How far will you go to save someone you love?

Heute geht es für mich mit Ni No Kuni weiter! Leider kann ich dieses großartige Spiel nur am Wochenende spielen, da ich meine PS3 in Frankfurt habe – dadurch hat das aber auch etwas Besonderes und ich freue mich zur Zeit wie ein kleines Kind jedes Mal darauf, wenn ich mich dann gemütlich ins Wohnzimmer hocken kann, zum Controller greife und die epische Musik aufspielt.

Eigentlich hatte ich gedacht, letztes Wochenende zum Ende zu kommen, doch das war falsch. Ein wenig naiv war ich, dass ich dachte, mit 30 Spielstunden schon am Ende zu sein. Mittlerweile habe ich etwas von 50 Spielstunden gelesen. Mal schauen, ob ich dieses Wochenende also ans Ende komme, wenn ich intensiv genug zocke.

Ich muss zugeben, dass ich doch sehr überrascht und äußerst angetan bin, wie Ni No Kuni doch eine extrem stimmungsvolle, atmosphärische und auch spannende Geschichte erzählt, die auch nicht ganz ohne für das Zielpublikum ist. Außerdem erwarte ich da immer noch ein bittersüßes Erlebnis oder ein ähnliches Thema wie bei Brücke nach Terabithia, aber ob ich damit richtig liege? Mal schauen.

Es liegt noch so viel vor mir! Da gibt es eine Arena, bei der ich gerade mal den ersten von fünf Rängen geschafft habe und beim zweiten Rang schon gnadenlos im ersten Kampf versagt habe. Es gibt ein Casino, in dem ich Stunden um Stunden letztes Wochenende verplempert habe! Wobei „verplempern“ nicht das richtige Wort ist, denn das hat wirklich Laune gemacht. Gerade das „Platoon“-Kartenspiel war sehr schön und ist meiner Ansicht nach das Geheimnis, wirklich viele Chips zu bekommen.

Bei solchen Casino-Elementen in vielen Rollenspielen bin ich doch immer wieder überrascht, wie komplex heutige Spiele sind. Früher wäre sowas ein eigenständiges Spiel gewesen. Heute ist das ein Gimmick in einem viel größeren Spiel. Sowas wird leider häufig übersehen und dieses Feature daher nicht so richtig wertgeschätzt.

Wie dem auch sei: Heute Abend werde ich mich vermutlich auf den letzten Weg machen, um Shadar so richtig den Hintern zu versohlen – und ich bin gespannt, wie die White Witch da noch reinkommt. Bisher war sie durchaus immer Teil der Geschichte, aber Olivers Weg hat sie dadurch nur indirekt gekreuzt. Ich bin gespannt.

Und für euch: Diesen Trailer hier anschauen und verstehen, warum ich das Spiel so episch finde und mich schon die ganze Woche darauf freue!

I cannot endure my Lady Tongue

Zu meiner Beschämung musste ich feststellen, dass ich das nur auf Facebook geteilt habe – dabei bin ich auf Facebook deutlich (!) seltener als hier im Blog. Sowas aber auch! Das muss ich direkt nachholen, denn der Trailer ist endlich da: Much Ado About Nothing (Joss Whedon)!

Das kann gut gut werden, wenn einer meiner Lieblingsschriftsteller mit einem meiner Lieblingsstücke von meinem großen Idol Joss Whedon neu verfilmt wird! Und seht euch mal den Cast an! Das ist ein „Who is Who“ im Whedonverse! Merkt ihr eigentlich meine Begeisterung schon allein an den Ausrufezeichen, die ich setze? Übrigens nicht in einem Satz mehrere, aber dafür in fast jedem Satz eines! Unglaublich!

Much Ado About Nothing ist meiner Ansicht nach eine der besten Komödien, die bisher geschrieben wurde. Zwar nennen viele da Midsummer Night’s Dream, was ja auch ganz nett ist, aber das ich bei weitem nicht so gut finde, wie MAAN und sogar Twelfth Night finde ich besser.

Ob diese Neuverfilmung besser wird als die Branagh-Version? Ich weiß es nicht und leider werden viele die Whedon-Version an der Branagh-Version messen. Da könnte ich mir schon vorstellen, dass Enttäuschung vorprogrammiert ist. Wieso muss man das eigentlich immer messen? Ich liebe die Branagh-Version und ich garantiere, dass die Whedon-Version zwar dicht am Text sein wird, aber dennoch hinreichend anders, dass man das nicht vergleichen sollte – sondern einfach an beidem Spaß haben sollte.

Wer es nicht erwarten kann, bis die Whedon-Version verfügbar ist, dem empfehle ich daher mit dem Jama-Gütesiegel in der Zwischenzeit das hier:

Jama, jama!

Es gibt eine neue „My Burger“-Initiative bei McDonald’s und in einem kleinen Anflug von Größenwahn habe ich mich da auch einmal durchgeklickt und präsentiere den noch vollkommen ungeprüften: „Jamajama“!

Ich rechne mir keine großen Chancen aus, zumal da wirklich nur gewinnt, wer viel Werbung macht und das habe ich nicht vor. Für mich war das einfach eine kleine witzige Aktion, bei der ich überlegt habe, was mir schmecken könnte. Dabei bin ich eher klassisch und bodenständig geblieben – und natürlich auch eher im salzig-sauren Bereich:

Der Jamajama!

An sich würde ich den echt mal gerne ausprobieren. Also, wer sich traut, abstimmen und dann brauche ich bestimmt nur noch ein paar tausend Stimmen, um an all den riesigen Communities vorbeizukommen. Wählen, wählen, wählen!

Der Mensch heißt Mensch, weil…

Letztens bin ich über etwas gestolpert, das ich an sich recht sympathisch fand, weil es so authentisch und so menschlich wirkte. Dabei platzt Jack Nicholson in ein Interview mit Jennifer Lawrence nach dem Gewinn ihres Oscars hinein.

Jennifer Lawrence kannte ich bis zu den Hunger Games nicht. Auch wenn ich viel Geschimpfe über ihre Schauspielerei bei den Hunger Games gehört habe, ich fand sie gut! Besonders nachdem ich die Bücher gelesen hatte, fand ich, dass sie extrem gut einen doch so schwierig darzustellenden Charakter rübergebracht hat.

Denn Katniss ist ein Charakter, der wenig preis gibt, der eine recht harte Oberfläche hat. Dennoch brodelt da viel unter der Oberfläche. Als Leser des Buches weiß man das, denn das Buch ist so nahe an Katniss‘ Gedanken, wie es kaum geht. Daher erkennt man diesen Zwiespalt und diesen Unterschied zwischen dem, wie sie sich gibt und dem, was sie denkt und fühlt.

Warum ich aber nun glaube, dass Jennifer Lawrence das richtig gut dargestellt hat und nicht einfach nur emotionslos gespielt hat, wie viele sagten? Ich kannte die Bücher vor dem Film nicht und dennoch habe ich nach dem Film direkt sagen können, was den Charakter bewegt. Ich hatte mich mit meinem Kumpel Marc nämlich danach über den Film unterhalten und er hatte die Bücher bereits gelesen und konnte mir daher ein paar Beobachtungen bestätigen.

Gerade dieser Zwiespalt und dieser doppelte und dreifache Boden in der Beziehung zu Peeta war mir absolut klar nach dem Film. Da muss Jennifer Lawrence also eine gute Leistung abgeliefert haben, denn ich konnte es entdecken. Wer ihre Darstellung der Katniss als oberflächlich oder flach bezeichnet, der hat viele Nuancen nicht entdeckt.

Daher freut es mich aber natürlich, dass Jennifer Lawrence einen Oscar bekommen hat – wenn auch für einen anderen Film. Aber besonders freut mich, dass ich über dieses Interview gestolpert bin, denn ich finde das so sympathisch und menschlich – auch von Jack Nicholson. Meiner Ansicht nach kann man die Szene echt gut nachfühlen. Wenn man dann auch noch ihr kleines Missgeschick mit dem Stolpern bei der Verleihung bedenkt und wie natürlich sie damit umgegangen ist, ist Jennifer Lawrence wohl einfach sympathisch.

Jamas Tipp: Chihiros Reise ins Zauberland

Gestern habe ich noch von Ni No Kuni geschwärmt, heute will ich einen passenden Film dazu vorstellen: Chihiros Reise ins Zauberland.

Es ist ein Kinderfilm, sicherlich. Aber dennoch zeigte sich hier einmal wieder, wie wenig man genauer darüber nachdenkt. Denn als ich mit meiner Frau im Kino war, waren zwar lauter Kinder um uns, aber die hatten echt Angst vor so manchen Szenen. Denn vieles ist für westliche Kinder wohl verstörend, weil man den kulturellen Bezug zu vielem so gar nicht hat.

Wobei ich mich auch immer wieder frage, wie sehr man Kinder da unterschätzt. Wenn ich bedenke, wie viel Angst ich als Knirps in Taran und der Zauberkessel vor dem Bösewicht und seinen Skeletten hatte oder vor dem roten Stier im letzten Einhorn. Dennoch waren das Filme, die mir gefallen haben – auch als Kind. Da beißt man sich durch – oder hält die Hand vor die Augen an bestimmten Stellen. Vielleicht war es also bei Chihiros Reise ins Zauberland gar nicht so schlimm für die Kinder um uns.

Der Film ist ein typischer Ghibli-Film – erkennt man auch an der Optik. Auch wenn ich persönlich Prinzessin Mononoke immer noch besser finde, kann man das aber natürlich nicht vergleichen, weil das vollkommen unterschiedliche Filme sind. Während Mononoke einfach ein Fantasy-Film ist, ist Chihiro eindeutig ein Märchen – und zwar ein wirklich schönes.

Was mich bei Ghibli aber immer wieder fasziniert, sind die Ideen – sie wirken so erfrischend und inspirierend. Mag sein, dass ich vieles davon nicht kenne, weil ich mich mit östlicher Kultur wenig auskenne. Vielleicht kommt auch gerade daher mein Interesse an Animes so und dieses Gefühl, dass die mir so viele neue Bilder und Ideen geben können. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass wirklich so vieles einfach so schön gemacht ist, so detailverliebt und überhaupt. Untermalt wird das dann auch immer von der wunderschönen Musik, die für mich zu Ghibli ebenso dazu gehört.

Das ist auch bei Chihiros Reise ins Zauberland nicht anders. Wer einen schönen Märchenfilm im Anime-Stil sucht, der kann sich den wirklich bedenkenlos ansehen. Und wem dieser Film gefallen hat und eine Zockernatur mit PS3 ist, der legt sich am besten auch direkt Ni No Kuni zu. Denn da kann man dann ein solches episches Märchen interaktiv auch spielen.

Let’s get enchanted

Mich hat es einmal wieder erwischt – nein, nicht die Seuche, keine Sorge. Viel schöner! Ich bin von einem Spiel absolut verzaubert. Das trifft aber auch direkt mehrere meiner Vorlieben und mich hätte es auch gewundert, wenn es mir nicht gefallen hätte. Daher habe ich mit dem Blindkauf dieser Collector’s Edition nichts falsch gemacht: Ni No Kuni – Wrath of the White Witch.

Ihr erinnert euch noch daran, wie sehr ich von der Atelier-Reihe geschwärmt habe und wie sehr ich mich auf das bald erscheinende Atelier Ayesha freue? Ni No Kuni verzaubert mich aus ähnlichen Gründen. Doch wo die Arland-Atelier-Reihe extrem bodenständig war, geht Ni No Kuni in epische Gefilde. Während bei den letzten drei Atelier-Reihen die Charaktere im Vordergrund standen und ein sehr einfacher und un-epischer Plot die Bühne war, ist Ni No Kuni ein wenig die Final-Fantasy-Variante der Atelier-Reihe.

Die Charaktere sind echt nett, die Geschichte ist tragisch bis episch und hat mir schon an einigen Stellen einen Schauer über den Rücken laufen lassen und es macht einfach Spaß. Klar, das Spiel besitzt nicht nur die Ghibli-Optik, es ist auch alles drum und dran Studio Ghibli. Wer also an Animes und vor allen Dingen den Animes von Ghibli keinen Gefallen hat, der wird auch an Ni No Kuni wenig Gefallen finden. Aber dieses Spiel ist einfach so schön, so ideenreich, so kreativ, so detailverliebt – ein wunderschönes Spiel, eigentlich für Kinder, aber auch für Erwachsene wie mich, die sich das ein wenig behalten haben.

Man könnte sagen, dass Ni No Kuni ein interaktives Chihiros Reise ins Zauberland ist – ein Film, der mich auch ziemlich begeistert hatte damals. Sicherlich ist der Plot anders, die Charaktere anders, aber die Stimmung ist an so vielen Stellen ähnlich und der Ideenreichtum der Figuren und die irrwitzigen Ideen ebenso.

Das Spiel ist einfach grandios, denn es stimmt alles: Die Musik, die Optik, die Atmosphäre, das Spielgefühl. Es mag durchaus ab einem gewissen Punkt recht wiederholend und einfach gestrickt sein. Aber man sollte nicht vergessen, dass es sich wirklich an ein jüngeres Publikum richtet; wenn man das bedenkt, dann sind einige Stellen aber auch schon ganz schön knackig und heftig, sowohl spielerisch als auch emotional.

Ich bin jedenfalls ganz hin und weg von diesem Spiel – es ist schlicht bezaubernd schön. Sogar die englische Synchronisation ist echt verdammt gut. Dabei war dieses Spiel bestimmt nicht einfach zu übersetzen. Aber diese Übersetzung sprüht nur so vor Kreativität und Wortspielen und schönen Ideen. Schon allein, wenn in er ersten Stadt die ganzen Katzenwesen diesen sympathischen Sprachfehler wie bei „purrfect“ haben oder der Katzenkönig mit „Your Meowjesty“ angesprochen wird, dann weiß ich, dass ich in diesem Spiel gut aufgehoben bin, denn das macht einfach Spaß.

Wer mit Animes was anfangen kann, sogar Ghibli mag, sogar Final Fantasy oder ähnliche Rollenspiele mag, der muss hierbei zugreifen. Da gibt es kein Weg dran vorbei – echt nicht. Spielen und verzaubern lassen!

Dieser Trailer verrät zwar ein wenig, aber ich denke, die Spoiler halten sich dennoch in Grenzen. Richtig überraschend sind viele Entwicklungen nicht. Aber dafür zeigt der Trailer sehr schön den Konflikt und auch die Epik und das Heroische, das in diesem Spiel steckt. Danach dürftet ihr verstehen, warum mich dieses Spiel zur Zeit so fesselt, mitreißt und bewegt.

Als Kind wäre dies genau das Spiel für mich gewesen. Da ich mir aber genug Kind bewahrt habe, ist es das zum Glück immer noch. Ni No Kuni ist ein bezauberndes interaktives Märchen über Freundschaft, Mut und kleine Helden.

Media sickness

Eine Woche hat mich diese Seuche jetzt lahm gelegt – ja, anders als „Seuche“ kann man es nicht nennen. Überall um mich herum schnieft und schnupft es weiter, so dass ich fast Angst bekomme, doch wieder krank zu werden. Ganz ausgestanden ist es auch noch nicht, aber heute habe ich mich endlich wieder deutlich besser gefühlt.

Auch wenn die letzte Woche bei mir viel im schlafenden Modus angegangen wurde, gab es doch eine Erkenntnis, die sich mir aufdrängte: Im Fernsehen zur Mittagszeit brüllen sich die Menschen nur noch an. Zugegeben, nicht nur, aber es ist doch erschreckend, wie viel Geschreie und zweifelhafte Sprache und noch viel zweifelhaftere Schauspielkunst gezeigt wird.

Sollte mich nicht verwundern? Stimmt, ich schaue ja auch schon seit längerer Zeit kaum noch Fernsehen. Aber wenn man zu sonst nicht viel fähig ist und auf dem Sofa liegt, dann ist es doch manchmal ganz angenehm, den Fernseher anzumachen – dachte ich. Doch dieses Gekeife war nicht gerade lange auszuhalten.

Gerade so gingen da noch Kochsendungen, solange sie nicht von vollkommen überdrehten Menschen moderiert wurden – und damit meine ich nicht Jamie Oliver, den ich eigentlich mag, der aber durchaus auch nerven kann. Eine erholsame Ausnahme bilden da auch Zoosendungen, denn die Stimme des Sprechers ist so schön einlullend.