Battlestar Graylactica

Die erste Staffel der neuen Battlestar Galactica haben wir nun auch zu Ende geschaut und ich bin doch sehr angetan. An dieser Serie habe ich Spaß. Sie hat genau die richtige Mischung aus Epik und Charakterkonflikten.

Auch wenn ich persönlich düsteren Settings nicht all zu viel abgewinnen kann, machen sie es genau so, wie ich es gerne habe: Durch dieses düstere Setting wird es nicht einfach nur brutal und dunkel und überhaupt. Dieses Setting wird nur benutzt, um Menschlichkeit mehr hervorzuheben, um heldenhafte und selbstlose Taten zu unterstreichen. Das gefällt mir.

Als mir damals jemand mal sagte, dass es bei BSG keine guten und bösen Charaktere gäbe, sondern nur graue Charaktere, dachte ich mir: „Wie langweilig.“ Denn das ist so eine Manie, die ich mittlerweile schon mehrfach gesehen habe, dass es viele Leute so toll finden, wenn alles so grau ist. Doch dadurch wird alles viel beliebiger, wie ich finde.

Doch diese Umschreibung hat BSG keinen Gefallen getan und stimmt so auch nicht. Ich würde die Charaktere nicht als grau bezeichnen, denn das sind sie nicht. Es sind Menschen mit Wünschen, Fehlern und Hoffnungen. Das macht Charaktere nicht direkt grau – zum Glück. Aber das war zu der Zeit wohl einfach in, dass man bei etwas das Label „Grau“ und „Düster“ draufpackt.

Das bedeutet nicht, dass ich keine grauen Charaktere mag. Aber wenn alles grau ist, dann empfinde ich das einfach als beliebig und langweilig. Ich will alle philosophischen Wege ausgeleuchtet sehen und das tut BSG.

Dass die Charaktere also grau sind, dagegen wehre ich mich. Es sind Menschen. Es sind vernünftige und glaubwürdige Charaktere – mehr nicht.