Same procedure as every year

Der November war stressig, aber der Dezember steht dem in Nichts nach – obwohl ich keinen NaNoWriMo in diesem Monat habe. Woran liegt es? Es ist immer so überraschend, wie schnell Weihnachten aus dem Nirgendwo auftaucht.

Ich persönlich bin immer noch sehr dafür, dass man Weihnachten mal jedes Jahr am gleichen Datum stattfinden lässt. Das würde so viele Probleme beseitigen, wenn man – sagen wir mal – am 24.12. sicher wüsste, dass da Weihnachten ist und der 1. und 2. Weihnachtsfeiertag direkt danach am 25. und 26. und Silvester eine Woche später am 31.12.

Dann könnte man sich so viel schneller darauf einstellen. Der Einzelhandel mit den Lebkuchen bekommt es doch auch hin, dass er ein halbes Jahr früher bereits sich auf Weihnachten einstellt.

Hör mal, wer da heizt

Stolz bin ich auf mich! So langsam läuft es wieder besser beim NaNoWriMo, dazu jedoch ein anderes Mal mehr. Worum es mir gerade geht: Ich war handwerklich tätig!

Wer mich kennt, weiß: Handwerklich bin ich eher mit zwei linken Händen gesegnet. Sollte so etwas bei uns im Haushalt anfallen, dann übernimmt das für gewöhnlich meine Frau, die da weitaus zielsicher, versierter und einfach besser ist. Doch in meiner Zweitwohnung geht das natürlich nicht.

Jetzt habe ich das Problem, dass wir dort eine recht dämliche Heizung haben, denn sie funktioniert manchmal nicht. Anfangs dachte ich, man müsste sie entlüften. Nein, daran liegt es nicht. Da gibt es irgendeinen komischen Stift unter dem „Drehding“, mit dem man die Heizstufen einstellt, und der scheint sich manchmal zu verkanten.

Ursprünglich gibt es da einen „ganz tollen“ Mechanismus an besagtem Drehding, dass man dort einen weiteren Stift reindrücken kann und dieser Stift drückt den anderen Stift ein wenig rein und dadurch hoffentlich raus. Das Problem an der Sache ist nur: Das klappt fast nie! Dabei macht man sich die Finger kaputt, denn das ist echt schwergängig.

So passierte es auch, dass mir eines jener Drehdinger kaputt ging und ausgetauscht werden musste. Mein neues Drehding hatte keinen solchen „Stift für den Stift“ mehr. Es kam wie es kommen musste vor zwei Wochen: Die Heizung wollte nicht mehr.

Doch clever wie ich bin, hatte ich dem Heizungsmenschen bei der Arbeit genau zugeschaut. Es dauerte zwar gut eine Stunde bis ich das Drehding abgeschraubt hatte, denn natürlich hatte ich Angst, dass ich etwas falsch oder kaputt mache – einer meiner hauptsächlichen Hinderungsgründe, handwerklich tätig zu werden. Doch mir gelang es! Ich war stolz wie Oskar.

Dann sah ich: Aha, der Stift hatte sich wirklich verkantet. Dann machen wir es doch einmal wie der Heizungsmensch und hoffen, dass nichts kaputt geht. Ich nahm also meine Rohrzange und schlug beherzt, aber nicht zu fest auf den Stift; durchaus mit der Angst im Hinterkopf, dass er abbrechen könnte. Vielleicht sollte man das also nicht nachmachen.

Siehe da: Der Stift sprang heraus. Doch es tat sich nichts. Ich war gefrustet. Naja, dann muss ich doch den Heizungsmenschen mal wieder anrufen. Das Drehding wieder aufzuschreiben ging für mich nun schneller – nur eine halbe Stunde etwa und ein paar panische Gedanken „das geht nie wieder drauf!“ später war es befestigt.

Ich dachte schon nicht mehr darüber nach, als etwa eine weitere Stunde später es plötzlich rumorte in meiner Heizung und plötzlich wurde sie warm. Ha! Ich hatte Feuer gemacht! Quasi im fast wörtlichen Sinne. Warum das so verzögert war? Ich weiß es nicht. Hauptsache, es funktioniert jetzt alles und mir ist nichts um die Ohren geflogen.

Ihr seht, ich bin auf dem Weg einer der besten Handwerker zu werden! Ich habe sogar bereits meine eigene Fachsprache und denke, ich lasse mir „Drehding“ demnächst patentieren.

Auf Sparflamme zurück

Wieso werde ich eigentlich immer in meinem Urlaub krank? Na gut, nicht immer und ich weiß auch, was man da normalerweise sagt: Körper entspannt sich, fährt runter, wird dadurch schwächer und schon bekommt man all das ab, was man die Wochen zuvor noch abgewehrt hat, während der Körper in höchster Alarmbereitschaft war.

Immerhin haben wir einen recht netten Kurzausflug nach Hamburg machen können, bei dem es dann auch erst auf der Rückfahrt anfing mit dem Kratzen im Hals und abends schlug es dann ganz zu. Heute den Tag habe ich dann irgendwie nahezu ganz verplempert und verpennt – mit ein paar Zwischenpausen, in denen ich Battlestar Galactica mit meiner Frau gesehen habe.

BSG ist einfach toll und fesselnd, auch wenn ich manchmal von einigen Entwicklungen irritiert bin, aber es sind so starke Charaktere und sie schaffen es echt immer wieder, schöne Charakterkonflikte aufzubauen. Wisst Ihr übrigens, wer es mir besonders angetan hatte am Anfang? Die Deck-Crew um Chief Tyrol. Da mag ich eigentlich immer noch jeden Charakter und als die in der Pilotserie so viel Spotlight bekommen haben, war ich sehr erstaunt und angenehm überrascht. Das wirkt dadurch einfach so rund, dass es nicht nur um die Kommando-Ebene geht, sondern auch um die Probleme der normalen Techniker.

Hamburg war aber an sich schön. Es war nur kurz, dass wir da waren – streng genommen 1 Tag plus Hinfahrt und Rückreise. Da hätten wir vielleicht doch mehr Tage einplanen sollen, aber das war ungeheuer spontan, da wir noch von meinen Schwiegereltern einen Gutschein für ein Musical hatten. Also sind wir in König der Löwen gegangen und haben abseits davon auch Hamburg ein wenig erkundet – soweit das in der kurzen Zeit eben ging.

Irgendwie ist Hamburg ein merkwürdiges Ding. Eigentlich mag ich Norddeutschland nicht so. Eigentlich mag ich Hamburg auch nicht. Vor allen Dingen mag ich keine roten Ziegelsteingebäude und die gibt es in Hamburg leider zu Hauf – genauso wie Kräne. Das gefällt mir nicht. Aber dennoch haben mich einige Stellen sehr fasziniert und wenn diese roten Ziegelsteine und die Kräne nicht wären, dann könnte ich sogar vollkommen uneingeschränkt an Hamburg Spaß haben. Schon merkwürdig, in was für einem Zwiespalt ich da bin.

Was aber auf jeden Fall extrem lecker ist, ist Hamburger Küche, denn dank des Bekannten meiner Frau haben wir in einem Restaurant gegessen, in dem es traditionellen Labskaus gab. Das war ungeheuer lecker und genau so, wie ich es mag! Sauer und Fleisch und Fisch – eine tolle Mischung.

Naja, wollen wir mal hoffen, dass diese dämliche Erkältung mich bald in Ruhe lässt. Mein Hals fühlt sich wie ein Reibeisen an, mein Kopf dröhnt und ich fühle mich matt. Das ist nicht schön – vor allen Dingen im Urlaub. Dabei hatte ich noch so viel vor!

Eilmeldung

Schon gewundert, warum es gerade wieder ruhiger geworden ist? Ich habe Urlaub! Nein, ich fahre nicht weg diesmal. Vielleicht mal hier oder da hin für kurze Ausflüge, aber das wird vor allen Dingen einmal Erholung. Außerdem habe ich natürlich so meine üblichen Termine, zu denen ich sonst nicht komme, wie Zahnarztbesuch oder dergleichen. Hinzu kommt, dass ich noch viel vorhabe – beispielsweise die Lücken meines letztjährigen NaNoWriMo-Romans schließen, bevor der November kommt und NaNoWriMo wieder beginnt.

Ihr seht also: Theoretisch habe ich nun mehr Zeit – aber nur theoretisch. Daher kann es gerade jetzt im Urlaub ein wenig sporadischer werden, wie ich hier schreibe. Aber vergessen ist es zumindest nicht.

Return of the Mutant Spider

Ich habe sie wieder entdeckt! Jetzt hängt sie in meinem kleinen Vorraum in der Karlsruher Wohnung über den Schuhen und hat sich dort ein kleines Netz zusammengesponnen. So richtig behagt mir das nicht, aber ich versuche mich damit zu beruhigen, dass sie mir gegen lästige Fliegeviecher hilft und in diesem Vorraum auch sowieso mich nicht wirklich stört.

Dennoch habe ich heute Morgen schon sehr vorsichtig hoch geschaut, als ich nach meinen Schuhen gegriffen habe. Solange sie da oben bleibt – fein. Solange sie nicht plötzlich so einen Eiersack vor dem Mund trägt – in Ordnung. Aber wehe …

Street War

Heute morgen bin ich guter Dinge ins Auto eingestiegen. Dazu sollte es gesagt sein, dass meine Zweitwohnung hier in einer kleinen Seitenstraße in einem Vorort liegt. Das bedeutet, dass hier wirklich wenig Verkehr ist. Mein Parkplatz ist in einem kleinen Hinterhof, in dem auch die Haustür zu finden ist – also nicht nach vorne zur Straße hinaus. Dieser kleine Hinterhof führt auf ein kleines Gässchen für mehrere Häuser und diese kleine Gasse führt auf die Seitenstraße, die dann auf die Hauptstraße führt. So weit, so gut.

Leider passiert es immer wieder, dass manche Leute sich denken: „Das kleine Gässchen? Da kommt ja sowieso keiner vorbei! Da kann ich mal parken.“ Und das machen die Herrschaften dann auch. Nahezu jeden Morgen muss ich mich zwischen einem Auto links und einem Auto rechts durchquälen und je nachdem, wie fair diese Leute geparkt haben, schwitze ich dabei mal mehr, mal weniger. Wirklich an die Anwohner denken diese Menschen aber nicht.

Was war heute morgen nun noch besonders? Zusätzlich zu dem viel zu eng geparkten Gässchen parkte ein Auto auf der Seitenstraße so, dass die Schnauze ziemlich viel Platz in der Gasse wegnahm. Das an sich wäre kein Problem direkt, denn dann muss ich nur ein wenig weiter ausholen. Aber zusätzlich parkte auch noch gegenüber in der Einfahrt ein Auto. Der Fahrer saß sogar noch drin! Dadurch wurde der benötigte Wendekreis noch enger als sowieso schon.

Mehr als einen blöden Blick vom Fahrer des Autos in der Einfahrt bekam ich jedoch nicht, als ich mit dem Lenkrad ruderte, vorsetzte, zurücksetzte und so weiter. Merken die Leute nicht, wenn sie andere Menschen einparken oder ihnen Probleme machen? Am Ende beschweren sie sich dann noch, wenn doch ein Kratzer reinkommt, nur weil sie die Gassen unverhältnismäßig verengen. Dieser Mensch hat sich nicht gerührt – kein bisschen.

Das ist ein Verhalten, das ich aber sowieso ständig auch auf Parkplätzen sehe. Ich denke, ihr kennt alle diese Autos, die eineinhalb Parkplätze beim Real einnehmen oder so dicht am Parkstreifen zum nächsten Parkplatz parken, dass man den eigentlich nicht nutzen kann, außer man will über die Beifahrerseite oder den Kofferraum ein- oder aussteigen.

Ist es so viel verlangt, einfach nochmal zurückzusetzen und neu einzuparken? Ist es so viel verlangt, einfach mal zu schauen, ob die anderen Parkplätze noch genug Platz haben? Gerade auf Supermarktparkplätzen ist das so lächerlich, wie eng da manchmal geparkt wird. Da macht sich offensichtlich der Fahrer keine Gedanken um seine Mitmenschen. Mag ja sein, dass man es mal eilig hat, aber – wie ich es schon einmal schrieb: zurücksetzen und besser einparken ist ein Vorgang, der maximal zwei Minuten in Anspruch nehmen dürfte, aber massiv Zeit und Nerven für die Mitmenschen spart.

Aber im Straßenverkehr sind alle Anderen wohl eher Gegner und keine gleichwertigen Teilnehmer für viele Leute. Schade.

Mutant Spider from Outer Space

Gestern sah ich einen schwarzen Punkt oben in der Zimmerecke über meinem Monitor. Mehr konnte ich nicht erkennen, da ich meine Brille nicht auf hatte – wie so häufig, wenn ich zu Hause bin. Doch irgendwie irritierte mich dieser Punkt. Also setzte ich die Brille auf und verzog das Gesicht, denn der schwarze Punkt hatte acht Beine. Ich seufzte, aber hatte auch keine Lust, das Biest einzufangen, zumal das bedeutet hätte, ich hätte den Tisch wegschieben und einen Stuhl holen müssen. Also ignorierte ich die Spinne.

Heute morgen wachte ich auf und sie saß nicht mehr da. Auch als ich vorhin nach Hause kam, war sie nirgends zu sehen. Jetzt quält mich natürlich die ganze Zeit die Frage: Wo ist das Spinnending? Zwar habe ich keine wirkliche Spinnenphobie, aber bin doch ein wenig schreckhaft, wenn es um diese Achtbeiner geht. Natürlich ärgere ich mich, dass ich es gestern doch nicht mehr eingefangen habe und ich bin mir absolut sicher: Es wird genau dann herauskommen und sich in mein Sichtfeld schieben, wenn ich es gar nicht gebrauchen kann.

Vielleicht sehe ich sie aber auch gar nicht mehr. Das ungewisse Gefühl ist jedoch reichlich unschön.

Unreal Laser Tournament

Meine Güte hatte ich gerade einen Spaß! Wobei? Beim Lasertag!

Das letzte Mal, als ich das gemacht habe, war vor knapp 20 Jahren beim Schüleraustausch in England. Das fand ich damals schon großartig und wollte mit meinem Austauschschüler immer wieder dahin. Jetzt nach 20 Jahren hat endlich mal in meiner Nähe so ein Laden aufgemacht.

Mir schmerzen zwar jetzt die Beine, aber ich bin sowas von glücklich und zufrieden. Ich liebe Mannschaftssport, ich liebe Teamspiele und das ist einfach so schön, sowas auch mal wieder real zu machen. Leider habe ich durch diese ganze Wochenendpendelei nicht mehr so häufig den Nerv dazu wie früher. Aber ich habe eben gemerkt, wie sehr ich das doch vermisst habe. Außerdem war es schön zu merken, dass ich doch nicht ganz so aus der Übung bin, wie ich gedacht hatte.

Was Lasertag ist? Zwei Mannschaften werden in einen dunklen Raum mit Nebelmaschinen und bunten Hindernissen gesteckt. Jeder bekommt eine Weste mit Reflektoren und einen „Phaser“. Damit schießt man auf die Reflektoren des gegnerischen Teams und bekommt dann Punkte. Wird man selbst getroffen, verliert man ein Leben und verliert Punkte.

Bei dem Lasertag, das wir eben besucht hatten, gab es keine Basis, die man angreifen konnte. Es war quasi einfach Death Match. Einfach schön, nach all den virtuellen Stunden, in denen ich sowas die letzte Zeit gespielt habe, das mal wieder so zu spielen. Hat echt einen Heidenspaß gemacht und ich muss gestehen, ich würde am liebsten gleich wieder.

Lights on!

Ich habe einen unruhigen Schlaf – das weiß ich. Häufig werde ich mitten in der Nacht wach, schrecke auf und bin dann erst einmal wach. Das ist dann kein Schlafwandeln, sondern ich bin wirklich wach.

Eine Sache finde ich jedoch komisch: In letzter Zeit scheine ich allerdings im Schlaf das Licht anzumachen. Das klingt dann schon eher nach Schlafwandeln, denn ich kann mich morgens nie daran erinnern. Sehr merkwürdig, denn ich gehe nicht davon aus, dass Spinnenläufer oder Kobolde das machen.

Wie ich das aber verhindern kann? Keine Ahnung. Ich merke es schließlich nicht, wenn mir das hier in Karlsruhe passiert. In Frankfurt ist das witzigerweise nicht so. Vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich wohl Probleme damit habe, allein im Bett zu liegen.