Ending of Persia

Bald kommt Last of Us! Zumindest hoffe ich das.

Daher will ich aber auch nichts Neues mehr anfangen. Atelier Rorona habe ich am Wochenende auch zu Ende gespielt, nachdem ich für Assassin’s Creed und Tomb Raider damit pausiert hatte. Ich war überrascht, dass ich es doch ohne Probleme zum True Ending bei Atelier Rorona geschafft habe – auch wenn das noch lange nicht bedeutet, dass ich alles entdeckt und geschafft habe. Besonders die Endbosse in manchen Gebieten wie den Dämon in diesem Nachtgebiet habe ich noch nicht einmal ansatzweise besiegen können.

Nachdem ich mit Atelier Rorona fertig geworden war, habe ich mich daran gemacht, die ganzen DLCs durchzusehen, die ich mir so gekauft habe. Denn das dürfte die beste Möglichkeit sein, die Zeit bis zu Last of Us zu überbrücken. Endlich konnte ich beispielsweise den Epilog zu Prince of Persia spielen!

Allerdings war ich doch leicht enttäuscht. Nicht vom Gameplay, denn das hat mir noch genauso viel Spaß gemacht, wie das Hauptspiel. Auch die Dialoge waren nett. Lediglich die Bosskämpfe waren ein wenig nervig wiederholend. Was mich viel eher störte war, dass das Ende zwar nett ist, aber doch einiges an Schwung aus dem ursprünglichen Ende rausgenommen hat.

Das Ende des Hauptspiels war nämlich ein leiser Paukenschlag, der mich damals ziemlich überrascht und sehr inspiriert hat. Das war großartig! Mir hat dieses offene Ende ungeheuer gut gefallen und auch die gesamte Schlusssequenz.

Der Epilog setzt genau dort wieder an und führt die Geschichte weiter. So weit, so gut. Aber er hört auch leider wieder offen auf. Wie ich jetzt weiß, geht die Geschichte auf dem NintendoDS weiter. Gut, das hatte ich sogar vorher schon gespielt und das war sogar auch nett. Aber dennoch: Wo ist der Rest?

Man merkt, dass sie da deutlich mehr erzählen wollten und die Geschichte, die Charaktere und der Hintergrund hätten so viel hergegeben! Aber das wird nicht mehr fortgeführt, weil es so schlecht ankam? Ein Jammer! Das ist fast schon ein Verbrechen! Vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie Firefly abzusetzen, aber es geht schon in die Richtung.

Sehr, sehr frustrierend! Dafür kann aber weder das Spiel, noch der DLC was, denn ich gehe schwer davon aus, dass sie wirklich noch einige Pläne mit der Geschichte hatten.

Wer das Ende sehen will, das mich so inspiriert hat, der klicke auf den Spoiler-Cut, nach dem ich auch kurz erklären, worum es geht:

Spoiler-Cut!

Das Ende ist so großartig, weil es mich so vollkommen überrascht hat und gerade wegen seiner interaktiven Natur wird es so viel mächtiger, als wenn es nur ein Film wäre.

Worum geht es kurz umrissen in Prince of Persia? Der Prinz kommt in eine verlassene Stadt, die einst von einem uralten Volk behaust wurde. Dieses war das Wächtervolk, das dem Gott des Lichtes Ohrmazd diente, und über einen uralten bösen Gott wachte: Ariman. Dieses Volk hat diesen Gott der Dunkelheit mit Wächterbäumen gefangen gehalten.

Doch mittlerweile sind alle fortgezogen, nur noch Elika und ihr Vater sind zurückgeblieben. Der Prinz trifft auf beide, während der Vater von Ariman korrumpiert wird, der aus seinem Gefängnis ausgebrochen ist. Jetzt müssen der Prinz und Elika das Gefängnis Arimans erneuern. Der Prinz ist ein Zyniker, ein Grabräuber, an sich ein Bandit – mit dem Herz am rechten Fleck, auch wenn er es nie zugeben will. Elika ist eine unverbesserliche Idealistin, die von der Welt so gar nichts gesehen hat.

An sich sind der Prinz und Elika ein absolut ungleiches Paar – und das merkt man an ihren Dialogen so wunderschön. Sie zoffen sich immer wieder und dennoch entsteht eine interessante Spannung zwischen beiden. Elika lernt mehr über die Welt durch den Prinzen und der Prinz lernt den Glauben an das Gute wieder neu. Daraus zieht das Spiel für mich seinen besonderen Reiz – zusätzlich zur wunderbaren Musik und der Optik, die ich märchenhaft schön finde.

Was beide erst gegen Ende herausfinden ist, dass Elika eigentlich gestorben war. Ihr Vater kam aber über ihren Tod nicht hinweg und ging einen Pakt mit Ariman ein, um sie wiederzubeleben. Im Gegenzug sollte ihr Vater Ariman befreien.

Der Prinz und Elika erfahren dies erst zum Schluss, als sie Ariman einsperren wollen und Schwierigkeiten dabei haben. Denn sie können ihn einsperren, aber nicht für immer. Da trifft Elika eine Entscheidung, die zu diesem Ende führt:

Warum ist das so stark? Die gesamte Sequenz, in der Elika vom Prinzen rausgetragen wird, ist vom Spieler gesteuert. Sicherlich ist das Railroading, aber man macht es! Auch die gesamte Sequenz, wenn die Wächterbäume zerstört werden, um Ariman zu befreien. Man hat keine andere Wahl, wenn man zum Ende kommen will, man muss dies selbst spielen.

Ich habe da gesessen und die ganze Zeit gedacht: „Nein! Tu es nicht!“ – und dabei war ich es selbst, der es dann gemacht hat. Denn auch ich konnte Elika da nicht einfach tot liegen sehen, nach all dem, was man gemeinsam durchgemacht hat und wie der Prinz und Elika zusammengewachsen sind. Ich wollte nicht, dass die beiden getrennt sind. Diese Interaktivität erreicht man eben wirklich nur durch ein Videospiel.

Dieses Ende ist so großartig!

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