Beyond interactive stories

Zurzeit habe ich es wohl mit interaktiven Geschichten. Zuerst Corpse Party und jetzt bin ich an Beyond: Two Souls. Dabei hatte ich sogar überlegt, ob ich es mir überhaupt holen soll, denn Heavy Rain hatte mich ziemlich gelangweilt und ich mag keine QTE (Quick Time Events). Aber Willem Dafoe und Ellen Page war dann für mich doch ein Grund, es auszuprobieren.

Es fesselt mich bisher auch deutlich mehr als Heavy Rain. Wobei es sowieso geschickt ist, diesmal noch eine zweite Figur zu haben, die extrem viele Parallelen zu einem selbst als Spieler hat; ich befürchte, diese Ironie entgeht wohl vielen, wenn sie Beyond: Two Souls zocken. Für mich ist das natürlich genau der Haken, der mich an Land zieht.

Mittlerweile hatte ich schon mehrere wirklich tolle Momente in der Geschichte, die mich bewegt haben – allen voran die Geschichte um die Obdachlosen und die Navajos. Der Rest ist in Ordnung, aber reißt einen nicht immer mit.

Die Hauptfigur wächst einem sehr schnell ans Herz, was aber sicherlich auch daran liegt, dass man sie wirklich durch alle Altersstufen begleitet – auch wenn ich zugeben muss, dass die Zeitsprünge zwar erzählerisch wohl gewollt sind, mich aber eher stören und ich mir eine stringendere Chronologie wünschen würde. So wirkt es auf mich eher gekünstelt und unnatürlich, als ob man einer eigentlich spannenden und interessanten Geschichte unbedingt noch hier und da etwas aufzwingen will.

Allerdings komme ich nicht umhin, die Parallelen auch zu Last of Us zu ziehen. Auch das habe ich mehr als interaktive Geschichte mit Shooter- und Stealth-Elementen empfunden. Doch diese waren sehr viel stärker und besser umgesetzt als die Spielelemente in Beyond: Two Souls. Bei Last of Us habe ich kein Problem, es ein Spiel zu nennen. Es hat Erfolg und Versagen, es hat Interaktivität und es hat Herausforderungen. Das ist definitiv ein Spiel.

Aber Beyond: Two Souls? Da tu ich mir echt schwer, das ein Spiel zu nennen. Denn es ist wirklich mehr eine interaktive Geschichte. Noch mehr sogar als Corpse Party! Und das ist schon nicht gerade viel Spiel, sondern auch mehr Geschichte. Dennoch macht B:TS Spaß – Geschichte und Charaktere sind wirklich gut gelungen, auch wenn mir die Stimmung hier und dort einfach zu melancholisch und deprimierend ist. Selbst Last of Us hatte da deutlich lichtere Momente und das war schon teilweise arg frustrierend von Setting und Plot.

Heute Abend werde ich passend zu Halloween aber erst einmal Corpse Party zu Ende spielen – hoffe ich zumindest. Noch zwei Kapitel habe ich vor mir, von den freigeschalteten Bonuskapiteln mal abgesehen. Aber ich sollte das endlich einmal durchziehen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Danach werde ich wohl auch wieder in Beyond: Two Souls reinschauen – keine Ahnung, wie weit ich da nun genau bin. Mehrere Spielstunden sind es jedenfalls.

Vorbereitungen

Eine etwas stressige Woche liegt hinter mir und ein stressiger Monat mit dem November vor mir. Ein wenig habe ich noch an einer Kurzgeschichte gearbeitet für eine Ausschreibung – das muss bis Donnerstag auch noch raus. Da bin ich aber guter Dinge, dass das hinhaut. Mittlerweile bin ich da nur noch in der Überarbeitungsphase und es geht nur noch um stilistische Dinge, die mich hier und da stören und geändert werden müssen.

Nebenbei bereite ich mich auch schon einmal geistig und seelisch auf den NaNoWriMo2013 vor. Eine kurze Zusammenfassung als Ausblick habe ich bereits auf der NaNoWriMo-Seite in meinem Profil hinterlegt – sozusagen als Ideensammlung. Ansonsten bin ich weiterhin am Grübeln und Nachdenken, was reinkommt und wo ich hin will. Das funktioniert ganz gut und ich habe das Gefühl, dass ich von Anfang an nun sogar mehr Stationen habe als letztes Jahr. Denn da wusste ich noch nicht einmal, wo ich am Ende ankomme. Das hat sich erst im Schreiben ergeben.

Wollen wir mal hoffen, dass diese vielen Stationen, die ich da schon im Kopf habe und die ich abklappern will, nicht zu viele werden. Denn ich will am Ende des Novembers wieder eigentlich fertig sein. Daher peile ich insgesamt 60.000 – 70.000 Wörter für dieses Jahr an. Vermutlich schaffe ich die nicht alle im November, aber ich wenn ich dann danach die Lücken wieder fülle, die sicherlich beim Schreiben auftreten werden, dürfte es bei der Zahl ungefähr ankommen – das kam es bisher immer.

Eigentlich würde ich sowieso auch gerne den Geschichtsstrang auch zu einem Ende bringen. Doch ich fürchte, das werde ich erst im nächsten Jahr machen können mit einem vierten Teil. Aber wer weiß, was der November noch so bringt und es wird tatsächlich zu einer Trilogie. Ich sehe nur noch nicht die abgeschlossene runde Geschichte zu schnell. Dafür muss ich zu viel aufräumen an Handlungsfäden und Problemen.

Mein Plan für dieses Jahr ist also erst einmal: Handlungsfäden aufräumen und wieder mehr ins Positive steuern. Dann kann ich nächstes Jahr die ganze Sache rund machen und auch die restlichen Geschichten abschließen, um zumindest zu einem vorläufigen Ende zu kommen, bei dem ich wieder an einen ähnlichen Stand komme, bei dem die Geschichte angefangen hat. Ähnlich natürlich nur, weil sich die Charaktere weiter entwickelt haben, weil sich das Setting verändert hat und weil Stillstand und Wiederholung einfach blöd sind.

Redacted

Man mag zu Total Biscuit stehen, wie man will, aber hier möchte ich ein Video von ihm teilen, das ich wichtig finde.

Ich persönlich mag TB sehr gerne. Ich finde seine Meinungen erfrischend, witzig und unterhaltsam. Vor allen Dingen finde ich ihn aber immer fair – selbst wenn er zerreißt. Es gab schon so schöne Kommentare von ihm, bei denen man wirklich merkt, wie leid es ihm tut zu sagen: „Sorry, aber das ist Scheiße. Es hat da und da gute Ansätze und die sind echt gelungen, aber leider ist das Spiel ansonsten Mist.“

Zu all dem mag man aber stehen wie man will. Ich denke, selbst wenn man TB nicht mag, so sollte man zumindest ihm in diesem Fall zuhören:

Niemals bereit

Der NaNoWriMo 2013 steht bevor und ich bin wieder zögerlich. Denn nach der wunderbaren Erkältung während des Urlaubs habe ich nicht so viel geschafft, wie ich wollte. Zwar ist es mir gelungen, die Lücken aus meinem NaNoWriMo2012-Manuskript zu schließen, aber dennoch hätte ich gerne mehr Zeit, um mich vorzubereiten. Doch ich weiß eines: Für den NaNoWriMo fühlt man sich nie bereit.

Eigentlich kommt einem jedes Jahr etwas dazwischen und es passt nie. Aber wenn man sich hinsetzt, die Zähne zusammenbeißt und einfach mitmacht, dann klappt es – zumindest im Normalfall. Vor allen Dingen habe ich eigentlich eine Geschichte, die ich erzählen will. Ich habe schon Ideen, ich habe auch einen tollen Charakter als Handlungsträger. Alles soll der nun dritte Teil meiner kleinen Reihe werden. Und dennoch zögere ich, denn ich würde eigentlich gerne mich entspannen.

Wenn ich aber am NaNoWriMo 2013 teilnehme, dann wird der November nicht entspannend. Das weiß ich. Dennoch würde ich mich ärgern, wenn ich diese Gelegenheit verstreichen lasse. Wahrscheinlich werde ich am Ende mich doch dazu durchringen. Aber momentan bin ich – einmal wieder – in der alljährlichen NaNoWriMo-Panik, in der man am liebsten gleich sagen würde: „Ich mache nicht mit!“ Dagegen versuche ich gerade anzukämpfen.

Lost in series

Momentan sind wir erst noch am Anfang der dritten Staffel von Battlestar Galactica – und ich war leicht verwirrt, wie die Chronologie weitergeht.

Denn am Ende der zweiten Staffel war in meiner DVD-Box der Film „Razor“, der scheinbar zwischen Staffel 1 und Staffel 2 auf der Pegasus spielt. Den haben wir jetzt übersprungen, weil wir lieber den Widerstand auf New Caprica mitbekommen wollten. Dann wiederum war ich aber verunsichert, was es mit „The Resistance“ auf sich hat, was ja anscheinend ein paar Web-Episodes waren, die ich aber zeitlich nicht einordnen konnte. Und jetzt sind wir schon wieder von New Caprica runter. Leider ist die Chronologie da nicht besonders durchsichtig und ich habe auch Angst, zu viel zu googlen, damit wir nicht gespoilt werden.

Schade eigentlich, denn ich hätte gerne zum richtigen Zeitpunkt die entsprechenden Sachen gesehen. Jetzt aber die Hauptgeschichte unterbrechen, um wieder ein Intermezzo auf der Pegasus zu sehen, oder doch wieder mehr Widerstandsgeschichten auf New Caprica zu erleben, will ich eigentlich nicht. Denn dafür bin ich zu gespannt, wie es weitergeht. Es ist leider dieser übliche Punkt, warum einem beim Schreiben von Flashbacks abgeraten wird – denn der Leser will normalerweise wissen, wie es weitergeht. Da gibt es natürlich die berühmten Ausnahmen von der Regel und bei Lost funktioniert es beispielsweise überraschend gut – aber das sind eben Ausnahmen.

Bleibt uns also nichts Anderes übrig als weiterzuschauen und dann vielleicht am Ende noch einmal in „Razor“ und „The Resistance“ reinzuschauen. Dennoch hätte ich mir da ein wenig mehr Führung in meiner DVD-Box gewünscht. Schade drum.

Sie kommen! Sie sind hungrig!

Natürlich muss ich korrigieren. Ich hätte im letzten Beitrag nicht schreiben dürfen, dass ich kein Problem mit der Munition hatte. Die bekam ich in den letzten Kapiteln von Dead Space 3 dann doch. Lag allerdings auch daran vermutlich, dass es deutlich weniger Werkbänke gab und auch keine optionalen Missionen oder versteckten Türen.

Dadurch wurde der Schluss noch einmal sehr hakelig für mich und ich musste sehr rumtricksen – in diesem Moment verfluchte ich mich, dass ich doch mal ausnahmsweise wieder auf „normal“ spielen wollte und nicht auf „einfach“, wie ich es sonst immer mehr. Um so zufriedener war ich, als ich dann doch das Ende schaffte.

Es fühlte sich sogar richtig gut an, auf dem letzten Loch zu pfeifen und sich durch die letzten Karten zu kämpfen. Das hatte richtig schön: „Ach, du scheiße!“-Gefühl und erzeugte es eine wunderschöne Atmosphäre, die sich in einem besonderen Spielverhalten meinerseits zeigte: Bisher gab es in jedem Dead Space diesen Moment, in dem das Spiel alles um mich herum explodieren ließ und mir Nekromorph um Nekromorph um die Ohren warf. Was macht der Holger in solchen Momenten? Er nimmt die Beine in die Hand und rennt und ballert panisch um sich.

Das hört sich im ersten Moment blöd an, aber das gibt mir ein ungeheure Immersion. So tief drin bin ich selten in einem Spiel und genau dieses Gefühl hat mir jedes Dead Space gerade auf den letzten Schritten gegeben. Ich liebe diese Momente! Im Nachhinein würde ich mich nicht immer an diese Orte trauen und wenn ich überlege, dass ich diese Sequenzen noch einmal durchspielen müsste, dann graut es mir. Aber es ist ein so ungeheur großartiges Gefühl!

Auch Dead Space 3 hat das mit mir gemacht. Ich hatte kaum noch Munition, meine Health Packs waren weg und dann geht es zum Endkampf hin und um mich herum bricht die Hölle los. Ich habe nur noch den L2-Button zum Rennen gedrückt, bin gerannt, habe wild vor mich geschossen, wenn sich was bewegte, musste aber ebenso manche gezielte Schüsse setzen, um ein paar Tentakel zu beseitigen, die mir den Weg versperrten; während hinter, vor und neben mir lauter Gegner spawnten. Das ist Dead Space und ich liebe es dafür!

Auch im dritten Teil hatte ich dadurch eine so starke Immersion, dass sich das nicht nur optisch bei mir in den Kopf gebrannt hat. Dieses Spielgefühl war einfach unbeschreiblich, vor allen Dingen, als sich der Endgegner dann kolossal vor mir aufbaute und ich mir echt dachte: „Äh, ja … und jetzt?!“ Da gab es zum Glück einen Trick, den ich auch anwenden musste, auf Grund meiner spärlich gewordenen Munition.

Ein Jammer, dass es Dead Space 4 angeblich nicht mehr geben wird, denn nach dem Ende bin ich richtig gespannt, wie es weitergeht. Gerade auch nach dem DLC-Ende bin ich noch neugieriger, denn da kann man so richtig geniale Sachen draus machen! Andererseits wäre es auch so ein klassisches Cliffhanger-Ende, bei dem einfach alles im Eimer ist. Na gut, nach dem normalen Ende noch nicht, erst nach dem DLC.

Aber gestern erzählte mir der Marc, dass es möglicherweise doch ein Dead Space 4 geben könnte. Das wäre mal richtig toll, denn auch nach dem dritten Teil bin ich immer noch begeisterter Fan dieses Franchises. Es macht einfach so viel richtig und ist genau mein Ding – Space-Horror auf hohem Niveau!

Die Hintergrundgeschichte und auch die Ereignisse aus Dead Space 1 & 2 nach dem Spoiler-Cut, denn … naja, ich denke, Spoiler-Cut ist recht offensichtlich.

Spoiler-Cut

I can feel it coming in the air tonight

Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu und ich habe einiges geschafft, aber dennoch nicht ganz so viel, wie ich mir vorgenommen hatte. Aber dank der doch recht heftigen Erkältung, die ich immer noch nicht ganz los bin, war da einfach nicht mehr drin; und ich will mir meinen Urlaub auch nicht zu sehr kaputt machen.

Was ist jedenfalls noch offen? Ein paar Lücken will ich noch in meinem letztjährigen NaNoWriMo-Manuskript schließen. Das ist eine gute Vorbereitung auf den diesjährigen NaNoWriMo, selbst wenn es mir nicht gelingt, alles aneinander zu fügen. Aber mal schauen, was mir noch gelingt. Es sind noch ein paar Wochen bis dahin.

Auch offen ist noch Dead Space 3. Naiv, wie ich war, dachte ich, ich kann es in meinem Urlaub ohne Problem durchspielen. Typischer Fall von „denkste“ – und das lag noch nicht einmal nur an der Erkältung, sondern daran, dass es sich viel größer anfühlt als die letzten beiden Teile. Als ich dachte, ich wäre in der Hälfte des Spieles, hatte ich gerade mal ein Viertel und der Spielteil auf dem Planeten unten ist doch deutlich umfangreicher als ich dachte.

Aber es macht eine Menge Spaß. Es ist anders als die Vorgänger – natürlich. Dennoch sehe ich einfach nicht, wo es ein schlechtes Spiel sein sollte, wie es gerne behauptet wird. Doch das sind wirklich meist Leute, die es nicht selbst gespielt haben. Das hört man besonders heraus, wenn der einzige Kritikpunkt dieser Leute ist, warum sie DS3 nicht spielen wollen, dass die Necromorphs verheizt werden und es zu einem Shooter wie Resident Evil verkommt.

Oh Captain, mein Captain

Ich mag Edward James Olmos – den Schauspieler des Commander Adama im neuen Battlestar Galactica. Vermutlich gibt es viele, die das noch nicht einmal eine so große Schauspielleistung finden, aber mir gefällt es, wie er den Charakter spielt.

Nahezu immer sieht man Adama ernst und mit dem selben Gesichtsausdruck. Dabei sind es die kleinen Gesten und auch seine Mimik, die im Detail den Unterschied macht. So ist mir bei der letzten Doppelfolge „Ressurection“ (Season 2.2, Episode 1&2) aufgefallen, wie sich dies unterscheidet. Adama lächelt fast nie und wenn, dann ist es häufig nur ein leicht hoch gezogener Mundwinkel. Das hat man in diesen Folgen sehen können, wenn er mit Apollo gesprochen hat und das sind die Kleinigkeiten im Detail, die den Charakter anders und menschlicher wirken lassen trotz seiner ansonsten recht stoischen Ausstrahlung.

Das ist auch, was ich so sehr an seiner Schauspielerei schätze, denn der Charakter ist deutlich mehr als die Oberfläche scheint und das zu zeigen, ist schwierig. Es ist einfacher, einen sehr extrovertierten Charakter zu spielen, der seinen Charakter auf der Zunge trägt. Aber einen Charakter, der eine Maske trägt? Das ist wirklich eine Gratwanderung, einerseits nicht den Holzhammer rauszuholen und andererseits es aber auch nicht zu subtil zu machen. Das gelingt Edward James Olmos wirklich gut, wie ich finde.

Horror Party

Für Hamburg habe ich mal wieder meine PSVita ausgepackt, die ich schon ein wenig nicht mehr genutzt hatte, da ich bei Valkyria Chronicles 2 leider auf einer recht heftigen Map festhänge. Aber mittlerweile gibt es ja auch genug andere Titel und ich hatte sogar noch ein paar – nur habe ich eben auch dieses Credo, dass ich erst Spiele zu Ende spielen will, bevor ich ein neues anfange.

Da sich VC2 allerdings nicht gerade anbietet, wenn man nur mal kurz zwischendurch spielen will, da die Maps schon einmal länger dauern und man nicht mittendrin auf der Karte speichern kann, habe ich ein neues Spiel mir mal angeschaut, bei dem ich die Vermutung hatte, dass es passen könnte: Corpse Party – ein PSP-Spiel, das man aber auch im Playstation Store für die PSVita kaufen kann. Kostet sogar noch nicht einmal viel und da ich Manga und Horror sowieso mag, wurde ich neugierig.

Worum geht es? 8 Jugendliche und ihre Lehrerin treffen sich nachts in ihrer Schule, während die Jugendlichen Gruselgeschichten erzählen. Es kommt natürlich, wie es kommen muss: Eines der Mädels ist okkultbegeistert und schlägt ein „harmloses“ Ritual vor, damit alle Freunde immer zusammenbleiben. Doch irgendetwas scheint schief zu gehen und alle werden in eine andere Dimension gerissen – in eine Schule voller Geister, in der sich Schreckliches abgespielt hat.

Die Charaktere sind verstreut, denn sie sind nicht alle in der gleichen Dimension. Sie sind zwar in der gleichen Geisterschule, aber in unterschiedlichen „closed spaces“, wie das Spiel es nennt und können sich daher nicht erreichen – höchstens indirekt. Manche sind gemeinsam in diesen abgeschlossenen Räumen und manche bekommen auch Auswirkungen aus den anderen abgeschlossenen Räumen mit.

Vielleicht ist es ein Frevel, ein solches Spiel auf einer PSVita zu spielen, denn wohl selbst für eine PSP ist das Spiel extrem simpel. Es hat die übliche alte JRPG-Pixelansicht in 2D. Außerdem ist es nicht wirklich komplex – es wird noch nicht einmal gekämpft. Zwar haben die Charaktere Hitpoints, aber meist sieht es eher so aus, dass man nur wegrennt, wenn man angegriffen wird. Die Hitpoints sind lediglich dazu da, um zu zeigen, wie viel Fehler man sich dabei erlauben darf. Eigentlich ist es nur eine interaktives Horror-Adventure.

Einzig stört, dass man die Dialog-Sequenzen nicht abbrechen kann. Das ist nicht schlimm fürs Erste, denn die will man schließlich lesen. Das ist das, was das Spiel ausmacht! Und es wird viel geredet, denn es geht alles um die Charaktere, ihre Beziehungen zueinander und dem schrecklichen Ort, an dem sie gestrandet sind. Doch kommt es nicht selten vor, dass man stirbt und dann muss man sich durch all diese Dialoge wieder und wieder klicken und das kann ein wenig frustrierend sein. Auch ist es ein wenig grenzwertig, dass wenn man eine falsche Entscheidung getroffen hat und ein „falsches“ Ende erreicht hat (das Game Over), dass häufig auch hier recht lange Dialoge noch passieren. Das ist an sich nett, weil es dadurch wirklich eine interaktive Geschichte ist, aber wenn man das zum x-ten Mal erlebt, kann das auch nerven.

Dennoch hat das Spiel eine riesige Stärke: eine ungeheuer dichte Atmosphäre! Die Charaktere sind richtig gut ausgearbeitet und spannend und dank Musik, Sound und auch der japanischen Synchronisation wird das alles noch unterstrichen. Allerdings sollte man natürlich gewarnt sein: Denn es ist Manga, es sind Jugendliche und daher wird natürlich auch viel geweint und geschrien, denn das Setting ist ungeheuer hoffnungslos und düster. Darüber täuscht die niedliche Manga-Pixelgrafik hinweg. Aber es ist weder niedlich, noch bunt, noch heiter – alles nur das nicht. Denn es ist ungeheuer grausam, was den Charakteren zum Teil passiert und was sie sich auch noch gegenseitig antun.

Es ist kein neues Setting und auch kein neues Muster, denn all das hat man schon häufig gesehen. Es ist damit sicherlich keine Innovation im Manga-Horror-Genre, aber dennoch fesselt es mich ziemlich und ich leide mit den Charakteren mit. Ein überraschend gutes Spiel, bei dem ich allerdings auch erst zur Hälfte durch bin. Ich bin gespannt, wie es ausgeht, auch wenn ich nach dem bisherigen Verlauf befürchte, dass es genauso ausgehen wird wie eigentlich jeder Horror-Manga: nicht gut.

Ich bin sehr, sehr positiv überrascht zumal das Spiel nicht von einem großen Entwicklerstudio zu sein scheint. Corpse Party macht einfach Spaß, weil ich das Gefühl habe, dass die Macher wirklich das Genre ungeheuer gut kennen und lieben. Außerdem mag ich das Opening. Das Lied ist so toll!

Auf Sparflamme zurück

Wieso werde ich eigentlich immer in meinem Urlaub krank? Na gut, nicht immer und ich weiß auch, was man da normalerweise sagt: Körper entspannt sich, fährt runter, wird dadurch schwächer und schon bekommt man all das ab, was man die Wochen zuvor noch abgewehrt hat, während der Körper in höchster Alarmbereitschaft war.

Immerhin haben wir einen recht netten Kurzausflug nach Hamburg machen können, bei dem es dann auch erst auf der Rückfahrt anfing mit dem Kratzen im Hals und abends schlug es dann ganz zu. Heute den Tag habe ich dann irgendwie nahezu ganz verplempert und verpennt – mit ein paar Zwischenpausen, in denen ich Battlestar Galactica mit meiner Frau gesehen habe.

BSG ist einfach toll und fesselnd, auch wenn ich manchmal von einigen Entwicklungen irritiert bin, aber es sind so starke Charaktere und sie schaffen es echt immer wieder, schöne Charakterkonflikte aufzubauen. Wisst Ihr übrigens, wer es mir besonders angetan hatte am Anfang? Die Deck-Crew um Chief Tyrol. Da mag ich eigentlich immer noch jeden Charakter und als die in der Pilotserie so viel Spotlight bekommen haben, war ich sehr erstaunt und angenehm überrascht. Das wirkt dadurch einfach so rund, dass es nicht nur um die Kommando-Ebene geht, sondern auch um die Probleme der normalen Techniker.

Hamburg war aber an sich schön. Es war nur kurz, dass wir da waren – streng genommen 1 Tag plus Hinfahrt und Rückreise. Da hätten wir vielleicht doch mehr Tage einplanen sollen, aber das war ungeheuer spontan, da wir noch von meinen Schwiegereltern einen Gutschein für ein Musical hatten. Also sind wir in König der Löwen gegangen und haben abseits davon auch Hamburg ein wenig erkundet – soweit das in der kurzen Zeit eben ging.

Irgendwie ist Hamburg ein merkwürdiges Ding. Eigentlich mag ich Norddeutschland nicht so. Eigentlich mag ich Hamburg auch nicht. Vor allen Dingen mag ich keine roten Ziegelsteingebäude und die gibt es in Hamburg leider zu Hauf – genauso wie Kräne. Das gefällt mir nicht. Aber dennoch haben mich einige Stellen sehr fasziniert und wenn diese roten Ziegelsteine und die Kräne nicht wären, dann könnte ich sogar vollkommen uneingeschränkt an Hamburg Spaß haben. Schon merkwürdig, in was für einem Zwiespalt ich da bin.

Was aber auf jeden Fall extrem lecker ist, ist Hamburger Küche, denn dank des Bekannten meiner Frau haben wir in einem Restaurant gegessen, in dem es traditionellen Labskaus gab. Das war ungeheuer lecker und genau so, wie ich es mag! Sauer und Fleisch und Fisch – eine tolle Mischung.

Naja, wollen wir mal hoffen, dass diese dämliche Erkältung mich bald in Ruhe lässt. Mein Hals fühlt sich wie ein Reibeisen an, mein Kopf dröhnt und ich fühle mich matt. Das ist nicht schön – vor allen Dingen im Urlaub. Dabei hatte ich noch so viel vor!