Hör mal, wer da heizt

Stolz bin ich auf mich! So langsam läuft es wieder besser beim NaNoWriMo, dazu jedoch ein anderes Mal mehr. Worum es mir gerade geht: Ich war handwerklich tätig!

Wer mich kennt, weiß: Handwerklich bin ich eher mit zwei linken Händen gesegnet. Sollte so etwas bei uns im Haushalt anfallen, dann übernimmt das für gewöhnlich meine Frau, die da weitaus zielsicher, versierter und einfach besser ist. Doch in meiner Zweitwohnung geht das natürlich nicht.

Jetzt habe ich das Problem, dass wir dort eine recht dämliche Heizung haben, denn sie funktioniert manchmal nicht. Anfangs dachte ich, man müsste sie entlüften. Nein, daran liegt es nicht. Da gibt es irgendeinen komischen Stift unter dem „Drehding“, mit dem man die Heizstufen einstellt, und der scheint sich manchmal zu verkanten.

Ursprünglich gibt es da einen „ganz tollen“ Mechanismus an besagtem Drehding, dass man dort einen weiteren Stift reindrücken kann und dieser Stift drückt den anderen Stift ein wenig rein und dadurch hoffentlich raus. Das Problem an der Sache ist nur: Das klappt fast nie! Dabei macht man sich die Finger kaputt, denn das ist echt schwergängig.

So passierte es auch, dass mir eines jener Drehdinger kaputt ging und ausgetauscht werden musste. Mein neues Drehding hatte keinen solchen „Stift für den Stift“ mehr. Es kam wie es kommen musste vor zwei Wochen: Die Heizung wollte nicht mehr.

Doch clever wie ich bin, hatte ich dem Heizungsmenschen bei der Arbeit genau zugeschaut. Es dauerte zwar gut eine Stunde bis ich das Drehding abgeschraubt hatte, denn natürlich hatte ich Angst, dass ich etwas falsch oder kaputt mache – einer meiner hauptsächlichen Hinderungsgründe, handwerklich tätig zu werden. Doch mir gelang es! Ich war stolz wie Oskar.

Dann sah ich: Aha, der Stift hatte sich wirklich verkantet. Dann machen wir es doch einmal wie der Heizungsmensch und hoffen, dass nichts kaputt geht. Ich nahm also meine Rohrzange und schlug beherzt, aber nicht zu fest auf den Stift; durchaus mit der Angst im Hinterkopf, dass er abbrechen könnte. Vielleicht sollte man das also nicht nachmachen.

Siehe da: Der Stift sprang heraus. Doch es tat sich nichts. Ich war gefrustet. Naja, dann muss ich doch den Heizungsmenschen mal wieder anrufen. Das Drehding wieder aufzuschreiben ging für mich nun schneller – nur eine halbe Stunde etwa und ein paar panische Gedanken „das geht nie wieder drauf!“ später war es befestigt.

Ich dachte schon nicht mehr darüber nach, als etwa eine weitere Stunde später es plötzlich rumorte in meiner Heizung und plötzlich wurde sie warm. Ha! Ich hatte Feuer gemacht! Quasi im fast wörtlichen Sinne. Warum das so verzögert war? Ich weiß es nicht. Hauptsache, es funktioniert jetzt alles und mir ist nichts um die Ohren geflogen.

Ihr seht, ich bin auf dem Weg einer der besten Handwerker zu werden! Ich habe sogar bereits meine eigene Fachsprache und denke, ich lasse mir „Drehding“ demnächst patentieren.

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