The gamer of Arland

Nachdem ich Tomb Raider jetzt durch habe, stellt sich mir die Frage: Was spiele ich als Nächstes auf der PS3? An sich hätte ich Lust, 100% noch bei Tomb Raider zu erreichen. Doch ein wenig Abwechslung ist sicherlich nicht schlecht. Aber ein ganz neues Spiel anzufangen? Nein, das geht nicht. Denn im Juni soll The Last of Us rauskommen und das will ich direkt zu Beginn spielen – ich bin so unglaublich scharf auf dieses Spiel – Uncharted trifft I am Legend und Zombies und spannende Charakterbeziehungen. Das muss ich haben! Und spielen! Sofort!

Daher kam mir die Idee, dass ich Atelier Rorona wieder aufgreife. Das habe ich damals bei Seite gelegt, als ein anderes Spiel kam. Ich glaube, es war Assassin’s Creed 3. Daher habe ich Atelier Rorona nicht zu Ende gespielt, was sehr schade ist, denn ich mag die Atelier-Reihe und auch Rorona ist da wirklich spaßig.

Also habe ich den Sonntag damit verbracht, mich wieder in das Spiel zu fuchsen. Doch das war nicht ganz ohne Probleme. Ich wusste nicht mehr, wo welche Kräuter wachsen, wo ich welche Materialien brauche, welche Gegenden ich schon erkundet habe oder was ich als Nächstes brauche. Das war sehr frustig am Anfang, doch ich habe mich durchgebissen und nach ungefähr ein bis zwei Stunden ging es so langsam wieder aufwärts.

Am kommenden Wochenende kann ich also vermutlich wieder „richtig“ in Atelier Rorona einsteigen. Das könnte genau der richtige Lückenfüller bis zu The Last of Us sein. Und wenn doch noch ein wenig hin ist, dann habe ich noch den Rest von Tomb Raider, den ich erforschen kann für 100%, außerdem habe ich mir mittlerweile den DLC zu Prince of Persia und Castlevania: Lords of Shadows zugelegt. Da bin ich zugegebenermaßen auch neugierig.

I don’t know if I’m that kind of Croft

Das neue Tomb Raider ist großartig! Jetzt kann ich es auch abschließend sagen, nachdem ich es durchgespielt habe. Bis zuletzt hat es mich nicht enttäuscht.

Zugegeben, der letzte Boss-Kampf war ein wenig einfach und wenig spektakulär. Aber er musste es nicht sein, da ich den Weg dorthin wirklich sehr episch und gewaltig erzählt empfand. Das hat mich wirklich bis zum letzten Moment mitgerissen und ich wünschte mir sehr, dass dieses Tomb Raider so fortgeführt wird.

Ich mag diese neue Lara Croft und ich finde die Synchronisation von Camilla Luddington hervorragend. Ich mag diesen Akzent und ihre Aussprache so ungeheuer. Das hat für mich Lara Croft neu erfunden.

Viel Kritik gab es zu der Charakterentwicklung, doch der kann ich mich auch jetzt nach Beenden des Spiels nicht anschließen. Für mich fühlte sich der Charakter absolut rund und die Entwicklung von der jungen Abenteurerin, die noch grün hinter den Ohren ist, zu der knallharten Überlebenskünstlerin war für mich durch die Bank weg absolut glaubwürdig.

Meiner Ansicht nach übersehen viele, was noch im Hintergrund zu diesem Charakter erzählt wurde. Mit einem Abschluss von ca. 80% habe ich nahezu alle Dokumente und Artefakte gefunden und denke, dass ich da einen ganz guten Überblick über die Hintergründe habe und kann jedem nur empfehlen, das ebenso zu machen. Es lohnt sich und gibt wirklich mehr Einblicke in die Charaktere – nicht nur Lara, denn auch solche Charaktere wie Roth oder ihr Vater sind so unglaublich wichtig, um diese neue Lara Croft zu verstehen.

Was war die alte Lara Croft überhaupt, die manche so glorifiziert haben, dass sie mit der neuen nichts anfangen können? Meiner Ansicht nach war sie nur ein optisches Vehikel – mehr nicht. Da war kein Charakter und die Darstellung durch Angelina Jolie ist dafür sehr symbolisch. Dass ich Angelina Jolie nicht sonderlich mag, darum mache ich kein Geheimnis. Sie steht aber sehr gut für diese alte Lara Croft – kalt, emotionslos und unsympathisch. Sie ist nur dazu da, gut und „badass“ auszusehen. Wobei ich selbst bei dem „gut“ widersprechen würde, aber vermutlich ist Angelina Jolie auch einfach nicht mein Typ.

Die neue Lara Croft hingegen ist so unglaublich sympathisch, dass ich wirklich bei jedem Sturz mit ihr gelitten habe. Jedes Mal, wenn ein ihr nahe stehender Charakter gestorben ist, hatte ich glasige Augen, weil es mir so unglaublich leid für sie getan hat, wie sie daran verzweifelt ist. Das ist auch der Katalysator für die Charakterentwicklung und man muss nicht nur Laras Hintergrund verstehen, sondern auch, wer diese Menschen um sie herum waren, die mit ihr gestrandet sind. Mehr als nur einer hat eine wirklich hervorragende Sterbeszene bekommen, die jene unschuldige Lara Croft zu dem gemacht hat, was dann am Ende des Spiels die Insel überlebt hat.

Es ist nicht so, dass Lara Croft komplett unschuldig ist und ein Couchpotatoe. Sie hat da einiges an Hintergrund. Diese Entwicklung wird so häufig thematisiert – sogar in den Cutscenes, die man auf jeden Fall mitbekommt. Daher ist es mir persönlich rätselhaft, wie man da nicht von einer glaubwürdigen Charaktentwicklung sprechen kann. Da gibt es ganz andere Entwicklungen in heutiger Literatur, Fernsehkultur oder auch Spielekultur, die reichlich unglaubwürdiger sind. Doch diese neue Lara Croft? Gehört definitiv zu einer der besseren und authentischeren Entwicklung.

Ich kann nur hoffen, dass Square sich nicht verschrecken lässt und an dieser neuen Richtung weiter festhält. Ja, mag sein, dass das neue Tomb Raider nicht mehr ganz wie die alten sind. Soweit ich für die „alte“ Linie bis „Angel of Darkness“ reden kann, denn nur bis dorthin habe ich alle Teile gespielt, ist der neue Tomb-Raider-Teil für mich aber der beste, den ich bisher gespielt habe.

Ja, es hat mehr Third-Person-Shooter-Elemente und weniger Jump&Run. Wer das sucht, der halte sich lieber an Prince of Persia. Ich finde die neue Richtung von Tomb Raider gut und passend. Bitte, bitte, bitte gebt mir mehr davon. Ich habe mich so unglaublich gut unterhalten gefühlt, dass ich den nächsten Teil auch vorbestellen würde, um euch da die Sicherheit zu geben.

A survivor is born!

At the beginning

Beim Thomas gibt es einmal wieder einen spannenden Artikel über den Zauber erster Sätze – ein wirklich spannendes Thema. Wenn ich bedenke, wie lange ich auch bei meinen Entwürfen ausgerechnet immer am ersten Satz hänge, ihn umarbeite, verwerfe und dann was ganz Anderes nehme.

Der erste Satz ist immerhin die Tür zum Roman – im Normalfall das Erste, was man liest. Das sollte schon direkt in die Geschichte ziehen oder eine Charakterisierung des Settings, des Hauptcharakters oder der Stimmung sein. Viele erste Sätze sind in Ordnung, aber krachen nicht. Ob ich auf 10 Sätze komme wie Thomas komme? Mal schauen. Allerdings ist das bei mir auch keine Reihenfolge der Gewichtung, sondern rein assoziativ.

Smite Infidel!

Am Wochenende haben wir einmal in die Open Beta von Smite reingeschaut – ein MOBA in Third-Person-Perspektive.

Schon allein die Grundidee ist ganz interessant und verspricht spannende Charakterkonzepte, denn man bedient sich an klassischen Mythologien – Zeus, Thor, Bastet, Ra, Freya, Sun Wukong … aus der ganzen Weltgeschichte wurden Götter oder mythologische Wesen in einen Topf geworfen und kämpfen in den Arenen von Smite gegeneinander.

Das ist extrem gewöhnungsbedürftig dank der Third-Person-Perspektive, denn jeder Angriff ist ein Skill-Shot. Bei League of Legends beispielsweise gibt es genug Angriff, bei denen man einen Gegner einfach nur anklicken muss. Bei Smite muss man aber alles wirklich treffen.

Das macht Laune und ist spannend und besonders für mich auch sehr angenehm. Denn bei LoL hatte ich gerade als AD-Carry immer das Problem, dass ich in dem ganzen Gewusel nicht die richtigen Stellen geklickt habe. Skill-Shots? Waren noch nie ein Problem, weswegen bei LoL auch AP-Carrys immer genau mein Ding waren. Aber AD-Carry? Klappt bei mir einfach nicht. Bei Smite hingegen schon!

Es gibt natürlich unterschiedliche Karten, wobei wir uns am häufigsten in der Arena herumgetrieben haben. Ein sehr einfaches Prinzip: große Runde Arena, ein Tor auf jeder Seite und jeder Minion, der das gegnerische Tor erreicht, wird von den Punkten der Gegner abgezogen. Welche Seite als erstes 0 Punkte erreicht, hat verloren. Götterkills zählen sogar für -5 Punkte.

Auch haben wir den klassischen Modus probiert – Conquest. Drei Lanes, genau wie in den ganzen anderen MOBAs. Das war auch eigentlich ganz witzig und spaßig, wenn da nicht die übliche MOBA-Problematik gewesen wäre: die Community.

Wir hatten da ein hyperaktives Flame-Kiddy im Team, das uns die ganze Zeit nur sagen konnte, wie schlecht wir doch wären. Klar, wir haben auch gerade erst angefangen. Daher spielten wir ja auch kein Ranked, sondern unter dem Reiter „Casual“. Aber sowas interessiert so einen Flamer natürlich nicht, während er wie wild verbal um sich schlägt. Schon traurig, dass ein so schönes Spiel-Genre wie die MOBAs eine so beschissene Community.

Ungeachtet dessen macht Smite Spaß – man muss mit diesen kleinen Krankheiten des MOBA-Genres wohl einfach leben. Wenn euch das neugierig gemacht hat, ihr in Smite reinschnuppern wollt und mir was Gutes tun wollt, dann folgt doch diesem Link, um eine Freundeseinladung von mir anzunehmen. Ich werde die nächste Zeit sicherlich häufiger noch darüber schreiben und möglicherweise mache ich dann wirklich mal ein Let’s Play – „Holger verwirrt im Kampfchaos!“ … oder so.

Wer einen Einblick in das Spiel selbst will, sehe sich dieses Tutorial an:

Enter the Freljord

Ich kann vor Riot mit League of Legends nur immer wieder meinen Hut ziehen: Respekt! Die letzte Zeit hatte ich weniger League of Legends gespielt, da es doch zu viel zu spielen gab und das dabei ein wenig auf der Strecke blieb – dennoch bin ich vorgestern am Feiertag komplett in LoL wieder versumpft. Denn es gab einen Patch mit der neuen ARAM-Map (All Random, All Mid) „Howling Abyss“ samt dem neuen Champion Lissandra und noch einigen Skins.

Zunächst einmal bin ich beeindruckt, wie viel Hintergrund die doch basteln! Dabei möchte ich betonen, dass League of Legends kein MMORPG ist. Die bräuchten keinen wirklichen Fluff. Die bräuchten auch keine Charakterhintergründe. Es gibt noch nicht einmal Quests im Spiel. Aber dennoch fasziniert mich, wie ausgearbeitet die Hintergründe vieler Charaktere sind, wie interessant die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren dargestellt werden und wie viel Liebe sie in diese Details stecken. Das merkt man am Hintergrund zur neuen Map einmal wieder.

Es gibt eine eigene Homepage dafür, auf der graphisch recht ansehnlich das Gebiet und dieses Setting vorgestellt wird. Klickt euch mal durch und selbst wenn ihr keinen Bezug zu League of Legends habt, werdet ihr vermutlich verstehen, was ich meine. Denn da müsst ihr gar nicht die Charaktere großartig kennen oder das Spielprinzip. Man sieht, dass da wirklich am Hintergrund gearbeitet wurde, obwohl das Spiel selbst eigentlich einfach eine Online-Battle-Arena ohne wirkliche Rollenspielelemente ist.

Hinzu kommt dann noch sowas wie dieses Video über diesen Hintergrund:

Ich bin ganz hin und weg von dem allen, aber auch von der Map selbst.

Früher habe ich nie ARAM gespielt. Das war immer etwas, das ich mit hochgezogener Augenbraue betrachtet habe. Kurz zu Erklärung für alle Unwissenden: „All Random, All Mid“ ist eine alternative Spielweise der klassischen LoL-Karte, bei der jeder Spieler einen Champion zufällig ausgewählt bekommt und mit dem dann spielen muss. Außerdem treffen sich alle auf dem mittleren Weg, während der obere und untere der KI überlassen und ignoriert wird. Dazu gibt es noch ein paar kleinere Regeln, zum Beispiel dass man nicht zurückteleportieren darf usw.

Jetzt hat Riot diesem unter Spielern recht beliebten „Casual“-Modus eine eigene Karte gegönnt – samt Matchmaking. Das bedeutet, dass man jetzt auch EP und IP für die Kämpfe dort bekommen kann. Also habe ich es gestern mal ausprobiert und bestimmt an die 10-20 Spiele gemacht. Es war großartig.

Endlich konnte ich mal Champions spielen, die ich sonst nie spiele – denn normalerweise hätte ich Angst, geflamed zu werden. Doch hier ist das sinnlos, denn man kann schließlich nicht bestimmen, welchen Champion man erhält. Ebenso ist es ungeheuer erleichternd, mal nicht die perfekte Team-Zusammenstellung haben zu müssen. Viele Spieler glauben das zwar immer noch, aber ich bin der festen Überzeugung, dass man im ARAM mit fast jeder Kombination (Ausnahmen bestätigen die Regel) gewinnen kann.

Der Flame ist bisher verhältnismäßig gering, wenn ich an die normale Map denke. Was da teilweise geflamed wird, geht auf keine Kuhhaut mehr. Da ist es auf „Howling Abyss“ deutlich gesitteter, denn die meisten wissen wohl: Hier spielt man häufig mit Champions, die man so gar nicht kennt. Manche Spieler sind natürlich dennoch so idiotisch und verlangen Höchstleistungen und wenn diese nicht erbracht werden, geht es ab.

Etwas, das ich bei „Howling Abyss“ recht früh gemerkt habe: Ich benutze keine Skins mehr, außer bei Helden, die ich absolut verstehe. Denn zwar habe ich auch für Champions Skins gekauft, die ich zwar nicht oder kaum spiele, die mir aber einfach gefallen haben. Das interessiert manche Leute nicht und bizarrerweise glauben sie, dass wenn man einen Skin für einen Champion hat, diesen auch beherrschen muss. Vollkommener Quatsch, aber so ist sie nun einmal – die LoL-Community.

Ungeachtet dessen hatte ich gestern extrem viel Spaß mit dieser neuen Map und könnte mir vorstellen, in Zukunft fast nur noch ARAM zu spielen. Schon allein, dass die Spiele deutlich kürzer sind, ist ein absoluter Pluspunkt. Man hängt also nicht mehr 30-50 Minuten in einem Spiel, sondern nur noch 10-20 Minuten. Wie sich das in Zukunft entwickeln wird? Mal schauen. Die Map hat mich jedenfalls wieder ein wenig mehr in den LoL-Bann gezogen.

I’ll never forget the dream I shared with all of you

Angel Beats wird gegen Ende so schön! Natürlich hat es mir auch vorher schon gefallen, aber allein für Folge 10 „Goodbye Days“ hat es sich gelohnt, diese Serie zu schauen. Sie bauen diesen philosophischen Hintergrund bis zu diesem Punkt so wunderbar auf, um dann einen tollen Höhepunkt für mehre Charaktere und deren Entwicklung zu schaffen. Das hat mich bewegt und berührt.

Ich bin noch nicht ganz durch. Vermutlich werde ich nachher die letzten zwei Folgen noch schauen – vielleicht die OVA dann noch hinterher. Das kommt darauf an, wie müde ich bin; oder wie aufgewühlt, denn ich könnte mir vorstellen, dass es jetzt in den letzten zwei Folgen noch einmal richtig abgeht.

Aber Folge 10 … war … so … schön … – die Tragweite der ganzen Folge wurde mir erst heute im Laufe des Tages so richtig bewusst.