Bitter sweet happy end

Der November – ein merkwürdiger Monat dieses Jahr. Zwar habt ihr vermutlich gesehen, dass ich wirklich den NaNoWriMo beenden konnte, aber diesmal nicht so richtig. Denn die Wörterzahl habe ich erreicht, doch ich muss viel verwerfen; das weiß ich jetzt schon. Ich bin noch nicht einmal ansatzweise im Plot vorangekommen und werde daher wohl nächstes Jahr oder beim nächsten Anlauf das schaffen.

Zu viel schwirrte diesen Monat in meinem Kopf herum und viel Stress abseits des NaNoWriMos verhinderte leider, dass ich mich so richtig einstimmen und mir die Zeit nehmen konnte. Das war sehr frustrierend und hat mich nicht zufrieden gestellt. Das geht besser, aber sollte dieses Jahr wohl nicht sein. Das muss ich einfach als Lerneffekt abhaken.

Viele Ideen habe ich nun für diesen Teil und auch sogar schon für den Teil darauf. Das war, wo dieser Monat durchaus produktiv war. Aber leider nicht im faktischen Ausschreiben und das ist dann eher weniger schön. Doch ich sollte mich nicht beschweren. Ich habe in der Reihe nun zwei theoretisch fertige Manuskripte, die ich überarbeiten muss. Dass dieses Jahr kein drittes dazu gekommen ist, ist nicht schlimm.

Vielleicht sollte ich es als Zeichen nehmen, dass ich nun erst einmal die ersten beiden Manuskripte überarbeiten sollte. Denn all die tollen Fortsetzungen bringen mir natürlich nichts, wenn die ersten Teile nicht mitreißen – aber das sollen sie und das werden sie. Daher bin ich am Überlegen, erst wieder in den Splitterwelten weiter zu schreiben, wenn die Überarbeitung der ersten beiden Teile abgeschlossen ist. Vorher macht es vermutlich einfach keinen Sinn und laugt mich nur aus.

Wenn ich also nächstes Jahr wieder was schreiben sollte, dann vielleicht doch endlich einmal wieder etwas Anderes. Vielleicht mehr „Urban Fantasy“ – das könnte was werden. Oder doch zu meiner anderen Leidenschaft dem Horror-Genre. Wobei zumindest die bisherige Splitterwelt da durchaus einen kleinen Spagat probiert. Wir werden sehen.

You are gonna keep going, aren’t you? For what? Treasure?

Uncharted 4! Für die PS4! Gut, das bedeutet für mich, dass ich zwar warte, ehe ich mir eine Playstation 4 hole, aber sobald es ein Bundle mit entweder Uncharted 4 oder Final Fantasy XV gibt, dann schlage ich zu – selbst wenn das am Anfang sein wird. Das sind die beiden Spiele, auf die ich ungeheuer scharf für die PS4 bin.

Wieso? Weil Uncharted einfach eine grandiose Reihe ist – phänomenale Charaktere, eine sehr unterhaltsame Geschichte und ein bombastisch cineastisches Gefühl mit hervorragender Musik. Der Teaser, den ich gesehen habe, sagt nicht viel. Er ist sogar sehr unspektakulär. Das ist fast enttäuschend. Aber es ist Uncharted!

Wer sich nach dem Spoiler-Cut den Trailer zu Uncharted 3 anschaut, wird eher verstehen, warum ich so scharf darauf bin. Man darf nicht vergessen, dass der Teaser zu Uncharted 4 eben nur ein Teaser ist.

Lebenszeichen

Ja, ja, es war hier ruhig. Der November eben. Es läuft auch nicht wirklich gut dieses Jahr im NaNoWriMo für mich. Ich bin sehr, sehr unzufrieden, was aber einfach daran liegt, dass ich diesen Monat meinen Kopf nicht frei genug bekomme, um wirklich befreit schreiben zu können.

Das ging die letzten Jahre deutlich besser. Dennoch beiße ich mich durch, denn ich hänge zwar hinter meinem persönlichen Plan hinterher und bin unzufrieden mit dem bisher Geschriebenen, aber im Sinne des NaNoWriMos bin ich noch gut im Rennen. Daher kämpfe ich mich durch, ich liefere das ab und nächstes Jahr mache ich es fertig – oder überarbeite es. Das werden wir dann sehen.

Hör mal, wer da heizt

Stolz bin ich auf mich! So langsam läuft es wieder besser beim NaNoWriMo, dazu jedoch ein anderes Mal mehr. Worum es mir gerade geht: Ich war handwerklich tätig!

Wer mich kennt, weiß: Handwerklich bin ich eher mit zwei linken Händen gesegnet. Sollte so etwas bei uns im Haushalt anfallen, dann übernimmt das für gewöhnlich meine Frau, die da weitaus zielsicher, versierter und einfach besser ist. Doch in meiner Zweitwohnung geht das natürlich nicht.

Jetzt habe ich das Problem, dass wir dort eine recht dämliche Heizung haben, denn sie funktioniert manchmal nicht. Anfangs dachte ich, man müsste sie entlüften. Nein, daran liegt es nicht. Da gibt es irgendeinen komischen Stift unter dem „Drehding“, mit dem man die Heizstufen einstellt, und der scheint sich manchmal zu verkanten.

Ursprünglich gibt es da einen „ganz tollen“ Mechanismus an besagtem Drehding, dass man dort einen weiteren Stift reindrücken kann und dieser Stift drückt den anderen Stift ein wenig rein und dadurch hoffentlich raus. Das Problem an der Sache ist nur: Das klappt fast nie! Dabei macht man sich die Finger kaputt, denn das ist echt schwergängig.

So passierte es auch, dass mir eines jener Drehdinger kaputt ging und ausgetauscht werden musste. Mein neues Drehding hatte keinen solchen „Stift für den Stift“ mehr. Es kam wie es kommen musste vor zwei Wochen: Die Heizung wollte nicht mehr.

Doch clever wie ich bin, hatte ich dem Heizungsmenschen bei der Arbeit genau zugeschaut. Es dauerte zwar gut eine Stunde bis ich das Drehding abgeschraubt hatte, denn natürlich hatte ich Angst, dass ich etwas falsch oder kaputt mache – einer meiner hauptsächlichen Hinderungsgründe, handwerklich tätig zu werden. Doch mir gelang es! Ich war stolz wie Oskar.

Dann sah ich: Aha, der Stift hatte sich wirklich verkantet. Dann machen wir es doch einmal wie der Heizungsmensch und hoffen, dass nichts kaputt geht. Ich nahm also meine Rohrzange und schlug beherzt, aber nicht zu fest auf den Stift; durchaus mit der Angst im Hinterkopf, dass er abbrechen könnte. Vielleicht sollte man das also nicht nachmachen.

Siehe da: Der Stift sprang heraus. Doch es tat sich nichts. Ich war gefrustet. Naja, dann muss ich doch den Heizungsmenschen mal wieder anrufen. Das Drehding wieder aufzuschreiben ging für mich nun schneller – nur eine halbe Stunde etwa und ein paar panische Gedanken „das geht nie wieder drauf!“ später war es befestigt.

Ich dachte schon nicht mehr darüber nach, als etwa eine weitere Stunde später es plötzlich rumorte in meiner Heizung und plötzlich wurde sie warm. Ha! Ich hatte Feuer gemacht! Quasi im fast wörtlichen Sinne. Warum das so verzögert war? Ich weiß es nicht. Hauptsache, es funktioniert jetzt alles und mir ist nichts um die Ohren geflogen.

Ihr seht, ich bin auf dem Weg einer der besten Handwerker zu werden! Ich habe sogar bereits meine eigene Fachsprache und denke, ich lasse mir „Drehding“ demnächst patentieren.

Looking inside

Über die Facebook-Seite des NaNoWriMos habe ich einen großartigen Artikel gefunden: 10 Myths about introverts.

Noch am Anfang hatte ich überlegt: Gehöre ich da überhaupt dazu? Denn an sich würde ich mich nicht als eigenbrötlerisch bezeichnen. Während des Artikels ist mir aber aufgefallen, dass es genau darum geht: Introvertierte Menschen müssen nicht eigenbrötlerisch sein. Introvertierte Menschen macht etwas Anderes aus. Je mehr ich den Artikel las, desto mehr erkannte ich da Verhaltensweisen und Denkmuster von mir.

Das war ungeheuer spannend und auch befreiend, denn an sich hat das Wort „introvertiert“ in unserer Gesellschaft einen so ungeheuer negativen Beigeschmack, dass man sich fast schämt, wenn man dazu gehört. Doch nach dem Artikel kann ich mit festerer Überzeugung sagen: Doch, ich gehöre wohl dazu. Denn genau die Mythen, die dort angesprochen werden, waren auch meine eigenen Vorurteile und die verzerren das Bild von introvertierten Menschen.

Abschließend fiel mir dann ein, dass ich beim Keirsey-Personality-Test schließlich auch zu den introvertierten Persönlichkeiten gehört habe – INFP. Es scheint also doch zu stimmen und es ist auch nichts Schlimmes daran. Ich muss zugeben, dass ich viele der angesprochenen Verhaltensweisen aus dem Artikel ungeheuer sympathisch finde und daher auch stolz bin, dass ich so vieles davon unterschreiben kann.

Unwritten – again!

NaNoWriMo 2013 hat angefangen und ich bin mittendrin. Dennoch geht es diesmal besonders schleppend voran und mein Start war nicht gut. Ich habe deutlich weniger geschafft, als ich wollte. Mein Anfang funktionierte nicht, so dass ich jetzt eine Szene davor gebaut habe – die zum Glück funktionierte. Auch erreichte ich nicht die Wörterzahlen, die mir vorschwebten. Zwar bin ich deutlich über dem Soll und habe mittlerweile schon einen Tag zusätzlich geschrieben, aber eigentlich sollten es mehr sein.

Hinzu kam, dass ich schlecht geschlafen habe. Ich glaube, eine Erkältung ist da an mir vorbeigezogen, so unwohl wie ich mich fühlte. Das verbessert natürlich die Schreibmotivation nicht gerade, wenn man da mit dickem Kopf und unruhigem Magen vor dem Rechner hockt. Daher war ich und bin ich dieses Jahr so kurz davor wie nie, den NaNoWriMo 2013 doch ausfallen zu lassen für mich. Dann aber wiederum denke ich an all die Ideen und die will ich nicht einfach liegen lassen!

Außerdem habe ich zum Glück mit einem guten Kumpel wieder viel beredet für den NaNoWriMo und so etwas zieht natürlich mit, denn ich will nicht kneifen, wenn noch jemand anders mitmacht. Der gute Tobi ist allerdings schon deutlich an mir vorbeigezogen und hat 4000 Wörter mehr als ich. Das wurmt. Andererseits spornt es an und da gehöre ich dann doch eher zu den Beißern und ich hoffe, dass ich mich auch dieses Jahr durchbeißen kann. Dennoch fällt es mir dieses Jahr so schwer wie noch nie. Drückt mir die Daumen.

Einmal wieder poste ich an dieser Stelle aber auch meinen persönlichen Theme-Song für NaNoWriMo – das ultimative Autoren-Lied: „Unwritten“ von Natasha Bedingfield.