Attention Disorder

Der Dominik hat sich eine Erklärung dazu gewünscht, warum ich mir bei FFXIII-2 und auch generell häufig bei anderen Spielen mehr Linerarität wünschen würde, wo doch viele eher offene Spiele mögen. Hier ist der Versuch dazu:

Grundsätzlich sollte vielleicht gesagt werden, dass ich offene Spiele an sich auch mag. Ich konnte mich früher stundenlang in Ultima-Teilen verlieren, ich habe Wizardry geliebt und all diese gewaltigen Spiele, die man selten zu Ende gespielt hat. Da liegt aber auch der Knackpunkt für mich – oder besser gesagt die Knackpunkte.

Früher: Ich habe einfach nicht mehr die Zeit, mich endlos in diesen Spielen zu verlieren.

Ende: Es ist für mich mittlerweile ungeheuer unbefriedigend, ein Spiel nicht zu Ende zu spielen.

Im Prinzip gehen diese beiden Punkte Hand in Hand, warum ich eine gewisse Linearität schätze, denn das bedeutet, dass es nicht unzählige Sachen gibt, die ich noch zu entdecken habe in einem Spiel. Für mich ist ein Computer/Videospiel mittlerweile eher wie ein gutes Buch, das ich auch irgendwann zu Ende gelesen haben will. Ich kann zwar auch lange in einem „Assassin’s Creed“ in der Gegend umherlaufen und erkunden, aber an sich gibt es meistens einen Punkt, ab dem ich selbst mit solchen großartigen Spielen wie AC fertig werden will. Wobei AC natürlich kein wirkliches Spiel mit unterschiedlichen Wegen ist, aber ich will es mal an dieser Art Spiele erklären ehe ich dann zu „Mass Effect“ wechsele.

Je langweiliger das Spielprinzip grundsätzlich ist, desto schneller tritt dieser Punkt ein. Bei „Infamous“ war der Punkt deutlich früher erreicht, bei „Assassin’s Creed: Brotherhood“ oder „Atelier Totori“ deutlich später. Aber er kommt irgendwann. Ab dem Punkt pushe ich dann doch die Hauptstory, weil ich wissen will, wie es ausgeht. Wenn dann zu viel auf dem Seitenweg übrig bleibt, dann entsteht bei mir ein unzufriedenes Gefühl, denn ich bin niemand, der Sachen unbedingt mehrfach liest oder schaut oder spielt. Das bedeutet: Wenn ich ein Spiel durch habe, dann ist es höchst unwahrscheinlich, dass ich es noch einmal spiele – ähnlich ein gelesenes Buch oder eine geschaute Serie. Einzige Ausnahme bilden hier Filme, die ich mir tatsächlich häufiger ansehen kann.

Jetzt mag eingeworfen werden, dass all diese Spiele da oben aber keine wirklich freien Spiele sind. Das stimmt zu einem gewissen Teil, aber ich wollte ganz aktuelle Beispiele bringen, die ich spiele. Dass ich aus genau diesem Grund keine richtigen Sandbox-Spiele zocke, sollte aus den genannten Gründen klar sein.

Das von da oben kann man auch auf solche Titel wie „Mass Effect“ erweitern, das ich zwar angespielt habe, aber mich bisher nicht gerissen hat. Wieso? Aus ähnlichen Problemen: Ich habe beim Spielen das Gefühl, ich verpasse etwas – dass ich weil ich mich für eine Dialog-Option entschieden habe, einen Teil des Spiels nicht mitbekomme, außer ich würde es noch einmal spielen. Das werde ich also nicht. Demnach ist es für mich verloren. Da gibt es also im Falle von ME beispielsweise vertonte und tolle Dialoge und andersartige Szenen, die ich so nie sehen werde, weil ich mich anders entschieden habe. Mich wurmt das. Ich will das sehen. Ich könnte jedes Mal natürlich speichern und dann zurück und dann mir das ansehen. Gerade bei ME hat sowas ja aber auch Langzeiteffekte, die diese Möglichkeit stark aushebeln.

Ohne Frage bieten diese Spiele einen Wiederspielwert – sonst würde es mich an dem Punkt nicht fuchsen. Dadurch hat man auch in gewissem Maß mehr Spiel dafür als beispielsweise bei einem „Uncharted“ oder „Castlevania: Lords of Shadow“. Da habe ich gescriptete Events, da habe ich Action, aber wenn ich es einmal durch habe, dann gibt es da keinen Sideplot oder ähnliches. Da gibt es höchstens Fähigkeiten, die ich nicht ausprobiert habe, aber da kann ich eher drüber hinwegsehen, als dramatische Szenen, Dialoge oder Charakterentwicklungen. Die will ich sehen. Denn Computerspiele sind für mich auch kein anderes Medium als Bücher, Fernsehen oder Filme. Mir fehlt da dann was.

Das ist auch der Punkt, den ich an „Final Fantasy XIII“ gegenüber „Final Fantasy XIII-2“ schätze: Es ist linear und ich weiß, was ich bekomme. Ich habe nicht das blöde Gefühl, etwas verpasst zu haben – höchstens eine Schatzkiste, vielleicht mal ein kleines kurzes Trigger-Event, aber mehr auch nicht. Sobald dieses Gefühl einen gewissen Schwellenwert überschreitet, wird für mich das Spielen unbefriedigend und je größer diese Unzufriedenheit wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ich das Spiel abbreche, weil es zu viele Möglichkeiten gibt und ich mich nicht entscheiden kann und nicht entscheiden will. Das war auch mein Hauptproblem mit „Final Fantasy X-2“ und ich weiß, dass ich damit vermutlich ziemlich alleine dastehe. Denn an FFX-2 haben sich viele Leute an ganz anderen Dingen gestoßen. Ich fand es hingegen ganz großartig; nur diese fehlende Linearität hat es mir zerhackt.

Mein Spielstil hat sich da einfach geändert. Ich habe nicht mehr die Zeit, nach der Schule mich hinzusetzen. Ich habe nicht mehr den Drang zur Prokrastination aus dem Studium, alles mögliche den Tag über zu machen, bloß nicht zu lernen. Ich will mich nur entspannen in dieser Zeit. Aber ein ganz wichtiger Punkt kommt noch hinzu: Wenn ich offene Story haben will, offene Interaktivität, dann mache ich Rollenspiel. Denn alle offenen Welten und gut programmierten KIs, die ich bisher gesehen habe, sind eben doch letzten Endes nur Illusion der freien Entscheidung und freien Entwicklung. Es stößt an seine Grenzen und macht auf seine Weise ungeheuer viel mehr Arbeit und Aufwand beim Herstellen dieses Contents. Denn wirklich frei ist das nicht, es gibt nur mehr Wege – aber eben auch nicht unendlich viele. An dieser Stelle möchte ich richtige Sandbox-Spiele auslassen, denn die fallen für mich komplett raus und sind noch einmal ein ganz anderes Thema.

Mir geht es um solche Spiele wie „Mass Effect“ oder „Heavy Rain“, die Entscheidungsfreiheit und offene Welt vorgaukeln durch viele alternative Wege. Das ist mir zu viel. Das brauche ich nicht, denn dafür habe ich Rollenspiel – mit echten Menschen in virtuellen Welten. Das gibt mir in dem Punkt deutlich mehr und das ist auch der Punkt, warum ich bei einem Computer/Videospiel mittlerweile Linearität bevorzuge. Ich will die Geschichte erleben, ich will eine gewisse Interaktivität durch das Steuern der Figur, aber das muss nicht gewaltig sein, ich will eine leichte Immersion mit dieser Figur und dann will ich einen Schlussstrich darunter ziehen können, um zum nächsten Spiel zu gehen und neue Eindrücke, Bilder, Charaktere und Gefühlsmomente in mich aufzusaugen. Ein Spiel, das zu viele alternative Wege hat, hindert mich daran und ich reagiere mittlerweile auch leider recht allergisch auf solche Werbebotschaften wie „mit großem Wiederspielwert“, denn das bedeutet für mich meist nur, dass ich einen guten Teil des Spiels nicht sehen werde; weil ich es nicht ein zweites Mal spielen werde. Das wurmt mich.

Ich will abschließend betonen, dass dies nur mein persönliches Spielgefühl ist und ich das nicht über andere stellen will. Ich kann die Faszination eines „Mass Effects“ absolut verstehen und wenn meine Lebenssituation anders wäre, wäre es vielleicht bei mir auch anders. Es ist aber nicht so und daher ist meine Spielvorliebe so, wie beschrieben. Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen erklären und bin auch damit niemandem auf die Füße getreten. Denn was ich nicht will ist, jemandem den Spaß an Spielen mit alternativen Spielwegen nehmen. Mir gibt es nur reichlich wenig außer Unzufriedenheit – leider.

Verständlich? Fragen? Meinungen?

E pluribus unum

Sie machen es! Ich habe es gehofft, ich habe davon gesprochen, ich habe darüber auch – glaube ich – gebloggt. Ich war mir nicht sicher, aber einiges deutete darauf hin. Jetzt habe ich den Trailer zu „Assassin’s Creed 3“ gesehen und sie machen es wirklich genau so, wie ich es auch machen würde: Amerikanische Revolution, wir kommen!

Wenn sie jetzt auch noch Benjamin Franklin reinpacken, vielleicht ein wenig Thomas Paine… oh, ich freu mich so! Die sind immer so liebevoll mit ihren geschichtlichen Details, mit der Hintergrundrecherche – als Amerikanist, mit einem leichten Schwerpunkt dort lacht mein Herz.

Bitte, bitte, bitte… Benjamin Franklin. Der würde so super in das Setting reinpassen! Bitte!

Oktober! Ich kann dich kaum erwarten! Ich bin mir zwar jetzt schon sicher, dass viele jammern werden. Doch das war klar. Die AC-Reihe nimmt einen neuen Kurs ein – ein neues Setting, ein neuer Charakter. Das schmeckt vielen nicht, weil sie nicht damit umgehen können. Sie werden es allein deswegen verteufeln. Ich freue mich aber allein deswegen tierisch darauf!

Wir arbeiten im Schatten, um dem Licht zu dienen. Wir sind Assassinen. Wo andere blind der
Wahrheit folgen, bedenkt: Nichts ist wahr. Wo andere an das Gesetz gebunden sind, bedenkt: Alles
ist erlaubt.

Das wird – so – episch!

This is gonna be legen…

Ihr wisst bestimmt mittlerweile, wie sehr ich die „Uncharted“-Musik liebe. Die läuft zur Zeit bei mir im Auto beim Wochenendpendeln rauf und runter. Wer behauptet, Videospiel-Musik kommt nicht an „richtige“ Film-Soundtracks heran, dem möchte ich gerne meine beiden „Uncharted“-Soundtracks um die Ohren hauen – und alle Final-Fantasy-Soundtracks noch dazu.

Da ich zur Zeit am planen für ein kleines Video um meine Schmugglerin in SW:TOR bin und mir dafür das Thema von Nathan Drake ausgesucht habe (es passt einfach zu gut), bin ich über folgendes Kleinod gestolpert. Das ist wirklich schön gespielt und das Video ist auch sehr schön und stimmungsvoll zusammengeschnitten.

Gibt es übrigens auch für „Skyrim“ und „Assassin’s Creed“ – einfach rechts bei den vorgeschlagenen Videos auf YouTube dann schauen. Ich verlinke sie aber nach dem Spoiler-Cut dann auch noch einmal hier im Beitrag.

Das ist einfach so schön! Mir gefällt dieser Zusammenschnitt zwischen dem Klavierspielen und den Spielszenen im Hintergrund so verdammt gut… ich bin ganz hin und weg!

Game music, you rock! Wuhu!

Das Kredo

Da war ich auf einmal mit „Assassin’s Creed: Revelations“ fertig – schneller als ich eigentlich dachte. Ich habe jetzt nicht noch einmal genau nachgesehen, aber es waren ca. 25 Spielstunden. Das kam mir doch kürzer vor als bei AC2, aber ungefähr die Länge von „Assassin’s Creed: Brotherhood“.

Mittlerweile bin ich sogar unsicher, ob ich AC:R wirklich „Assassin’s Creed 3“ nennen kann und will. Auch Brotherhood war kein so wirklich eigenständiger Teil, sondern ein gut ausgebauter zweiter Teil – ich würde es Teil 2.5 nennen. Dann würde ich AC:R auch eher als „Assassin’s Creed 2.75“, denn es ist ein kleinerer Schritt als zu Brotherhood, aber doch mit Eigenheiten, die Brotherhood selbst wiederum nicht besitzt.

Spaß hatte ich – das auf jeden Fall. Nur mein Vorhaben, diesmal volle Synchronität zu holen, habe ich dann doch wieder ad acta gelegt. Wieso? Eigentlich dachte ich, es wäre einfach, die Animus-Datenfragmente zu finden, denn in der DNA steht, in welchem Stadtbezirk wie viele Datenfragmente noch zu finden sind. Also fing ich an, den Galata-Bezirk zu durchsuchen, denn die anderen Bezirke hatte ich ganz gut ausgebeutet. Im Galata-Bezirk allerdings fehlten mir noch 2 von 12. Doch denkt ihr, ich hätte auch nur einen gefunden bei meiner Suche? Dabei ist der Bezirk wirklich klein und ich dachte, dass ich eigentlich mittlerweile ein Gespür dafür entwickelt hatte, wo sich diese Datenfragmente befinden. Aber nein, kein einziges fand ich nach einer Stunde Suche. Dann gab ich auf und ging ins Bett.

Vielleicht probiere ich es noch einmal, doch das hat meine Laune, „alles“ freizuspielen bei diesem Teil doch gedämpft. Und das, obwohl mir AC:R wirklich verdammt gut gefallen hat – jedenfalls bis auf das Tutorial und diese Kutschenszenen. Am Ende kam schließlich auch noch einmal eine Verfolgungsjagd mit Kutsche, die ich übrigens ähnlich verkackt habe wie die Kutschenszene aus dem Tutorial. Dafür machte die Sequenz mit dem Fallschirm danach so ungeheuer viel Laune, dass ich dem Finale diesen Fehler verzeihe.

Aber „Revelations“ gibt es in diesem nicht wirklich. Ja, es wird einiges enthüllt, aber es ist eher, wie ich vermutet habe: Einige Dinge werden beantwortet, mehr Fragen werden eröffnet. Alles wird sehr schwammig beantwortet und bei manchen Sätzen musste ich zweimal nachdenken, manche habe ich dann auch direkt wieder abgehakt und mir gedacht: „Klingt gut, macht aber wenig Sinn.“ Das ist nicht schlimm, denn genau so hatte ich es mir erhofft. Ich wollte nicht zu viele Enthüllungen. Ich wollte genau dieses Gefühl weiterhin in „Assassin’s Creed“ haben, denn das gehört für mich einfach dazu. Danke daher, dass nicht zu viel erklärt wurde, man aber nicht vollkommen auf dem Trockenen sitzen geblieben ist.

Eine Warnung allerdings für all jene, die es nicht mögen, wenn ein 3rd-Person-Spiel zu einem Ego-„Shooter“ wird, denn es gibt Spielelemente, die zwar nicht häufig auftreten, aber doch stark an „Portal“ erinnern. Es muss niemand abgeschossen werden, es sind eher kleinere Rätsel-Parcoure. Die sind teilweise ganz witzig gewesen, aber da ich sie alle am Stück gespielt habe, war es mir bei den letzten doch ein wenig nervig. Man kann und sollte sie vermutlich doch lieber genau dann angehen, wenn man sie freigespielt hat und nicht wie ich, wenn man Datenfragmente für alle beisammen hat.

Spoiler-Cut!

Tutorial Revelations

Ach ja, das alte „Assassin’s Creed“-Problem und damit meine ich nicht, dass man viel Zeit in die Spiele investieren kann und sich verliert, sondern: Die Jungs können einfach keine Tutorials machen! Das ist bei dem neuen Teil nicht ganz so schlimm, denn ich kenne die Mechaniken langsam doch ganz gut, aber ich hatte einmal wieder Probleme, ins Spiel reinzukommen.

Vielleicht bin ich auch einfach nur schlecht – das will ich gar nicht ausschließen. Aber mich nervt es ungemein an, wenn ich während des Spiels in einem kurz (viel zu kurz!) aufploppenden Text am Bildschirmrand erklärt bekomme, was ich jetzt machen muss, wie ich das machen muss und ich habe keine Pause habe, um das überhaupt zu lesen. Wieso muss ich während einer Verfolgungsjagd einerseits mit einem Auge auf mein Ziel aufpassen, aber andererseits mit den Text links lesen, um zu erfahren, welche Tasten jetzt was machen? Kann man da nicht einfach mal eine Pause im Spiel machen? Kann man, machen sie ja sogar hin und wieder. Aber eben nicht immer.

Bring me the assassin!

Es liegt zu Hause: „Assassin’s Creed – Revelations“! Doch das bringt mir nichts, denn Frankfurt ist nicht Karlsruhe und daher werde ich bis zum Wochenende warten müssen. Da ich auch noch am Freitag Abend einen ruhigen Spiele-/DVD-Abend mit Kumpels habe, kann ich sogar noch nicht einmal direkt reinschnuppern, wenn ich zu Hause ankomme. Was für eine tragische Welt!

Ich freue mich aber wie ein Schnitzel! Der Trailer lässt mich davor sitzen und laut rufen: „Ja! Ja! Jaaaaaa!“ Auch wenn ich schon ein wenig wehmütig werde, denn ich mag das Setting, ich mag Ezio als Charakter – und mit diesem Teil scheint es zu einem Ende zu kommen. Aber egal! Ezio! Bitte gebt ihm ein würdiges Ende! Ich habe diesen Charakter trotz seiner Coolness so lieb gewonnen. Ich glaube, das hat noch kein Charakter mit diesem Hintergrund geschafft. Denn normalerweise sind coole Assassinen nicht mein Ding. Aber Ezio… ist anders.

Will spielen – jetzt!

Ezio, why will you not surrender?
– I never learned how…!

Doch wie soll’s weitergeh’n?

Ich muss gestehen, dass ich mich an „Dead Space 2“ zur Zeit (noch) nicht wage. Der erste Teil war großartig, aber ging schon ziemlich an die Substanz und bevor ich mich auf das zweite Abenteuer mit Isaac in den Weltraum begebe, brauche ich ein wenig Abstand und idealerweise auch leichtere Kost. Leider habe ich die zur Zeit auf meiner PS3 zu Hause nicht, aber will auch nicht vor Skyrim, Uncharted 3 und Assassin’s Creed: Revelations nichts Neues holen – denn die kommen alle im November und da lohnt es sich kaum.

Was also machen? „Might & Magic: Heroes VI“ spiele ich natürlich zur Zeit immer mal wieder, aber da es ein PC-Spiel ist, auch nicht all zu intensiv. Ich bin einfach nicht mehr der PC-Zocker, sofern es nicht MMOs sind. Ich bin mittlerweile wirklich eher Konsollero. Auf der Konsole habe ich dann zwar „Ico“ oder „Shadow of the Colossus“, aber obwohl ich mich gerade auf „Shadow of the Colossus“ sehr gefreut hatte, fehlt mir zu beiden Spielen der Zugang. Die Steuerung finde ich fürchterlich, es gibt kaum Einweisung ins Spiel und irgendwie packt es mich einfach nicht, wenn ich beide Spiele anzocke. Sie haben durchaus was Interessantes, aber irgendwie „will“ ich sie nicht spielen und das ist ein schlechtes Zeichen. Daher habe ich die beiden wieder bei Seite gelegt.

Ich hätte da zwar noch „Soulcalibur IV“, bei dem ich überraschend wenig freigeschaltet hatte, wie mir letztens auffiel, und auch noch neu „Arcana Hearts 3“, aber Beat’em Ups mag ich zwar ungeheuer gerne, sind aber nichts, was mir ein so richtig befriedigendes Gefühl gibt – vor allen Dingen alleine. Das sind einfach Spiele, die man zusammen spielt.

„Dante’s Inferno“ und „Bayonetta“ liegen da zwar auch noch rum, aber eigentlich nur, weil ich mir noch überlegen muss, wie ich die beiden Titel loswerde, denn das waren ausnahmsweise zwei Blindkäufe, die nicht funktioniert haben. Sonst bin ich bei Blindkäufen doch recht sicher. Na gut, bei „Shadow of the Colossus“ hat das auch irgendwie nicht funktioniert. Aber gerade bei den beiden Titeln habe ich nach knapp einer Stunde gemerkt: „Nee, ist nichts für dich. Schade drum.“ „Dante’s Inferno“ macht mir einfach keinen Spaß und ich finde es unnötig brutal, „Bayonetta“ hat zwar irgendwie was Faszinierendes, aber es ist trotzdem zu irritierend, als dass ich da Spaß dran haben könnte. Schade, denn die bizarren Gegner, die ich in einem Gameplay-Video gesehen habe und die merkwürdigen Settings sahen so aus, dass es mir hätte gefallen können.

Dann hätte ich noch „Heavy Rain“, das mich damals beim Kauf der PS3 nicht wirklich überzeugt hat und auch nicht gerade das ist, was man „leichte Kost“ nennen dürfte. Vermutlich werde ich das dann aber demnächst doch noch einmal anspielen und ihm eine zweite Chance geben, auch wenn ich gestehen muss, dass ich nie so ganz den Hype um dieses Spiel verstanden habe. Vielleicht verstehe ich ihn beim zweiten Mal anzocken – bei „Uncharted“ hat es immerhin auch zwei Anläufe gebraucht, ehe ich gemerkt habe, wie großartig es doch ist.

Was bleibt? „F.E.A.R. 3“ – das habe ich immerhin in der Collector’s Edition gekauft. Ja, ich weiß, auch das ist keine leichte Kost, aber immer noch leichter als „Dead Space 2“, denn wo „Dead Space“ schockierend ist und an die Substanz geht, ist „F.E.A.R.“ zwar atmosphärisch und spannend, aber es ist doch deutlich action-geladener und baut daher nicht eine so zerreißende Atmosphäre auf, wie „Dead Space“.

Das ist auch der Punkt, den ich an vielen Rezensionen zu „F.E.A.R. 3“ nicht verstehe. Mir macht es Spaß! Ich erwarte da nicht, dass ich mich total grusele oder verstört bin. Sowas würde ich von „Dead Space“ erwarten. Von „F.E.A.R. 3“ erwarte ich einen atmosphärischen Shooter mit Horror-Atmosphäre und das gibt es mir. Es ist ein Shooter und das merkt man an jeder Stelle. Aber es ist auch ungeheuer atmosphärisch und wenn man nicht durch die Level von Gegner zu Gegner rennt, sondern sich auch mal umschaut oder manche Szenen auf sich wirken lässt, merkt man das auch.

Ich will Spaß, ich will Spaß

Letztens habe ich im Rift-Forum einen wunderschönen Satz auf all die Nörgler gelesen, denen irgendwas zu langweilig ist: „Nur weil du für Rift eine monatliche Gebühr bezahlst, hast du keine Spaß-Flatrate, dass dich das Spiel immer und überall unterhalten muss.“ Das trifft es ziemlich genau und ist der Punkt, den leider scheinbar so viele Spieler mittlerweile nicht mehr verstehen. Man bezahlt zum Spielen auf den Servern, nicht dass man Spaß hat.

Assassin’s Creed: New World

In der Türkei habe ich auch „Assassin’s Creed 2: Discovery“ für das NintendoDS durchgespielt. Gab es für knapp 14 Euro bei Amazon und da dachte ich mir, als alter AC-Fan, dass das ganz witzig sein könnte. Stimmt auch, war witzig, aber nicht mehr. Es war sehr schön vertont und allein Ezios Akzent ist halt immer wieder ein Assassin’s Creed wert. Dafür war die Steuerung fürchterlich.

Ich frage mich sowieso, wieso es so viele Spiele auf den NintendoDS gibt, die nicht den Stylus (Stift) benutzen, sondern eine klassische Steuerung über das Kreuz benutzen. Wobei das bei einigen Spielen sogar noch geht, bei AC2:Discovery war es die Hölle. Denn wenn durfte auch noch die „L3“- und „R3“-Knöpfe ganz hinten benutzen. Sowas mag vielleicht bei einer Playstation-Steuerung klappen, beim NintendoDS führt das – zumindest bei mir – zu ausgewachsenen Handkrämpfen.

Leider waren diese Knöpfe nicht unwichtig, denn damit ist man geschlichen und konnte vorausschauen, um zu sehen, wann die Wachen umdrehen. Insgesamt also ein Steuerungsdesaster. Dafür war die Story mal wieder ganz nett, auch wenn Desmond überhaupt nicht vorkommt. Man hilft einem gewissen „Cristoffa“ den Weg nach Westen mit einem Schiff zu finden und kämpft gegen Torquemada.

Daher verdichten sich für mich die Hinweise, dass Assassin’s Creed in der „Post-Ezio“-Zeit auf Amerika setzen könnte. Ich tippe mal auf den Unabhängigkeitskrieg und das noch nett verquicken mit der Französischen Revolution und schon hat man ein herausragendes Setting für eine neue AC-Saga. Die Erfindungen kann dann sogar Benjamin Franklin übernehmen und ich wäre glücklich und in meinem Element als Amerikanist. Nein, im Ernst: Ich würde mich saumäßig über einen solchen Hintergrund freuen! Und Benjamin Franklin! Yay! Aber ob das wirklich kommt, mal schauen.

Das Spiel ist extrem kurz und hatte ich innerhalb eines Tages intensiven Spielens durchgespielt. Es waren vielleicht fünf bis sechs Spielstunden, wenn es hoch kommt, wobei ich in erster Linie der Hauptstory hinterher gejagt bin und keine Secrets aktiv gesucht habe. Es hat schon Spaß gemacht, hat aber sehr unbefriedigende Stellen, weil der Ezio auf dem NintendoDS deutlich dümmer ist, als sein Alter-Ego auf der PS3.

So hält er sich beispielsweise nicht automatisch an Plattformen fest und dadurch verkommt manche Jump&Run-Stelle zu sehr frustrierenden Stellen. Dann wiederum gibt es ein paar sehr coole Stellen. Für knapp 10 Euro aber sicherlich keine Fehlanschaffung, doch mehr würde ich dafür nicht bezahlen.

Abseits von diesem Spiel gibt es übrigens die Collector’s Edition für „Assassin’s Creed: Revelation“ ganz frisch bei Amazon. Daher habe ich meine alte Vorbestellung des normalen Spiels storniert und die CE bestellt. Meine Güte freue ich mich auf dieses Spiel!

Eine Sache zu „AC2:Discovery“ muss ich aber noch nach einem Spoiler-Cut los werden. Denn auch wenn man es nicht glauben sollte, aber auch AC2:Discovery hat einen „AC-WTF“-Effekt bei mir gehabt, wo ich ungläubig über meinem NintendoDS gesessen habe:

Spoiler-Cut

Fear of the Dark

Ich muss gestehen, dass ich „Dead Space“ zur Zeit ein wenig vor mir herschiebe – und das, obwohl ich mir den zweiten Teil bereits geholt habe. Denn das Spiel ist großartig! Aber das ist für mich auch sein Problem. Der Marc meinte mal letztens zu mir, bevor ich das Spiel hatte, dass er es nicht all zu lang spielen kann, weil die Atmosphäre so dicht sei. Diesen Punkt kann ich absolut unterschreiben.

Zwar ist es für mich bei „Dead Space“ nicht ganz so schlimm, wie bei meinem Horrorspiel „Project Zero“ – das ich aber um so mehr liebe. „Dead Space“ lockert gerade durch die Action-Sequenzen so viel für mich auf, dass ich es zumindest länger am Stück spielen kann, als dieses großartige „Project Zero“, bei dem ich auch alle drei Teile hier liegen habe, aber nur bis zum dritten Tag im ersten Teil gekommen bin – das Spiel schafft mich einfach. Aber das ist an sich toll.

Nur führen solche Sachen dazu, dass ich beispielsweise im Fall von „Dead Space“ dann nicht abends vor dem Schlafengehen „nochmal rasch das Spiel anwerfe“ – wie ich es mit allen Assassin’s Creed-Teilen gemacht habe und dann teilweise bis 4 Uhr morgens vor meiner PS3 hockte. Das klappt mit „Dead Space“ für mich nicht. Daher stecke ich zur Zeit ein wenig in der Mitte dieses wirklich toll atmosphärischen Survival-Spiels fest.

Als Alternative hatte ich die letzte Zeit „Portal 2“ gespielt, aber da das doch eher kurz war, musste jetzt was anderes ran: Auch nach den Erzählungen von Marc habe ich mir „Infamous“ zugelegt, zumal da auch bald der zweite Teil rauskommt und ich muss sagen – toll! Das macht ungeheuer Laune und spielt sich an eigentlich wie „DC Universe Online“ – ähnliche Mechaniken und ähnliches Spielprinzip. Es ist super leicht portionierbar, die Synchronisation finde ich ausnahmsweise einmal wieder gelungen und es scheint genau meinen Spielnerv zu treffen.

Scheinbar kristallisiert sich bei mir heraus, dass ich einfach mehr der Action-Adventure-Typ mittlerweile geworden bin. Wenn ich bedenke, dass „Castlevania: Lords of Shadow“ und alle „Assassin’s Creed“-Teile mich ungeheuer gefesselt und fasziniert haben, dann schlägt mein Herz wohl in dieser Richtung. „Infamous“ würde ich auch diesem Genre zuteilen, denn auch da gibt es wieder eine recht offene Welt, die man erkunden kann und bei der man Missionen lösen kann.

Na gut, das neue „Castlevania“ fällt da ein wenig aus der Reihe, weil dort der „Open World“-Aspekt fehlt. Aber trotzdem funktioniert es auf ähnliche Weise.

Ein wenig pfupfert mich jedoch, dass ich so ungeheuer empfindlich auf „Survival Horror“ reagiere – dabei liebe ich dieses Genre, aber ich glaube, mir gelingt die Charakterimmersion bei einem gut programmierten Titel aus dem Genre einfach zu gut, dass mich das nicht aufwühlt. Sicherlich gibt es auch Spiele aus dem Genre, die ich ebenso distanziert sehen würde. Aber „Project Zero“ und „Dead Space“… aua, aua, aua…

Nach dem Spoiler-Cut ein paar Videos zu den genannten Spielen, sowie noch ein paar Erklärungen von mir dazu.