Parking down

Ich kann es nur bedingt verstehen, wenn Autos schief eingeparkt sind. Dieses bedingte Verständnis hört dann auf, wenn keine Parkplätze mehr frei sind und durch dieses schiefe Einparken ganze Parkplätze flöten gehen.

Sicherlich passiert es mal, dass man es eilig hat. Da bemerkt man es vielleicht mal nicht oder hat nicht die Zeit, noch einmal aus der Parklücke rauszufahren und ein wenig gerader einzuparken. Doch das kaufe ich vielen nicht ab.

Häufig war ich auch schon knapp. Vernünftig einzuparken ging aber immer – auf die zwei Minuten kam es bisher noch nie an und wenn, dann war ich selbst dran schuld. Aber ganz weitere Parkplätze zu belegen finde ich eine Unverschämtheit. All zu häufig bin ich dann kurz davor, einen Zettel zu schreiben und diesen Parkraudis eine nette Botschaft unter die Wischblätter zu legen.

Das mache ich dann doch nicht, denn das ist den Stress nicht wert – vermutlich werden es diejenigen sowieso nicht einsehen. Daher lohnte es sich einfach nicht.

Wenn ihr es also auch mal eilig habt und schief einparkt, nehmt euch die Minute oder zwei Minuten und fahrt gerade nochmal rückwärts raus. Eure Mitmenschen danken es euch und das ist auch – wenn man es genau betrachtet – auf weitere Sicht besser. Denn so müssen andere Autofahrer weniger rumfahren, um Parkplätze zu suchen.

Eine oder zwei Minuten – das ist doch wirklich nicht die Welt, oder?

Das haben wir uns verdient

Ich genieße zur Zeit meinen Urlaub. Nach den letzten Wochen Stress habe ich es mir verdient, wobei der größte Stress wohl unserem Auto geschuldet ist. Denn das wollte nicht mehr so ganz und als ich bei der Autowerkstatt dann bat, dass man dort den merkwürdig hohen Ölverlust untersucht, gab es einen Rechnungsvoranschlag, der sich gesalzen hatte.

Na gut, wir hatten sowieso überlegt, dass so langsam mal ein neues Auto fällig wäre; unser bisheriges hatte gute und lange Dienste geleistet. Also ging es an den Stress, was wir uns zulegen und wo wir es kaufen und wie wir es insgesamt machen. Letzten Endes hatten wir Glück, denn wir haben ein recht neues Auto quasi dennoch gebraucht bekommen – eine sogenannte Tageszulassung.

Da bin ich wirklich baff, denn als ich mich das erste Mal in das Auto setzte, dachte ich mir: „Scotty, bitte beamen!“ Ich habe jetzt einen verdammten Bordcomputer! Gut, ohne solche Star-Trek-Späße, aber dennoch war das nun ein gewaltiger Schritt mit dem neuen Auto.

Ein nicht ganz so gewaltiger Schritt, sondern eher mühsame Kleinstarbeit war die Sache mit dem Anmelden. Das scheint hier in Frankfurt nämlich wirklich ein Höllentrip zu sein. Meine Frau dachte sich, das ginge ohne Probleme. Doch die Zulassungsstelle wollte alles mögliche an Unterlagen, was nicht so schlimm, sondern nur nervig gewesen wäre. Sie wollten aber auch, dass das Auto persönlich vorgefahren wird – das Auto, das in Karlsruhe steht, denn dort wollten wir es kaufen.

Bedeutet, dass wir dafür extra Urlaub nehmen müssten, von Karlsruhe nach Frankfurt zur Zulassungsstelle und dann wieder runter nach Karlsruhe, um das Auto dort dann richtig zu kaufen. Unsere Verkaufsberaterin bei dem Ford-Haus meinte, das hätte sie auch noch nicht erlebt und scheinbar ist es so ziemlich überall anders. Da mussten wir also nach einigem Hin und Her einen externen Dienstleister das machen lassen, aber selbst da gab es dann Schwierigkeiten, denn die Zulassungsstelle in Frankfurt war kaum erreichbar.

Die gesamte Geschichte im Detail erspare ich euch, aber an Hand dieser kleinen Auszüge könnt ihr euch den Stress vorstellen. Daher: Den Urlaub habe ich mir jetzt verdient und alles ist nun abgehakt. Was bin ich froh!

Centipede

Es ist erstaunlich, was für Unterschiede 120km machen können. Wenn ich allein bedenke, dass ich vor meiner Zweitwohnung in Karlsruhe keine Spinnenläufer kannte. Möglicherweise habe ich schon einmal darüber geschrieben, aber um es kurz zusammenzufassen: Das sind ganz merkwürdige Viecher.

In Mainz und um Mainz ist mir sowas nie aufgefallen – ein kurioser Mix aus Spinne und Tausendfüßler. Sie sind ungescheuer schnell und erschreckend groß. Trotz der Ähnlichkeit zu Spinnen grusele ich mich aber vor ihnen nicht; zum Glück. Denn letztens raste so ein Biest über den Boden meiner Wohnung. Schnell hatte ich ein Glas zur Hand, fing es ein und trug das panische Ding dann wohlbehalten wieder raus.

Da wurde mir bewusst, dass es sowas in Mainz einfach nicht gab – oder ich es nicht mitbekommen hatte. Aber hier in Karlsruhe kennt die Dinger jeder. Gerade in Altbauten treiben die sich gerne herum und auch wenn ich keine Angst vor ihnen habe, diese Vorstellung schickt mir einen leichten Schauer über den Rücken. Schon allein die Geschwindigkeit, mit der die sich fortbewegen können ist erstaunlich und beängstigend.

Wer sich einmal ansehen will, mit welch gigantischen und grotesken Tieren ich hier zu kämpfen habe, der schaue auf Wikipedia nach. Das ist heldenhaft! Echt jetzt!

Brötchenduell

Etwas, das mich schon seit Monaten nicht loslässt und das ich doch endlich einmal sagen muss, weil ich es immer wieder sehe: Es gehört keine Mayonnaise auf ein Lachsbrot. Meerrettich? Ja. Mayonnaise? Nein, verdammt! Ihr Bäcker dieser Welt, bitte unterlasst so einen Schmarrn doch einfach. Es ist einfach falsch. Punkt.

Das ist in etwa so, als ob man Fußball mit Schlittschuhen spielt, oder im McDonald’s ein Rumpsteak bestellt. Es gibt Sachen, die gehören einfach nicht zusammen, weil es entweder schmerzt oder das Gefüge der Welt auseinander reißt – und ich übertreibe hier bestimmt nicht!

Wer hat an der Uhr gedreht?

Ein wenig muss ich grinsen, wenn ich wieder die Verwirrung sehe, ob demnächst die Zeit vorgedreht oder zurückgestellt wird. Das ist nicht gehässig gemeint, denn ich kenne das – zu gut sogar! Doch ich habe einen kleinen unfairen Vorteil, weswegen ich schon seit Jahren nicht mehr verwirrt bin: eine kleine Anekdote.

Früher war ich häufiger auf der Spielemesse in Essen. Ich weiß noch genau, wie ich mit meiner Frau damals die ersten Male dort war – das war ein Erlebnis! Überall Spiele! Ich fühlte mich wie damals als Kind im „Toys R‘ Us“ – es war nur besser und mehr und erwachsener, soweit man das bei Spielen sagen kann.

Noch einige Jahre sind wir dorthin gefahren. Meine Frau irgendwann nicht mehr, ich irgendwann alleine, um für Pegasus ein wenig zu supporten und den Kontakt zu den anderen Cthulhu-Autoren zu halten – mittlerweile fahre ich leider nicht mehr auf die Spielemesse.

Für gewöhnlich sind wir immer freitags losgefahren, abends angekommen und haben dann bei Bekannten dort übernachtet. An dem Freitag Abend sind wir manchmal noch auf die Messe – war aber eher selten. Meist war das dann doch eher Samstag morgens. Sonntags ging es dann immer noch einmal auf die Messe und dann gegen späten Nachmittag wieder nach Hause.

Und so passierte es, dass wir eines Sonntag Morgens bei der Spielemesse aufschlugen und irritiert waren: die Türen waren zu, aber es saßen doch recht viele Leute auf dem Boden vor den Türen. Was war da passiert? Wir hatten uns doch extra so geeilt, um pünktlich zu sein, denn am Tag zuvor hatte ich mir einen Termin ergattert bei Larry Elmore, der mir meinen Lieblings-Dragonlance-Charakter Tasslehoff Burrfoot zeichnen sollte – und dafür wollte ich natürlich pünktlich sein!

Jemand verriet uns, was schief gelaufen war: Wir hatten die Zeitumstellung vergessen! Wir waren also eine ganze Stunde zu früh dort – und durften eine Stunde warten bis wir reingelassen wurden. Das ist der Grund, warum ich mir mittlerweile recht gut merken kann, wann welche Zeitumstellung ist, denn diese Stunde, die wir da gewartet hatten, die hat sich durch diese Anekdote bei mir in die Erinnerung gefressen.

Die Spielemesse ist immer zu einem ähnlichen Zeitpunkt im Herbst – da war die Zeitumstellung eine Stunde zurück. Jetzt kommt die andere Zeitumstellung: also eine Stunde vor. So einfach ist das für mich – dank Anekdote.

Das Tasslehoff-Burrfoot-Bild habe ich übrigens immer noch uns ist einer meiner gehütetsten Schätze – auch einer von Elmores Lieblingscharakteren, wie er mir bei einem kleinen Schwätzchen während des Zeichnens erzählte.

Media sickness

Eine Woche hat mich diese Seuche jetzt lahm gelegt – ja, anders als „Seuche“ kann man es nicht nennen. Überall um mich herum schnieft und schnupft es weiter, so dass ich fast Angst bekomme, doch wieder krank zu werden. Ganz ausgestanden ist es auch noch nicht, aber heute habe ich mich endlich wieder deutlich besser gefühlt.

Auch wenn die letzte Woche bei mir viel im schlafenden Modus angegangen wurde, gab es doch eine Erkenntnis, die sich mir aufdrängte: Im Fernsehen zur Mittagszeit brüllen sich die Menschen nur noch an. Zugegeben, nicht nur, aber es ist doch erschreckend, wie viel Geschreie und zweifelhafte Sprache und noch viel zweifelhaftere Schauspielkunst gezeigt wird.

Sollte mich nicht verwundern? Stimmt, ich schaue ja auch schon seit längerer Zeit kaum noch Fernsehen. Aber wenn man zu sonst nicht viel fähig ist und auf dem Sofa liegt, dann ist es doch manchmal ganz angenehm, den Fernseher anzumachen – dachte ich. Doch dieses Gekeife war nicht gerade lange auszuhalten.

Gerade so gingen da noch Kochsendungen, solange sie nicht von vollkommen überdrehten Menschen moderiert wurden – und damit meine ich nicht Jamie Oliver, den ich eigentlich mag, der aber durchaus auch nerven kann. Eine erholsame Ausnahme bilden da auch Zoosendungen, denn die Stimme des Sprechers ist so schön einlullend.

Virulent

Zwei Wochen habe ich durchgehalten, aber jetzt liege ich auch krank im Bett. Aber wenn jeder um einen herum schnieft und hustet, dann erwischt es einen natürlich irgendwann. Mein Kopf ist dick, meine Glieder schwer, ich verkrümele mich mal ins Bett und kuriere den Mist aus. Daher habe ich natürlich auch erst einmal keinen Kopf für das Blog hier – mal schauen, wann es mir wieder besser geht oder ich zumindest eine kurze Statusmeldung geben kann.

Sound and fury

Das ist zur Zeit ein merkwürdiges Wetter. Ich erinnere mich noch, dass ich gestern Abend mir dachte: „Oh, ziemlich heftige Wolkenfront. Wenn das mal kein Unwetter gibt.“ Dann kam jedoch nichts.

Erst ein paar Stunden später schreckte ich zusammen, als ich zu Hause saß und es richtig kräftige donnerte. Aber es blieb bei nur einem Donner – mehr nicht. Unheimlich war das schon, auch wenn ich nicht genau sagen kann, wieso. Doch dann regnete es wenigstens.

Aber was sehe ich heute Morgen? Mein Auto war eingeschneit! Ich konnte es kaum glauben, denn wirklich kalt war es nicht. Ich musste auch nicht kratzen, aber dennoch war dieses Schnee-Eis auf dem Auto richtig hartnäckig und fest. Das muss getaut und gefroren sein – gleichzeitig … irgendwie. Dadurch ist dann diese extrem feste Masse entstanden.

Jetzt verstehe ich auch endlich, warum ich seit ein paar Tagen ständig Kopfweh habe, wenn das Wetter so merkwürdig ist. Draußen war es heute auch wieder grau in grau und nass. Ein wenig mehr Sonne und weniger Regen würde ich mir schon wünschen.

We love to entertain you

An Weihnachten haben meine Frau und ich ein halbes Jahr bei Lovefilm geschenkt bekommen. So weit, so gut, denn das wollten wir schon länger einmal ausprobieren. Seitdem ich nicht mehr in der Videothek arbeite, haben wir leider nicht mehr ganz so viele unterschiedliche Filme gesehen. Denn entweder ich kaufe mir die Filme, dann entweder welche, die ich sowieso schon kenne oder bei denen ich vermute, dass sie mir gefallen. In der Videothek habe ich häufiger mal Experimente mit nach Hause genommen und da waren ein paar schöne Überraschungen dabei. Gut, auch ein paar echt bedepperte Filme, aber das war in Ordnung. Irgendein Ausfall muss schließlich bei sowas dabei sein.

Daher haben wir schon länger überlegt, ob wir nicht wieder Mitglieder in einer Videothek werden. Bei uns in der direkten Umgebung wäre uns keine aufgefallen und dann überlegte ich mir: Wir können uns die Filme vermutlich nur am Wochenende ausleihen und anschauen und das bedeutet, das dürften dann schon zwei Kalendertage mindestens sein. Da rechnet es sich fast gar nicht, da ich sowieso DVDs ungefähr um den 10-Euro-Preis hole. Ist man zwar dann immer noch ein wenig drunter, aber wenn es ein Tag länger schon wieder, hat man den Salat.

Eine Online-Videothek war bei uns daher auch in Gedanken, aber so richtig aufraffen konnten wir uns da bisher nicht. Um so besser, dass mein Schwager uns jetzt dieses Test-Abo geschenkt hat. Und bisher ist das ganz angenehm und praktisch: Wir bekommen die DVDs nach Hause geschickt und fast im gleichen Umschlag können wir die DVDs dann wieder ohne Porto zurückschicken – man muss nur das Papier ein wenig anders falten und schon ist alles fertig.

Unser Abo zur Zeit ist, dass wir einen Film gleichzeitig haben dürfen. Das bedeutet: Wir haben eine Liste aus Filmen, die wir in drei Prioritäten einsortieren müssen. Dann wird zufällig einer der verfügbaren Filme mit der höchsten Priorität uns zugeschickt. Sobald wir diesen dann wieder zurückgeschickt haben, kommt der nächste.

Das hat den angenehmen Vorteil, dass auch ein wenig Überraschung dabei ist, denn wir wissen nie, was für ein Film als nächstes bei uns ankommt. Es passt auch ganz gut, denn wenn wir fast jedes Wochenende einen Film schauen, rechnet sich das schon sehr flott. Außerdem werden wir mehr dazu animiert, die Filme dann auch zu schauen, die bei uns ankommen.