfach Spaß. Klar, das Spiel besitzt nicht nur die Ghibli-Optik, es ist auch alles drum und dran Studio Ghibli. Wer also an Animes und vor allen Dingen den Animes von Ghibli keinen Gefallen hat, der wird auch an Ni No Kuni wenig Gefallen finden. Aber dieses Spiel ist einfach so schön, so ideenreich, so kreativ, so detailverliebt – ein wunderschönes Spiel, eigentlich für Kinder, aber auch für Erwachsene wie mich, die sich das ein wenig behalten haben.

Man könnte sagen, dass Ni No Kuni ein interaktives Chihiros Reise ins Zauberland ist – ein Film, der mich auch ziemlich begeistert hatte damals. Sicherlich ist der Plot anders, die Charaktere anders, aber die Stimmung ist an so vielen Stellen ähnlich und der Ideenreichtum der Figuren und die irrwitzigen Ideen ebenso.

Das Spiel ist einfach grandios, denn es stimmt alles: Die Musik, die Optik, die Atmosphäre, das Spielgefühl. Es mag durchaus ab einem gewissen Punkt recht wiederholend und einfach gestrickt sein. Aber man sollte nicht vergessen, dass es sich wirklich an ein jüngeres Publikum richtet; wenn man das bedenkt, dann sind einige Stellen aber auch schon ganz schön knackig und heftig, sowohl spielerisch als auch emotional.

Ich bin jedenfalls ganz hin und weg von diesem Spiel – es ist schlicht bezaubernd schön. Sogar die englische Synchronisation ist echt verdammt gut. Dabei war dieses Spiel bestimmt nicht einfach zu übersetzen. Aber diese Übersetzung sprüht nur so vor Kreativität und Wortspielen und schönen Ideen. Schon allein, wenn in er ersten Stadt die ganzen Katzenwesen diesen sympathischen Sprachfehler wie bei „purrfect“ haben oder der Katzenkönig mit „Your Meowjesty“ angesprochen wird, dann weiß ich, dass ich in diesem Spiel gut aufgehoben bin, denn das macht einfach Spaß.

Wer mit Animes was anfangen kann, sogar Ghibli mag, sogar Final Fantasy oder ähnliche Rollenspiele mag, der muss hierbei zugreifen. Da gibt es kein Weg dran vorbei – echt nicht. Spielen und verzaubern lassen!

Dieser Trailer verrät zwar ein wenig, aber ich denke, die Spoiler halten sich dennoch in Grenzen. Richtig überraschend sind viele Entwicklungen nicht. Aber dafür zeigt der Trailer sehr schön den Konflikt und auch die Epik und das Heroische, das in diesem Spiel steckt. Danach dürftet ihr verstehen, warum mich dieses Spiel zur Zeit so fesselt, mitreißt und bewegt.

Als Kind wäre dies genau das Spiel für mich gewesen. Da ich mir aber genug Kind bewahrt habe, ist es das zum Glück immer noch. Ni No Kuni ist ein bezauberndes interaktives Märchen über Freundschaft, Mut und kleine Helden.

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