Lost in series

Momentan sind wir erst noch am Anfang der dritten Staffel von Battlestar Galactica – und ich war leicht verwirrt, wie die Chronologie weitergeht.

Denn am Ende der zweiten Staffel war in meiner DVD-Box der Film „Razor“, der scheinbar zwischen Staffel 1 und Staffel 2 auf der Pegasus spielt. Den haben wir jetzt übersprungen, weil wir lieber den Widerstand auf New Caprica mitbekommen wollten. Dann wiederum war ich aber verunsichert, was es mit „The Resistance“ auf sich hat, was ja anscheinend ein paar Web-Episodes waren, die ich aber zeitlich nicht einordnen konnte. Und jetzt sind wir schon wieder von New Caprica runter. Leider ist die Chronologie da nicht besonders durchsichtig und ich habe auch Angst, zu viel zu googlen, damit wir nicht gespoilt werden.

Schade eigentlich, denn ich hätte gerne zum richtigen Zeitpunkt die entsprechenden Sachen gesehen. Jetzt aber die Hauptgeschichte unterbrechen, um wieder ein Intermezzo auf der Pegasus zu sehen, oder doch wieder mehr Widerstandsgeschichten auf New Caprica zu erleben, will ich eigentlich nicht. Denn dafür bin ich zu gespannt, wie es weitergeht. Es ist leider dieser übliche Punkt, warum einem beim Schreiben von Flashbacks abgeraten wird – denn der Leser will normalerweise wissen, wie es weitergeht. Da gibt es natürlich die berühmten Ausnahmen von der Regel und bei Lost funktioniert es beispielsweise überraschend gut – aber das sind eben Ausnahmen.

Bleibt uns also nichts Anderes übrig als weiterzuschauen und dann vielleicht am Ende noch einmal in „Razor“ und „The Resistance“ reinzuschauen. Dennoch hätte ich mir da ein wenig mehr Führung in meiner DVD-Box gewünscht. Schade drum.

Oh Captain, mein Captain

Ich mag Edward James Olmos – den Schauspieler des Commander Adama im neuen Battlestar Galactica. Vermutlich gibt es viele, die das noch nicht einmal eine so große Schauspielleistung finden, aber mir gefällt es, wie er den Charakter spielt.

Nahezu immer sieht man Adama ernst und mit dem selben Gesichtsausdruck. Dabei sind es die kleinen Gesten und auch seine Mimik, die im Detail den Unterschied macht. So ist mir bei der letzten Doppelfolge „Ressurection“ (Season 2.2, Episode 1&2) aufgefallen, wie sich dies unterscheidet. Adama lächelt fast nie und wenn, dann ist es häufig nur ein leicht hoch gezogener Mundwinkel. Das hat man in diesen Folgen sehen können, wenn er mit Apollo gesprochen hat und das sind die Kleinigkeiten im Detail, die den Charakter anders und menschlicher wirken lassen trotz seiner ansonsten recht stoischen Ausstrahlung.

Das ist auch, was ich so sehr an seiner Schauspielerei schätze, denn der Charakter ist deutlich mehr als die Oberfläche scheint und das zu zeigen, ist schwierig. Es ist einfacher, einen sehr extrovertierten Charakter zu spielen, der seinen Charakter auf der Zunge trägt. Aber einen Charakter, der eine Maske trägt? Das ist wirklich eine Gratwanderung, einerseits nicht den Holzhammer rauszuholen und andererseits es aber auch nicht zu subtil zu machen. Das gelingt Edward James Olmos wirklich gut, wie ich finde.

Auf Sparflamme zurück

Wieso werde ich eigentlich immer in meinem Urlaub krank? Na gut, nicht immer und ich weiß auch, was man da normalerweise sagt: Körper entspannt sich, fährt runter, wird dadurch schwächer und schon bekommt man all das ab, was man die Wochen zuvor noch abgewehrt hat, während der Körper in höchster Alarmbereitschaft war.

Immerhin haben wir einen recht netten Kurzausflug nach Hamburg machen können, bei dem es dann auch erst auf der Rückfahrt anfing mit dem Kratzen im Hals und abends schlug es dann ganz zu. Heute den Tag habe ich dann irgendwie nahezu ganz verplempert und verpennt – mit ein paar Zwischenpausen, in denen ich Battlestar Galactica mit meiner Frau gesehen habe.

BSG ist einfach toll und fesselnd, auch wenn ich manchmal von einigen Entwicklungen irritiert bin, aber es sind so starke Charaktere und sie schaffen es echt immer wieder, schöne Charakterkonflikte aufzubauen. Wisst Ihr übrigens, wer es mir besonders angetan hatte am Anfang? Die Deck-Crew um Chief Tyrol. Da mag ich eigentlich immer noch jeden Charakter und als die in der Pilotserie so viel Spotlight bekommen haben, war ich sehr erstaunt und angenehm überrascht. Das wirkt dadurch einfach so rund, dass es nicht nur um die Kommando-Ebene geht, sondern auch um die Probleme der normalen Techniker.

Hamburg war aber an sich schön. Es war nur kurz, dass wir da waren – streng genommen 1 Tag plus Hinfahrt und Rückreise. Da hätten wir vielleicht doch mehr Tage einplanen sollen, aber das war ungeheuer spontan, da wir noch von meinen Schwiegereltern einen Gutschein für ein Musical hatten. Also sind wir in König der Löwen gegangen und haben abseits davon auch Hamburg ein wenig erkundet – soweit das in der kurzen Zeit eben ging.

Irgendwie ist Hamburg ein merkwürdiges Ding. Eigentlich mag ich Norddeutschland nicht so. Eigentlich mag ich Hamburg auch nicht. Vor allen Dingen mag ich keine roten Ziegelsteingebäude und die gibt es in Hamburg leider zu Hauf – genauso wie Kräne. Das gefällt mir nicht. Aber dennoch haben mich einige Stellen sehr fasziniert und wenn diese roten Ziegelsteine und die Kräne nicht wären, dann könnte ich sogar vollkommen uneingeschränkt an Hamburg Spaß haben. Schon merkwürdig, in was für einem Zwiespalt ich da bin.

Was aber auf jeden Fall extrem lecker ist, ist Hamburger Küche, denn dank des Bekannten meiner Frau haben wir in einem Restaurant gegessen, in dem es traditionellen Labskaus gab. Das war ungeheuer lecker und genau so, wie ich es mag! Sauer und Fleisch und Fisch – eine tolle Mischung.

Naja, wollen wir mal hoffen, dass diese dämliche Erkältung mich bald in Ruhe lässt. Mein Hals fühlt sich wie ein Reibeisen an, mein Kopf dröhnt und ich fühle mich matt. Das ist nicht schön – vor allen Dingen im Urlaub. Dabei hatte ich noch so viel vor!

No one told you this was gonne be this way

Ich habe in der Rubrik „irreführende Trailer“ etwas Neues gefunden. Dass Battlestar Galactica ein sehr hoffnungsloses Setting beschreibt, habe ich bereits in anderen Artikeln geschrieben. Aber was passiert, wenn man nun ein paar Szenen der Serie nimmt und da die Friends-Music drunterlegt? Genau, eine ganz andere Serie!

Vergleicht das mal und ich stimme einem Kommentar von YouTube zu, dass vermutlich in dem Friends-Trailer sämtliche Szenen der ersten Staffel drin waren, in denen gelacht wurde – ja, sämtliche. Das sind also wirklich nicht viele.

Schaut es euch mal nach dem Spoiler-Cut an.

Battlestar Graylactica

Die erste Staffel der neuen Battlestar Galactica haben wir nun auch zu Ende geschaut und ich bin doch sehr angetan. An dieser Serie habe ich Spaß. Sie hat genau die richtige Mischung aus Epik und Charakterkonflikten.

Auch wenn ich persönlich düsteren Settings nicht all zu viel abgewinnen kann, machen sie es genau so, wie ich es gerne habe: Durch dieses düstere Setting wird es nicht einfach nur brutal und dunkel und überhaupt. Dieses Setting wird nur benutzt, um Menschlichkeit mehr hervorzuheben, um heldenhafte und selbstlose Taten zu unterstreichen. Das gefällt mir.

Als mir damals jemand mal sagte, dass es bei BSG keine guten und bösen Charaktere gäbe, sondern nur graue Charaktere, dachte ich mir: „Wie langweilig.“ Denn das ist so eine Manie, die ich mittlerweile schon mehrfach gesehen habe, dass es viele Leute so toll finden, wenn alles so grau ist. Doch dadurch wird alles viel beliebiger, wie ich finde.

Doch diese Umschreibung hat BSG keinen Gefallen getan und stimmt so auch nicht. Ich würde die Charaktere nicht als grau bezeichnen, denn das sind sie nicht. Es sind Menschen mit Wünschen, Fehlern und Hoffnungen. Das macht Charaktere nicht direkt grau – zum Glück. Aber das war zu der Zeit wohl einfach in, dass man bei etwas das Label „Grau“ und „Düster“ draufpackt.

Das bedeutet nicht, dass ich keine grauen Charaktere mag. Aber wenn alles grau ist, dann empfinde ich das einfach als beliebig und langweilig. Ich will alle philosophischen Wege ausgeleuchtet sehen und das tut BSG.

Dass die Charaktere also grau sind, dagegen wehre ich mich. Es sind Menschen. Es sind vernünftige und glaubwürdige Charaktere – mehr nicht.

A new hope

Zurzeit schauen wir Battlestar Galactica – die neue Serie. Na gut, ganz so neu ist sie nicht mehr, aber ich hatte sie bisher nicht gesehen. Dabei war ich als Kind großer Fan der Filme – an die Serie kam ich damals nicht so wirklich.

Die neue Serie hat natürlich nicht viel mit der alten Serie zu tun. Ja, Setting und so weiter. Aber sie unterscheidet sich doch gewaltig in ihrer Atmosphäre und im Ton. Das ist nicht schlimm und mir gefällt es so. Ich mag beide Ansätze und beide Serien. Aber die neue BSG ist eine schön modernisierte Fassung der alten Serie.

Mir war bereits lange klar, dass es mir gefallen dürfte und das habe ich auch schon von einigen Leuten gesagt bekommen, die meinen Seriengeschmack kennen. Es stimmte auch. Denn die Charaktere finde ich ungeheuer spannend und mir gefällt bisher, dass es wirklich hauptsächlich auch einmal wieder um die Charaktere geht.

Das macht Spaß zu schauen – auch wenn ich zugeben muss, dass mir die alte BSG-Musik schon ein wenig fehlt. Das war so schön heroisch! Zur neuen Serie würde das natürlich nicht wirklich passen. Da ist es schon besser, dass sie mit Trommeln auf der einen Seite und Chorälen auf der anderen Seite arbeiten. Das unterstützt den Ton und die Atmosphäre der neuen Serie viel besser.

Aber dennoch ist das alte Thema einfach schön. Das mag aber auch nur so eine nostalgische Sache bei mir sein, denn ich verbinde da schon extrem viel mit dieser Musik. Wenn ich allein bedenke, dass ich nahezu jeden Space-Shooter damals gespielt habe, als ob ich in einer Viper sitze – selbst wenn der Space-Shooter so richtig gar nichts mit BSG zu tun hatte.

Eigentlich müsste ich mir das alte BSG doch mal wieder anschauen. Das ist mein Jahrgang!

Erinnert sich noch jemand an … Solaris?

Es gibt ein Spiel, das ich gedanklich nie wirklich auf dem Atari 2600 einordne, obwohl ich es dort ewig gespielt und richtig geliebt habe: Solaris!

Erst später fiel mir auf, dass es sich dabei um einen Kampfstern-Galaktika-Plot handelte. Als mir das als Kind bewusst wurde, wurde ich noch aufgeregter und spielte es sogar mit noch mehr Leidenschaft, denn ich liebte Galaktika damals.

Bis heute bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich Kampfstern Galaktika war oder ob es Zufall war, dass die Gegner Zylonen hießen und die Schiffe auch so ähnlich aussahen. Denn ein paar andere Dinge schienen nicht dazu zu passen.

Das Spiel ist überraschend komplex und vielseitig. Es gibt viele verschiedene Missionen, während man mit seinem Jäger sich auf die Suche nach dem Zielplaneten macht. Die Grafik war toll und das Spiel dauerte überraschend lang – für ein Atari-Spiel.

Which path to take?

Wir sind nun mit der 1. Staffel „Veronica Mars“ durch und irgendwie habe ich ein zwiespältiges Verhältnis zu der Serie, wie man vielleicht aus den älteren Blog-Beiträgen zu dem Thema mitbekommen haben könnte. Denn ich mag die Charaktere ungeheuer gerne – allesamt auch wirklich gut und passend besetzt. Aber dennoch ist es so, dass mich die Serie nun auch nicht vom Hocker gerissen hat. Andererseits aber wollte ich unbedingt wissen, wie der Plot weiter geht und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Wirklich merkwürdig.

Ursprünglich wollte ich nach der 1. Staffel mir keine weitere Staffel holen, aber die Serie hat es mir jetzt schwerer gemacht, denn sie hört mit einem interessanten Cliffhanger auf, den ich mir zwar natürlich auch im Internet auflösen könnte, aber eigentlich mache ich sowas nicht – und das, obwohl es mit einem der Charaktere zu tun hat, die mir ziemlich ans Herz gewachsen sind (Logan).

Ach, ich weiß es nicht, was ich machen soll! Aber erst einmal geht es sowieso da nicht weiter. Wir haben hier die 2. Staffel „Chuck“, auf die ich mich extrem freue – ich vermute fast, dass wir die als nächstes sehen werden. Dann gibt es immer noch die 3. Supernatural-Staffel, die auf uns wartet – eigentlich hätte ich da auch mal wieder Lust drauf. Battlestar Galactica liegt die 1. Staffel nun auch bei uns rum und hat mich neugierig gemacht und ich denke, das könnte mir gefallen.

In naher Zukunft trudelt auch dann die letzte Lost-Staffel und die 2. Staffel Fringe ein. Also haben wir eigentlich volles Serien-Programm, weswegen ich am besten gar nicht über die 2. Staffel „Veronica Mars“ nachdenken sollte, wenn ich da zwiegespalten bin und es so viele Serien gibt, auf die ich mehr Lust hätte. Dennoch… fällt es mir ungeheuer schwer.

Drama! Drama! Drama!

Veronica Mars“ ist eine merkwürdige Serie. Ich mag die Kameraführung häufig nicht, ich mag die Farben nicht, ich mag das Opening nicht und ich mag es nicht, dass das Englisch für mich so ungeheuer schwer verständlich ist, dass ich manchmal die Subplots nicht verstehe – oder erst im Nachhinein. Es ist keine von diesen Serien, nach denen ich zu meiner Frau sage: „Unbedingt noch eine!“ Ich merke, dass ich mich durchaus immer mal wieder dazu zwingen muss. Dennoch ist es keine schlechte Serie – und das verstehe ich nicht so ganz.

Die Krimiplots in den Folgen finde ich meist vernachlässigbar. Mich interessiert da eher der Metaplot und vor allen Dingen: die Charaktere. Das sind so ungeheuer toll geschriebene Charaktere, dass sie all das da oben wieder rausreißen. Leider sind die Punkte oben so gravierend, dass ich nicht vollkommen begeistert Folge um Folge sehen kann. Aber die Charaktere machen die Serie wertvoll und sehenswert.

Ich werde mir mit ziemlicher Sicherheit nicht die darauffolgenden Staffeln holen, denn an sich würde ich viel lieber die nächste „Chuck“-Staffel schauen oder noch viel lieber die nächste „Fringe“-Staffel. Auch „Battlestar Galactica“ liegt mittlerweile bei uns im Wohnzimmer und lockt immer wieder. „Supernatural“ wartet auch noch mit der 3. Staffel und „Lost“ kommt natürlich auch noch. Ich muss gestehen, dass ich jede von diesen Serien eigentlich lieber schauen würde, aber dennoch sind mir die Charaktere von „Veronica Mars“ so sehr ans Herz gewachsen, dass ich die 1. Staffel zu Ende sehen muss.

Kurios, oder?