Music in the flames of war

Endlich habe ich sie! Wen? Die Musik zu Valkyria Chronicles. Dass mich dieses Spiel extrem umgehauen hat, habe ich genug hier im Blog geschrieben und schon lange habe ich nach der Musik gesucht. Da habe ich mir auch mal auf Amazon was bestellt, aber leider war das „nur“ die Musik des Animes, die zwar auch gut war, wenn auch nicht das, was ich suchte.

Der Marc hat sich daran erinnert und mich auf das Humble Bundle hingewiesen. Einfach großartig und danke dafür! Ich liebe das Spiel und da ich wirklich epische und tragische Erinnerungen an das Spiel habe und gerade gefühlsmäßig viel damit verbinde, bekomme ich bei der Musik echt eine Gänsehaut.

Was ist Valkyria Chronicles? Meiner Ansicht nach eines der besten Strategie-Spiele für die PS3 – rundenbasiert, steampunkig, romantisch, episch, tragisch und mit einer fesselnden Geschichte. Der Trailer fasst es gut zusammen. Das ist und bleibt immer noch mein persönlicher Geheimtipp für die PS3.

Den Trailer kann ich mir stundenlang ansehen…

Any truth will be unable to grant you solid proof

Einer der wirklich herausragenden Aspekte von „Melancholy of Haruhi Suzumiya“ ist die absolute Unzuverlässigkeit der Erzählung. Wir haben einmal den männlichen Protagonisten und Erzähler des Animes: Kyon. Absolut zynisch kommentiert er immer wieder das Geschehen des Animes und es wird aus seiner Sicht erzählt.

Aber ob das alles stimmt? Dafür ist Kyon als Erzähler zu unzuverlässig, zu emotional, zu sehr verstrickt in das alles. Er findet keine Richtung, ob er wirklich wieder zu dem Jungen werden will, der an den Weihnachtsmann glaubt, an Aliens, an Zeitreisende. Irgendwie merkt er, dass die Welt so für ihn nicht funktioniert und karg ist und dennoch hält er sich daran fest, wird aber gleichzeitig von der Euphorie von Haruhi mitgezogen, obwohl er das nie zugeben würde.

Außerdem steckt er in einem Zwiespalt, da er zwar sein Herz an Mikuru verschenkt hat, aber dennoch immer wieder deutlich wird, dass ihm doch etwas an Haruhi liegt. Er behauptet ständig Dinge, die seine Handlungen ad absurdum führen, er sagt etwas, nur um dann danach doch etwas Anderes zu machen. Nicht immer. Manchmal macht er es und das überrascht dann Haruhi – beeindruckt sie vermutlich, auch wenn sie das wiederum nicht zugeben würde. Kyon ist also ein absolut unzuverlässiger Erzähler.

Doch die Unzuverlässigkeit geht weiter gleich einer „Inception“. Denn nicht nur Kyon ist unzuverlässig. Alle seine Informationsquellen sind unzuverlässig. Das sieht man sehr schön in der 2. Staffel in Episode 14, wenn er sich nacheinander mit Itsuki, Mikuru und Yuki unterhält und alle drei ihm unterschiedliche Erklärungen und Entstehungsgeschichten der Welt präsentieren.

Yuki sagt es in diesem Moment ganz richtig: „Any truth I may tell you will be unable to grand you solid proof.“ Das Gespräch findet ihr diesem Spoiler (Achtung!). Ein klassisches Yuki-Gespräch. Sonst sagt die Außerirdische nur kurze Sätze oder nur ein Wort, wenn sie aber mal anfängt zu reden, dann sitzt man häufig mit drei Fragezeichen über dem Kopf; und dennoch ist das so tief und philosophisch…

Es gibt für Kyon keine Möglichkeit, die Wahrheit herauszufinden. Wer von ihnen hat recht? Alle drei widersprechen sich. Oder hat vielleicht keiner von ihnen recht?

Das ist, was „Melancholy of Haruhi Suzumiya“ so hervorragend macht, denn der Anime explodiert in eine Pluralität an Interpretationen, bei denen keine richtig oder falsch ist – sie sind einfach da. Das ist stark, das ist postmodern. Ich hoffe, dass da nie eine Auflösung geschehen wird, auch wenn mir klar ist, dass viele Zuschauer damit nicht umgehen können. Das habe ich leider bei „Lost“ gesehen.

Hoffentlich bleibt „Melancholy of Haruhi Suzumiya“ dieser postmoderne und intelligente Anime, wie er es im Moment ist.

Everything in order

Was macht es problematisch für einen Neueinsteiger, überhaupt den Zugang zur Serie „The Melancholy of Haruhi Suzumiya“ zu finden? Die erste Staffel fängt mit keiner richtigen Folge an.

Auch wenn ich gerade diesen Anfang liebe, so würde ich dennoch allen raten, mit der ersten „richtigen“ Folge anzufangen und nicht mit „00 – The Adventures of Mikuru Asahina“. Das ist nämlich der fiktive Film, den die Charaktere innerhalb der Serie aufnehmen. Mir hat das verdammt gut gefallen, aber ich glaube, es trifft nicht jeden Geschmack, ausgerechnet so anzufangen.

Selbst wenn man aber mit der ersten richtigen Folge anfängt, so besteht das Problem, dass ursprünglich die Folgen achronologisch gesendet wurden. Ursprünglich war die Reihenfolge:

C’mon! Let’s dance! C’mon! Let’s dance, baby!

Tapfer kämpfte ich mich gestern durch die „Endless Eight“ der 2. Staffel der phänomenalen „Melancholy of Haruhi Suzumiya“. Dadurch, dass ich auch wieder ein wenig im Haruhi-Fieber bin, habe ich beim Stöbern in YouTube etwas Faszinierendes gefunden: Orchester-Versionen der Lieder aus dem Anime!

Das ist, wofür ich die japanische Herangehensweise  so liebe und ich es auch schön finde, wie manches davon auch langsam im Westen durchsickert und auch dort langsam Computerspiele-Soundtracks und auch Anime-Soundtracks immer qualitativer werden. Denn das sind so gute Stücke dabei und dass etwas so „Pop-Kulturelles“ von großen Orchestern gespielt wird, habe ich so erst im japanischen Raum vor einigen Jahren gesehen – natürlich mit den diversen Orchester-Versionen von Final-Fantasy-Stücken.

Und jetzt? Wer „Melancholy of Haruhi Suzumiya“ kennt, weiß vielleicht, dass nicht nur die Reihenfolge der 1. Staffel achronologisch ist – und genau das auch einen großen Reiz der 1. Staffel ausmacht. Aber außerdem ist die 1. Folge eigentlich keine richtige Folge, denn sie stellt etwas dar, was im Verlauf der Serie entstanden ist innerhalb der fiktiven Welt: Die 1. Folge von „The Adventures of Mikuru Asahina“ – ein Anime, den Haruhi zusammen mit den anderen Charakteren während eines Schul-Festivals aufzeichnet.

She’s just oblivious

Damit ich endlich den Anime „Zero no Tsukaima“ weiterschauen kann, habe ich mich jetzt wieder an die 2. Staffel von „Melancholy of Haruhi Suzumiya“ gesetzt und auch an die „Endless Eight“. Das ist schon hart – selbst für mich als wirklich großem Haruhi-Fan. Denn an sich würde ich die eigentlich gerne überspringen oder langsam zum Punkt kommen.

Es sind scheinbar wirklich acht Folgen, in denen im Prinzip die gleiche Folge wieder und wieder wiederholt wird – denn die Charaktere stecken in einer Zeitschleife von Haruhi verursacht. Die Folgen selbst sind jedes Mal neu gezeichnet und neu gesprochen. Jede Folge hat eigene Eigenheiten und Details, die Kleidungen unterscheiden sich und so weiter.

Es kommt auch heraus, dass tatsächlich jede Wiederholung nicht absolut identisch ist. Das finden die Charaktere sogar heraus – ehe wieder alles von vorne mit der nächsten Folge beginnt und auch die Erinnerungen verschwinden. Ich muss gestehen: das hat was. Irgendwo fesselt mich das. Aber irgendwo ist das auch anödent. Andererseits finde ich es auch mutig und inspirierend.

Besonders die Stelle, an der Yuki in jeder Folge sagt, das wie vielte Mal sie jetzt diese Sommerferien „neu“ erleben und wie häufig dies und das passiert ist, ist faszinierend, denn sie Zahl schnellt von Folge zu Folge hoch. Während es anfangs zehnstellig war, wurde es dreistellig und bei der Folge, die ich gestern gesehen habe, waren sie bei der 15000. Wiederholung.

Das ist krass und als ich ein wenig im Internet googlete, gab es grundsätzlich negative Meinungen über diese „Endless Eight“. Nur einer hat eine Interpretation versucht, die ich aber noch nicht bestätigen kann, da ich dazu erst alle sehen muss und wie es am Ende aufgelöst wird. Doch scheinbar hat es wirklich damit zu tun, wie sich Yuki am Ende fühlt – und was sie dann macht. Dieses Gefühl wird definitiv auch für den Zuschauer transportiert, denn Yuki ist der einzige Charakter der SOS-Brigade, der stoisch sich an alle dieser Wiederholungen erinnern kann; wie der Zuschauer.

Auch in diesem Aspekt ist „Haruhi“ einmal wieder richtig postmodern. Aber ist das dann trotzdem gut? Ich finde es spannend und inspirierend, aber ich denke, „Unterhaltung“ ist etwas Andereres, oder nicht? Denn der normale Zuschauer findet eben keinen Spaß daran, das immer wieder und wieder zu sehen. Wenn man bedenkt, dass normalerweise eine Woche zwischen so einer Folge liegt, dann hat man also acht Wochen immer die gleiche Folge – man durchlebt sozusagen den ewigen Sommer gemeinsam mit den Charakteren. Das ist zu viel, denke ich. Auch für die Synchronsprecher war das wohl eine Tortur.

Es ist wirklich ein ungeheurer Zwiespalt, in dem ich stecke und ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich einfach unglaublich großer Fan dieser Serie bin, oder ob das wirklich etwas Faszinierendes auf genau diese Art hat. Leider dürften allerdings die „Endless Eight“ einen sehr schlechten Einfluss auf den Ruf von „Melancholy of Haruhi Suzumiya“ gehabt haben, wenn ich mich so umschaue. Ich kann nur hoffen, dass die Serie weiter fortgesetzt wird, denn ungeachtet der „Endless Eight“ liebe ich die Charaktere, die Prämissen, den Hintergrund und alles drum und dran. Wäre echt schade darum.

Wer einen kleinen Einblick in die Serie bekommen will und sich anschauen will, wovon ich da überhaupt so unglaublich großer Fan bin, dem kann ich einmal die erste „richtige“ Folge verlinken. Das „richtig“ muss ich leider in Anführungszeichen setzen, denn es gab da bei der Erstausstrahlung Kuddelmuddel in der Folgenreihenfolge. Das ist an sich total super, denn es passt in das Setting.

Worum geht es bei der Serie also überhaupt? Alles dreht sich um die Schülerin Haruhi Suzumiya, die gottähnliche Kräfte hat, von denen sie nichts weiß und nichts erfahren darf: denn sie kann die Realität nach ihren Wünschen verändern. Das Problem ist: Haruhi ist hyperaktiv, schnell gelangweilt und exzentrisch.

Sie würde lieber in einer Welt voller Außerirdischen, Roboter und Psioniker leben. Doch sie denkt, sie lebt in einer ganz normalen Welt. Da sie sich dies aber wünscht, versammeln sich genau solche Charaktere um sie herum – doch das darf sie nie herausfinden. Denn wenn Haruhi herausfindet, dass sie die Welt verändern kann… Gott gnade der Welt!

Die Serie wird erzählt aus der Sicht des Schülers Kyon, der neben Haruhi in der Klasse sitzt und der einzig normale Mensch in Haruhis direktem Umfeld zu sein scheint. Wieso ausgerechnet er? Und wieso hat Haruhi an ihm einen solchen Narren gefressen, wenn sie doch eigentlich mehr in Außerirdische, Roboter und Zeitreisende interessiert ist? Denn an sich könnte sie doch die Welt dann so machen, dass Kyon auch solch außergewöhnliche Fähigkeiten hat. Doch hat er nicht. Er ist einfach nur ein zynischer Realist, der auch entsprechend mit wachsender Entnervtheit Haruhis Eskapaden beiwohnt.

Ihr versteht also, was ich meine? Die Serie ist abgefahren… und philosophisch. Meiner Ansicht nach eine der anspruchsvollsten Anime-Serien, die ich bisher gesehen habe.

Hier dann auch einmal das Video der 1. Folge der 1. Staffel mit englischer Sprachausgabe (auch wenn ich das japanische Original mit deutschen oder englischen Untertiteln empfehle):

Die erste Staffel gehört immer noch für mich zu den besten Sachen, die es im Anime-Bereich gibt. Eine Serie, die mich so stark inspiriert und bewegt hat, wie selten etwas.

Familiar spirits

Heute habe ich meine „Zero no Tsukaima“-DVDs von der Post geholt. Natürlich konnte ich es nicht lassen und habe in die erste Folge reinschauen wollen – es wurden dann doch vier.

Leider ist die Untertitel-Qualität sprachlich gesehen sehr schlecht. Das hat mich in den ersten zwei Folgen rausgehauen, aber scheinbar hat bei den späteren Folgen jemand anders die Untertitel gesetzt. Dort war es zwar nicht gut, aber immerhin besser.

Die Serie selbst ist genau nach meinem Geschmack, denn der Hauptcharakter, Louise, ist genau so, wie ich sie erhofft hatte: schusselig, cholerisch, aber mit einem guten Herz. Alles riecht nach schönem Charakterdrama und ich freue mich sehr darauf.

Eigentlich ist es blöd, dass ich schon angefangen habe zu schauen. Denn an sich habe ich noch die zweite Staffel von „Melancholy of Haruhi Suzumiya“ hier liegen, die ich vorher zu Ende schauen will. Doch jetzt habe ich natürlich ein wenig Angst, den Anschluss an „Zero no Tsukaima“ zu verlieren. Doch dann muss ich eben noch einmal von vorne schauen. Da die ersten Folgen in Windeseile verflogen sind und sehr unterhaltsam waren, sollte es auch ein zweites Mal kein Problem sein.

For the very first time

Wie soll ich jemals all die Serien schauen, die ich gerne sehen würde? Ist schließlich nicht so, als ob ich es mir einfacher mache, denn jetzt habe ich mir schon wieder eine neue Anime-Serie zugelegt, die ich schon länger auf dem Radar habe: Zero no Tsukaima. Doch ich konnte einfach nicht anders!

Tollpatschige Tsundere-Zauberin, die auch noch von Rie Kugimiya (Taiga aus „Toradora!“) gesprochen wird? Dazu noch scheinbar viele Charakterverwicklungen und Drama… jetzt habe ich auf Ebay endlich eine Komplettausgabe gefunden und mir die dann auch zugelegt. Doch wann ich das sehen soll? Ich habe keine Ahnung.

Mit der neuen Haruhi-Staffel bin ich noch nicht einmal durch, dann habe ich noch „Fruits Basket“ hier rumliegen und noch ein paar. Dabei sind das nur die Animes! Von den ganzen anderen Serien will ich gar nicht reden. Aber ich habe doch zu viel Angst, nicht mehr an all diese Serien zu kommen, die mich so interessieren und wenn ich die Zeit dazu hätte, die nicht mehr zu kaufen sind, sondern nur auf ganz dubiose Umwege. Daher horte ich lieber jetzt.

Aber wisst ihr was? ich freue mich riesig drauf. Denn bisher hat mich nahezu jeder dieser Impulskäufe, bei denen ich so ungeheuer wenig von der Serie vorher wusste, so beeindruckt und inspiriert. Ich bin mir sicher, das wird mir mit „Zero no Tsukaima“ genauso gehen. Schon allein, dass es wieder ein Charakter gesprochen von Rie Kugimiya ist, der Königin aller tsundere… das wird so großartig!

Außerdem sieht der Charakter zwar durchaus klassisch-tsundere aus, aber wenn ich mir manche Bilder so ansehe, könnte das auch für mich spannende neue Seiten an diesem Charaktertyp öffnen.

Das wird so großartig und je häufiger ich das Opening sehe, desto mehr freue ich mich darauf. Ich mag die Dynamik, ich mag die Schnitte und der Stimmungswechsel von Louise ab 1.15 – unbezahlbar! Ganz davon ab, dass ich das Lied richtig toll finde.

Kann… es… nicht… erwarten!

I heave a sigh to myself

Gerade wurde ich leicht melancholisch. Wieso? Weil ich mir erneut das zweite Ending eines Animes mir angesehen habe, der mich letztes Jahr so stark beeindruckt hat und den ich wohl auf lange Zeit nicht mehr los werde: „Toradora!“

Da werdet ihr also vermutlich damit leben müssen, dass hin und wieder so ein leicht seufzender Blog-Beitrag dazu entsteht, denn immer wieder, wenn ich an diesen Anime denke, dann spüre ich so ein innerliches Seufzen, wenn ich an manche Szene denke, dann schlucke ich. Das hat mich einfach so mitgerissen und berührt damals, dass ich den ungeheuer gerne erneut ansehen würde – aber es gibt dort draußen noch so viele andere Animes und Filme und Serien, die ich gerne sehen will, dass mir das wohl kaum möglich sein wird.

Warum hat „Toradora!“ mich so bewegt? Er gehört ganz eindeutig zur „Romantic Dramedy“ – wenn ich diesen Ausdruck einmal so benutzen darf. Aber er umschreibt es sehr gut, denn es sind alle drei wichtigen Elemente drin: Romantik, Drama und Kömodie. Auch wenn der Anime sich ganz eindeutig mehr auf die ersten beiden Aspekte versteift. Die komödiantischen Einlagen dienen eher dazu, die Dramatik zu unterstreichen – und diese Dramatik wird irgendwann wirklich herzzerreißend. Wer bei den Weihnachtsfolgen am Ende nicht fast zu Tränen gerührt ist, der hat kein Herz. Das ist so… episch und tragisch. Ich liebe diesen Anime dafür.

Vermutlich brauchen viele ein wenig Eingewöhnung, denn „Toradora!“ ist sehr japanisch. Es ist außerdem eine sehr stille und ruhige Serie. Es dreht sich hauptsächlich um extrem tiefe Charaktere, die ein sehr kompliziertes Beziehungsgeflecht haben und wie dieses Geflecht „aufgelöst“ wird, hat meinen höchsten Respekt erfahren – denn es löst sich nicht komplett auf. Es lässt einige Dinge offen, aber… so schön!

Das ist einfach ein Anime zum schön seufzen und immer wieder daran zurückdenken, wie herausragend die Charaktere und die gesamte Geschichte ist. Ich denke immer wieder gerne daran oder schaue mir auf YouTube ein paar Schlüsselszenen an. Klar, gerade die erwähnten Weihnachtsszenen, aber auch ganz besonders die Szene am Valentinstag mit Taiga und der Schokolade – ich habe so verzweifelt auf der Couch gesessen, ein Kissen umklammert, dass mich meine Frau ganz verwirrt angeschaut hat, als sie ins Wohnzimmer um die Ecke kam. Ich  muss wirklich wie ein Häufchen Elend auf der Couch gesessen haben. So schön!

Aber gut, ich glaube, es ist rüberkommen, wie sehr ich für diesen Anime schwärme. Was diese Schwärmerei wieder ausgelöst hat? Das schöne zweite Ending, zu dem ich jetzt auch endlich eine englische Übersetzung im Video gefunden habe. Oder um es mit einem Kommentar auf YouTube zu sagen, der es überraschend gut trifft: „When you make a song about oranges and create something like this, there is only 2 words that could explain this.. Epic win!“

Endless Summer

Ich war ziemlich platt „gestern“ Abend und daher habe ich bis eben (2 Uhr, Samstag) mich dann doch noch einmal nach dem SW:TOR spielen ins Wohnzimmer verzogen. Was wollte ich machen? Ich wusste es nicht genau, denn zum PS3-Spielen war ich dann doch zu kaputt. Warum also nicht einfach mal wieder was ganz gemütlich schauen?

Also traute ich es mich: Ich fing die zweite Staffel „The Melancholy of Haruhi Suzumiya“ an. Ich schreibe deswegen „trauen“, weil ich ein wenig Angst hatte. Wer schon länger hier mitliest, erinnert sich vielleicht noch dran, wie begeistert ich von der ersten Staffel war. Das war ein postmodernes Meisterwerk an Anime. Ein sehr abgefahrenes Ding mit tollen Charakteren, tollen Plots, tollen Einfällen und ganz viel Gehirnknoten. Besonders mit den „falsch gesendeten“ Episoden war das einfach nur grandios.

Bei der zweiten Staffel war ich vorsichtig. Konnte das überhaupt noch so gut sein? Zumal ich aus Versehen vorher mich bereits über die „Endless Eight“ informiert hatte, als ich im Netz unterwegs war. Das ist eine Reihe von Folgen in der zweiten Staffel, in der die gleiche Folge immer wieder wiederholt wird. Das klang nicht gut, das klang fürchterlich und langweilig. An einer Stelle fand ich sogar eine Aussage der Synchronsprecherin von Haruhi (Aya Hirano), dass es wohl eine Tortur für die Sprecher gewesen sein muss, denn sie mussten teilweise den gleichen Text immer wieder sprechen.

Ich war mir nicht sicher, ob mir das gefallen oder mich langweilen würde. Das meinte ich mit „trauen“. Jetzt bin ich ins kalte Wasser gesprungen und mitten in den „Endless Eight“ drin. Was ich davon halte? Ich bin unschlüssig. Der Prolog war toll und gehörte noch nicht zu den „Endless Eight“ – die fangen danach an. Die erste Folge wirkte unglaublich banal, war aber nur der Auftakt dazu.

Die zweite Folge…

Spoiler-Cut!

Akte Fringe

Es ist jetzt schon eine Weile her, dass meine Frau und ich die dritte Staffel von „Fringe“ weitergesehen haben. Irgendwann im Dezember hatten wir eine kleine Pause gemacht, weil es doch alles sehr stressig um uns herum war und wir daher was leichtes und kurzes sehen wollten.

Daher wurde es fast immer „How I met your mother“, auch wenn es dabei sogar 3-5 Folgen waren und die auch manchmal nicht weniger dramatisch sein konnten. Trotzdem war es angenehmer portionierbar und „Fringe“ war gerade dabei, in das große Charakterdrama einzusteigen.

Eigentlich wollte ich schon weitersehen, denn genau das ist, was ich an so Serien liebe – was mich aber auch immer wieder fertig macht. Trotzdem war um Weihnachten herum einfach eine schlechte Zeit für „Fringe“. Daher machten wir Pause – bis dieses Wochenende.

Zunächst war ich noch ein wenig zögerlich, ob wir wirklich weitersehen sollten, denn das Charakterdrama hat an einer unangenehmen Stelle aufgehört, aber eigentlich wollte ich auch eine Auflösung sehen – in irgendeine Richtung. Also Augen zu und durch und ich bin froh.

Denn die drei Folgen, die wir jetzt am Wochenende gesehen haben, haben mich wieder begeistert. Gerade die Folge mit dem Gedankenleser war so großartig! Einfach raffiniert, den Folgen-Plot lediglich als Hintergrund zu nehmen, um weiter das Charakterdrama anzukurbeln.

Ich hatte also wieder ungeheuer viel Spaß – lediglich bei der letzten Folge jetzt, die wieder im anderen Universum spielt, hatte ich zwar größtenteils auch Spaß, aber ich muss gestehen, dass einer der Plot-Twists (keine Sorge, ich verrate nichts) mir doch ein wenig schwer im Magen gelegen hat und ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich nur ist, weil er das bevorstehende Drama verschärft.

Vielleicht ist es das. Aber so dicht nach der Folge kann ich das schwer sagen. Ein Bauchgefühl sagt  mir, dass mir das unabhängig davon nicht so ganz gefällt. Das wäre aber das erste Mal überhaupt bei „Fringe“, dass ich so etwas habe.

Von daher: Selbst wenn ich herausfinden sollte, dass das nicht nur ein ungutes Gefühl ist, weil das so viele Sachen verkompliziert, glaube ich, dass ich dennoch weiterhin gut Spaß an der Serie und den Entwicklungen haben kann. Denn dafür stimmt das Drumherum einfach auch viel zu sehr, denn tolle Charaktere bleiben tolle Charaktere – und das haben sie wirklich hervorragend geschafft, dass auch die Charaktere aus der alternativen Welt einem irgendwie ans Herz wachsen; selbst Walternate.