Erinnert sich noch jemand an … die Bitmap Brothers?

Ja, normalerweise schreibe ich in dieser Kategorie über Spiele. Doch ich habe einen Nostalgie-Flash, seitdem ich auf Steam gesehen habe, dass eine HD-Version von Speedball 2 erschienen ist. Wer die glorreichen alten Zockerzeiten noch miterlebt hat, weiß sicherlich, worauf ich hinaus will. Denn es gab zu jener Zeit ein Entwickler-Team, das vom Look der Spiele und vom Design her immer sehr deutlich erkennbar war – und ich wüsste kein einziges Spiel von ihnen, das schlecht war! Die Bitmap Brothers!

Als kleiner Junge war ich bei jedem Spiel der Bitmap Brothers immer Feuer und Flamme – sei dies besagtes Speedball 2, Magic Pockets, Gods oder oder oder. Das Art-Design war immer ähnlich und deutlich erkennbar. Auch die Steuerung war immer ähnlich und im Rückblick bin ich verwundert, dass mich die manchmal klobige Steuerung nie störte. Aber ich hatte einen so unglaublichen Spaß mit all diesen Spielen! Die hatten etwas Besonderes an sich.

Es gab immer genug zu entdecken, es gab genug Dinge freizuschalten und für die damaligen Verhältnisse sah jedes Spiel verdammt gut aus. Zugegeben, Speedball 2 war was Entdeckungen betrifft nicht ganz so umfangreich. Aber dafür erinnere ich mich sehr gut an solche Spiele wie Gods und Magic Pockets, in die ich vermutlich ganze Spieltage versunken war!

Bitmap Brothers – für mich ein unvergessenes Highlight meiner Kindheit, an das ich mich sehr, sehr gerne zurückerinnere und viele schöne Erinnerungen damit verbinde.

Erinnert sich noch jemand an … R-Type?

Als Kind habe ich Sidescroller geliebt. Das war immerhin auch eines der Hauptgenres, die man früher am C64 und Amiga vorgefunden hat. Ein Klassiker in der Hinsicht war R-Type.

Hauptmerkmal des Spiels war dieser kleine Satellit, den man immer wieder an- und abkoppeln konnte. Die Grafik war für damalige Verhältnisse extrem geschmeidig und der Schwierigkeitsgrad war durchaus knackig. Gegner kamen von vorne, aber auch von hinten und oben und unten. Im Prinzip war es damit ganz im Geiste des alten Vanguards – ein Spiel, das ich auf unserem Atari 2600 auch lange, wirklich lange gespielt habe und das mir als verdammt schwieriges Spiel in Erinnerung geblieben ist.

Auch bei R-Type wurde man von überall her angegriffen, so dass man besonders guten Einsatz von den Power-Ups machen musste und auch an den richtigen Stellen sein Schiff und den kleinen Satellit entsprechend passend verbessern musste.

Unzählige Stunden habe ich in dieses Spiel versenkt! Was war ich stolz, als ich dieses Riesenraumschiff oder die anderen Bosse das erste Mal besiegt habe! Das waren noch Spiele, in denen man starb, sich die Welle an Gegnern merkte und sich dann erneut zu dieser Stelle kämpfte. Irgendwann kannte man die Bewegungen der Gegner auswendig. Ich glaube, das würde man heutzutage keinem Spieler mehr zutrauen und wenn ich ehrlich bin, wüsste ich gar nicht, ob ich das heute noch könnte.

Erinnert sich noch jemand an… Populous?

Das war für mich eines der ganz großen Spiele auf dem Amiga: Populous! Worum geht es? Man ist ein Gott und man braucht Anhänger. Doch es gibt auch andere Götter. Jedoch kann man die nicht selbst angreifen. Dafür aber ihre Anhänger und je weniger Anhänger ein Gott hat, desto weniger Macht hat er.

Das Spiel besteht also darin, seine eigenen Anhänger zu vermehren und die des Gegners zu beseitigen. Dabei stehen einem ein paar Wunder zur Verfügung. Zu allererst kann man Land manipulieren, indem man ebene Flächen oder Berge baut oder das Land ganz weg macht. Aber es gibt auch größere Wunder wie Erdbeben oder Sümpfe oder man kann einen eigenen Anhänger zu einem heiligen Ritter erheben, der dann für einen in die Schlacht zieht. Man konnte im wörtlichen Sinne die biblischen Plagen auf seinen Widersacher schicken, denn auch eine Sintflut war dabei; auch wenn ich gestehen muss, dass ich die nie eingesetzt habe, weil ich die Mechanik zu unpraktisch fand. Im zweiten Teil kamen dann sogar Feuerregen dazu und wenn ich mich richtig erinnere auch Heuschrecken oder zumindest irgendwelche Insekten.

Ein großartiges Echtzeit-Strategie-Spiel – zumindest würde ich in die RTS-Ecke schieben, auch wenn es viele Dinge noch nicht hatte, die man heute so von Starcraft 2 und Co kennt. Die Anhänger konnte man nämlich nicht direkt bewegen – sie besaßen einen fast eigenen Willen, auch wenn man sie zu einer Flagge befehlen konnte. Trotzdem machten sie größtenteils, was sie wollten mit kleinen Vorgaben. Ich habe das Spiel ewig bei meinem Bruder an seinem Amiga gespielt, als ich noch nur einen C64 hatte und später habe ich es auch sehr häufig gespielt, als ich selbst dann einen Amiga besaß.

Der zweite Teil war auch sehr spaßig, denn da gab es unterschiedliche Götter und dadurch auch unterschiedliche Wunder – alle nach den verschiedenen Elementen unterteilt. Der dritte Teil, Populous – The Beginning, war dann schon leider sehr gewöhnungsbedürftig. Man war nicht mehr ein Gott, sondern eine Schamanin mit Anhängern und das alles war in 3D. Mir hatte das auch viel Spaß gemacht, aber ich glaube vielen anderen nicht.

Es gibt jetzt übrigens für das NintendoDS ein Remake von Populous mit ein paar Elementen von Populous 2 wie beispielsweise den verschiedenen Göttern. Spielt sich auch nett, aber ist irgendwie für mich nicht so richtig Populous. Es wirkt auf mich deutlich schneller und außerdem hängt man ständig im unteren Bildschirm herum und sieht daher nicht so richtig die Landschaft auf dem oberen – es lohnt sich auch kaum. Dennoch kann man für das bisschen Geld nichts falsch machen, wenn man mal wieder diesen alten Klassiker spielen will und sowieso ein NintendoDS hat.

Erinnert sich noch jemand an… Shadow of the Beast?

Es war merkwürdig, wie ich früher Spiele spielen konnte: Shadow of the Beast war so ein Fall, bei dem ich überhaupt nicht wusste, worum es genau ging. Ich glaube, ich hatte im Spielfortschritt nie mehr als 10% oder 20%, aber trotzdem habe ich es immer wieder und wieder gespielt. Als dann der zweite Teil mit dem Trailer kam, war ich absolut begeistert! Hatte aber immer noch keinen Plan und so gerne ich Shadow of the Beast gespielt habe, verstanden habe ich es nie.

Ich bin umher gelaufen, bin in die Höhlen rein, habe Viecher umgehauen, manchmal irgendwelche Dinge aktiviert und dann bin ich irgendwann gestorben. Aber ich bin noch nicht einmal ansatzweise in die Nähe eines Endes gekommen. Warum hatte das also so viel Anziehungskraft auf mich?

Erst einmal war die Graphik damals natürlich gut. Das hat Spaß gemacht. Die Musik war ebenso typisch liebevoll und großartig zu der Zeit. All das zusammen hat einfach eine Atmosphäre erzeugt, in der ich gerne gespielt habe. Denn es fühlte sich fantastisch an. Ich weiß nicht, wie viel da meiner persönlichen Vorstellungskraft zuzuschreiben ist und ob man eigentlich gar nicht so viel Spaß an den beiden Spielen haben konnte, wenn man sie nicht verstand. Mir langte das aber, denn egal, was ich im Spiel machen sollte, ich mache immer mein eigenes Ding – und das regelmäßig.

Wobei ich mich kurioserweise an den Endboss erinnern kann – an diesen großen Zeh des Riesen. Habe ich es also doch durchspielen können, obwohl ich keinen Plan hatte und mich auch nicht mehr daran erinnern kann? Sehr spannende Erinnerungen und schade, dass ich das nicht auflösen kann.

Erinnert sich noch jemand an… Defender of the Crown?

Was weckt allein die Musik dieses Spiels an Erinnerungen? Das habe ich wirklich eine Ewigkeit gespielt, denn Ritter, Armeen und Mittelalter? Das mochte ich damals schon als Kind. Dabei war das auch ein verdammt nettes Strategiespiel mit ein paar Minispielen zwischendurch. Wirklich schwer empfand ich das alles nicht. Aber trotzdem hatte ich jedes Mal erneut Spaß beim Kampf um England.

Da gab es dann Turnier, die ich nie so gut hinbekommen habe. Man konnte holde Jungfern retten – und die dann auch heiraten. Man konnte Burgen erobern und ich glaube, das war es dann neben dem Strategieteil auch schon fast.

Wobei gerade das Retten der Frauen auch immer so ein wenig ein Glücksspiel war, denn man wusste vorher nie, wen man da rettete. Denn das war jedesmal eine andere Maid und manche davon mochte ich einfach nicht. Aber entweder man hat es nie gesagt bekommen oder ich habe damals einfach zu wenig Englisch gekonnt, um das zu erkennen.

Ursprünglich habe ich das auf dem C64 gespielt und da war es recht minimalistisch. Als ich dann auf dem Amiga meines Bruders die überarbeitete Fassung spielen durft, war ich ganz hin und weg. Die Grafik und die Überarbeitung des Spielprinzips war einfach grandios. Damit konnte ich mich ewig beschäftigen. Daher gibt es hier auch als Longplay die Amiga-Version.

Erinnert sich noch jemand an… Black Lamp?

Die „Erinnert sich noch jemand an…“-Sektion schreibt sich manchmal von allein und ich könnte Beitrag um Beitrag täglich hintereinander setzen. Wieso ich das nicht mache? Ich finde es schöner, immer mal wieder zwischendurch diese kleinen Nostalgie-Flashs zu haben und will auch nicht, dass diese Reihe sich abnutzt. Dafür gefällt es mir zu sehr, in meinen Erinnerungen über vergangene Computerspiele zu schwelgen.

Wie ich darauf jetzt komme? Als ich letztens von „Druid 2: Enlightenment“ schrieb hatte ich wieder Bilder im Kopf von einem anderen Spiel, dessen Namen ich einfach vergessen hatte. Ich kam nicht mehr darauf und steuerte von dort zu anderen Titeln – unter anderem „Cauldron“, weil ich nach „Black Cauldron“ suchte. „Cauldron“ war auch super, aber dazu in einem anderen Beitrag mehr… ihr merkt, ich könnte schon wieder mich in unzähligen Beiträgen dabei verlieren.

Welches Spiel ich aber meinte? Ich wusste nur noch, dass man einen Hofnarren spielte, es um irgendwelche bunten Lampen ging, Drachen auftauchten und ich es verdammt schwierig fand. Aber es war Fantasy und ein Hofnarr als Held! Und Drachen – natürlich Drachen! Keine Ahnung, wie ich dann doch auf den Titel kam, aber er hatte nichts mit „Cauldron“ zu tun, sondern natürlich mit den Lampen: „Black Lamp“.

Es war ein recht simpler Jump&Run-Sidescroller, bei dem man immer wieder von ganz unterschiedlichen Gegnern angegriffen wird, die ich damals alle sehr einzigartig fand. Ich glaube, es war für mich eines der ersten Spiele, bei denen unterschiedliche Gegner wirklich unterschiedliche Dinge machten und auch auf andere Weise bekämpft werden mussten. Meine Erinnerung ist wirklich nur sehr schwammig, aber man musste irgendwie an diese bunten Lampen gelangen und von jeder Farbe eine Lampe bekommen, die häufig (wenn nicht sogar immer) von Drachen beschützt wurden.

Was habe ich Stunden bei diesem Spiel verbracht und habe gegen meinen sinkenden Health-Balken gekämpft, doch das half mir häufig nichts. Entweder ich war so schlecht damals oder das Spiel so schwer. Im Nachhinein wirkt es durchaus einfach, aber damals habe ich selten mehr als ein paar Lampen überlebt – von den Drachen gar nicht zu reden. Aber wie mir scheint, hätte man die sowieso besser umgehen sollen, wenn ich mir das Longplay so ansehe. Ich habe sie immer angegriffen – und versucht zu besiegen. Ja, auch damals war ich schon ein naiver Krieger des Lichts, der sich vor keinem Kampf scheut.

Die Musik habe ich immer noch im Kopf, leider habe ich kein vernünftiges Video zur C64-Version gefunden, sondern nur die ungleich buntere Version des Amigas und Ataris. Schade eigentlich, denn irgendwie habe ich es nicht ganz so knallig bunt in Erinnerung. Daher gibt es nur das schöne Cover und die großartige Musik dazu. Wer sich das Spiel genauer ansehen will, der wird auf YouTube bei den weiterführenden Videos sicherlich fündig.

Wie so häufig bei „Erinnert sich noch jemand an…“ bin ich darüber erstaunt, was für schöne Melodien mit diesen wirklich begrenzten Möglichkeiten gezaubert wurden, die noch Jahre danach bei mir im Ohr hängen. Normalerweise kommt dann natürlich als erstes „Turrican“, aber gerade von meinen Lieblingsspielen von damals bekomme ich die Musik kaum aus dem Ohr, wie hier bei „Black Lamp“:

Ich fand es damals einfach toll, dass mal ein Anti-Held ein Held war – auch eines der ersten Spiele für mich, bei denen das so war. Ein Hofnarr! Ha!

Erinnert sich noch jemand an…. Druid 2: Enlightenment?

Ich erinnere mich noch gut an den ersten Teil von „Druid“ auf dem C64: Ich fand es als Kind zu schwer und zu gruselig.  Von überall strömten Monster auf mich zu und ich hatte nur begrenztes  Mana und bin einfach nicht hinterher gekommen. Das Spiel war im Prinzip immer ein Wettrennen gegen meine Trefferpunkte. Wobei das auch größtenteils daran lag, dass ich als Kind die ganzen Zauber nicht verstand und auch nicht wirklich haushalten konnte.

Wie ich dann aber darauf gekommen war, mir „Druid 2: Enlightenment“ zuzulegen? Keine Ahnung, aber ich erinnere mich noch, wie ich stolz wie Oskar im Auto bei meinen Eltern gesessen habe und die Packung in den Händen hielt. Außerdem fand ich das Handbuch toll – war es bestimmt nicht, aber ich mochte die Geschichte vom Anfang mit dem Untoten. Das ist alles so verschwommen in meiner Erinnerung, dass ich das leider wirklich nicht genauer erklären kann.

Der zweite Teil war auch nicht wirklich anders wie der erste. Nur die Level waren irgendwie komplexer und außerdem hatte ich endlich eine Anleitung! Damit war es mir möglich, das Spiel endlich zu verstehen und ich bin in dem Spiel versumpft.

Man steuerte einen alten Druiden, der gegen urböse Mächte kämpft, die das Land korrumpiert und verändert haben. Aber fragt mich nicht mehr, wieso und überhaupt. Das Spiel war eigentlich eine Weiterentwicklung des damals schon eher alten „Gauntlet“-Klassikers, auf dem so viele andere Spiele später aufbauten.

„Gauntlet“ habe ich immer gehasst, weil man es noch viel schwieriger in dem Wettrennen gegen seinen Health-Balken hatte. In „Druid 2“ ging das einigermaßen und zwar habe ich auch „Gauntlet“ ewig gespielt, aber bei „Druid 2“ passte einfach so viel mehr für mich zusammen.

Grundsetting also: Land verloren, man selbst ist der magische Held, der alles wieder bereinigen kann. Und ich habe es geschafft! Ich glaube, „Druid 2“ war eines der ersten Spiele, die ich ohne Trainer damals geschafft habe – und auch ohne Komplettlösung.

Ich kämpfte mich also durch die verschiedenen Level, befriedete die verschiedenen Element-Ebenen und zerstörte diese komischen… Dämonenschädeldinger, die das Urböse darstellten. Ganz allein… ich! Daran könnt ihr sehen, wie sehr ich mich in dieses Spiel verbissen hatte.

Ich glaube sogar, dass dieses Spiel ein wenig aufgepeppt auch heute noch gut funktionieren würde und an sich unterscheidet es sich jetzt auch nicht ganz so sehr von modernen Hack&Slay-Adventures wie „Castlevania: Lords of Shadow“. Vielleicht hat sich da auch damals einfach schon meine Vorliebe für dieses Genre gezeigt.

Zuerst spielte ich es auf dem C64, aber dann gab es auch noch eine Amiga-Version, an die ich mich noch gut erinnern konnte. Was für ein Unterschied das doch in der Grafik war! Es spielte sich auch vollkommen anders. Was für ein tolles Spiel!

Ich erinnere mich noch als ob es gestern wäre an das Intro: Man sah das Bild des Druiden, der gerade irgendeinen Strahl ins Bild feuert, eine Hand hoch erhoben und dann ertönte eine Computerstimme: „Enlightenment!“ – und die Retromusik ging los. Ich liebte diese Musik…

Merkwürdigerweise habe ich diesen Anfang bei YouTube nicht mehr gefunden, sondern nur diesen hier und da fehlt die Computerstimme aus meinen Kindheitserinnerungen – unglaublich!

Erinnert sich noch jemand an… Elite?

Die Mutter der Weltraumflugsimulationen – zumindest für mich. Keine Ahnung, ob es da schon vorher etwas Vergleichbares gab, aber Elite war für mich immer der Vorläufer von so Sachen wie „X-Wing“, „Wing Commander“ und „Privateer“.

Handlung gab es damals irgendwie wohl auch, aber ich habe es nie so gespielt. Für mich war „Elite“ spielen immer zwischen den Planeten hin und her pendeln, Sachen kaufen und verkaufen und zwischendurch angreifende Raumschiffe abschießen – und natürlich mein Raumschiff aufrüsten.

Es gab dann noch Spezialmissionen wie beispielsweise die „Tribbles“-Mission, bei der man einen Haufen merkwürdiger Tiere an Bord nehmen konnte, die sich im Laderaum ungeheuer schnell vermehrten. Wenn man dann nicht rechtzeitig nahe an eine Sonne flog, wurde das Raumschiff übervölkert und… was passierte dann eigentlich? Ich weiß es nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass wenn man alles richtig machte, man dann jede Menge Felle zum Verkaufen hatte.

Wenn es einem zu viel wurde oder man Action wollte, ballerte man einfach auf eine befreundete Raumstation und konnte sich dann in den Raumkampf mit den übermächtigen Streitkräften der Station begeben. Habe ich zwar sehr selten gemacht, aber ein paar solcher Selbstmordaktionen waren dabei – und danach war man dann steckbrieflich gesucht.

Legendär war auch der Docking-Computer, mit dem man die sauschwere (zumindest für mich damals) Landung auf der Raumstation automatisch erledigen konnte. Legendär deshalb, weil währenddessen ein wunderbarer Walzer erklang, während das Raumschiff sich von selbst bewegte und somit ein kleines Ballett aus Formen und Farben entstand – na gut, Farben damals noch nicht, aber dann zumindest später in der Amiga-Version, die ich auch ungeheuer gerne gespielt habe.

Elite ist für mich einer der absoluten Spiele-Klassiker, auch wenn ich wette, dass es heute nur noch als stupide abgestempelt werden würde. Denn die Reisen zu den Planeten konnte manchmal schon recht lange dauern. Ich erinnere mich noch gut, dass ich richtige „Elite“-Nächte gemacht habe, in denen ich mir in den Ferien eine Bettdecke nahm, mich damit vor den Computer hockte und die komplette Nacht durchzockte. Was waren das noch für Zeiten!

Erinnert sich noch jemand an… It came from the desert?

Im letzten „Erinnert sich noch jemand…?“-Beitrag hat Aies mich an ein anderes meiner Lieblingsspiele früher erinnert: „It came from the desert“! Danke dafür, denn das hatte ich schon fast wieder vergessen, aber ich habe es ewig gespielt. Wieso?

Erinnert sich noch jemand an… Turrican 2?

Es gibt eine tolle neue Kategorie! Die gute Dodger hat mich auf die Idee gebracht, immer einmal wieder ein paar uralte Sachen rauszukramen. Zwar hatte ich überlegt, es in die ein wenig vernachlässigte „Shadows of the Past“-Kategorie zu packen, aber mir gefiel das „Erinnert sich noch jemand an…?“ zu gut, dass ich ihm eine eigene geben wollte.

Aber zu „Shadows of the Past“ werde ich demnächst bestimmt auch wieder was dazu schreiben. Aus so vielen Jahren Zocken und Rollenspielen kommt da immerhin einiges zusammen und wäre doch schade, wenn so viele Sachen verloren gehen, die sich so wunderschön als Anekdoten machen, oder? Ich werde euch ein wenig in Erinnerungen nostalgisch vorschwärmen und ihr dürft gerne mitmachen – ich würde mich freuen.

Heute bin ich nämlich mehr durch Zufall über einen alten Klassiker gestolpert: Turrican 2!

Die Musik war legendär und wird heute sogar immer noch gehört. Das Spiel hatte damals eine ungeheuer tolle Graphik, wobei ich finde, dass man sogar heute noch sehen kann, dass die für damalige Verhältnisse schweinegut gewesen sein muss. Aber nicht nur die Graphik und die Musik war toll – auch die Spielmechaniken.

Es war einfach auch so ungeheuer erfrischend mit seinem Strahler über den Kopf zu schießen – nicht immer nur nach vorne! Und wenn sich die Figur in einen stachligen kleinen Ball verwandelte, dann hat das auch nie gestört, egal wie unrealistisch das gewesen sein mochte. Es machte einfach Laune!

Ich möchte nicht wissen, wie viel Stunden ich bei diesem tollen Spiel verbracht habe, so dass mir die Musik immer noch als Ohrwurm nachhängt, sobald ich sie auch nur ein paar kurze Momente höre. Eine Legende unter den Jump&Runs!