Doch wie soll’s weitergeh’n?

Ich muss gestehen, dass ich mich an „Dead Space 2“ zur Zeit (noch) nicht wage. Der erste Teil war großartig, aber ging schon ziemlich an die Substanz und bevor ich mich auf das zweite Abenteuer mit Isaac in den Weltraum begebe, brauche ich ein wenig Abstand und idealerweise auch leichtere Kost. Leider habe ich die zur Zeit auf meiner PS3 zu Hause nicht, aber will auch nicht vor Skyrim, Uncharted 3 und Assassin’s Creed: Revelations nichts Neues holen – denn die kommen alle im November und da lohnt es sich kaum.

Was also machen? „Might & Magic: Heroes VI“ spiele ich natürlich zur Zeit immer mal wieder, aber da es ein PC-Spiel ist, auch nicht all zu intensiv. Ich bin einfach nicht mehr der PC-Zocker, sofern es nicht MMOs sind. Ich bin mittlerweile wirklich eher Konsollero. Auf der Konsole habe ich dann zwar „Ico“ oder „Shadow of the Colossus“, aber obwohl ich mich gerade auf „Shadow of the Colossus“ sehr gefreut hatte, fehlt mir zu beiden Spielen der Zugang. Die Steuerung finde ich fürchterlich, es gibt kaum Einweisung ins Spiel und irgendwie packt es mich einfach nicht, wenn ich beide Spiele anzocke. Sie haben durchaus was Interessantes, aber irgendwie „will“ ich sie nicht spielen und das ist ein schlechtes Zeichen. Daher habe ich die beiden wieder bei Seite gelegt.

Ich hätte da zwar noch „Soulcalibur IV“, bei dem ich überraschend wenig freigeschaltet hatte, wie mir letztens auffiel, und auch noch neu „Arcana Hearts 3“, aber Beat’em Ups mag ich zwar ungeheuer gerne, sind aber nichts, was mir ein so richtig befriedigendes Gefühl gibt – vor allen Dingen alleine. Das sind einfach Spiele, die man zusammen spielt.

„Dante’s Inferno“ und „Bayonetta“ liegen da zwar auch noch rum, aber eigentlich nur, weil ich mir noch überlegen muss, wie ich die beiden Titel loswerde, denn das waren ausnahmsweise zwei Blindkäufe, die nicht funktioniert haben. Sonst bin ich bei Blindkäufen doch recht sicher. Na gut, bei „Shadow of the Colossus“ hat das auch irgendwie nicht funktioniert. Aber gerade bei den beiden Titeln habe ich nach knapp einer Stunde gemerkt: „Nee, ist nichts für dich. Schade drum.“ „Dante’s Inferno“ macht mir einfach keinen Spaß und ich finde es unnötig brutal, „Bayonetta“ hat zwar irgendwie was Faszinierendes, aber es ist trotzdem zu irritierend, als dass ich da Spaß dran haben könnte. Schade, denn die bizarren Gegner, die ich in einem Gameplay-Video gesehen habe und die merkwürdigen Settings sahen so aus, dass es mir hätte gefallen können.

Dann hätte ich noch „Heavy Rain“, das mich damals beim Kauf der PS3 nicht wirklich überzeugt hat und auch nicht gerade das ist, was man „leichte Kost“ nennen dürfte. Vermutlich werde ich das dann aber demnächst doch noch einmal anspielen und ihm eine zweite Chance geben, auch wenn ich gestehen muss, dass ich nie so ganz den Hype um dieses Spiel verstanden habe. Vielleicht verstehe ich ihn beim zweiten Mal anzocken – bei „Uncharted“ hat es immerhin auch zwei Anläufe gebraucht, ehe ich gemerkt habe, wie großartig es doch ist.

Was bleibt? „F.E.A.R. 3“ – das habe ich immerhin in der Collector’s Edition gekauft. Ja, ich weiß, auch das ist keine leichte Kost, aber immer noch leichter als „Dead Space 2“, denn wo „Dead Space“ schockierend ist und an die Substanz geht, ist „F.E.A.R.“ zwar atmosphärisch und spannend, aber es ist doch deutlich action-geladener und baut daher nicht eine so zerreißende Atmosphäre auf, wie „Dead Space“.

Das ist auch der Punkt, den ich an vielen Rezensionen zu „F.E.A.R. 3“ nicht verstehe. Mir macht es Spaß! Ich erwarte da nicht, dass ich mich total grusele oder verstört bin. Sowas würde ich von „Dead Space“ erwarten. Von „F.E.A.R. 3“ erwarte ich einen atmosphärischen Shooter mit Horror-Atmosphäre und das gibt es mir. Es ist ein Shooter und das merkt man an jeder Stelle. Aber es ist auch ungeheuer atmosphärisch und wenn man nicht durch die Level von Gegner zu Gegner rennt, sondern sich auch mal umschaut oder manche Szenen auf sich wirken lässt, merkt man das auch.

One-way ticket to a madman’s situation

Jetzt habe ich auch „Alice: Madness Returns“ fertig und der letzte Level war auch noch einmal richtig abgefahren mit einem tollen Finale. Die Hände des Endbosses waren richtig gruselig und genial animiert.

Der Eindruck von meinem letzten Blog-Eintrag bleibt bestehen, dass ich wirklich froh bin, mich durch den Anfang durchgebissen zu haben, der mir nicht gefallen hat. Es gibt noch ein paar merkwürdige Sachen im Nachhinein, denn ich habe zwar eifrig die versteckten Flaschen aufgesammelt, aber bis zum Ende nicht gewusst, wieso. Vielleicht habe ich da einen Tutorial-Text überlesen, aber irgendwie konnte ich mit denen nichts anfangen.

Optisch ist „Alice“ tatsächlich immer besser und abgefahrener geworden und der Schluss hat mir auch richtig gut gefallen. Es ist schön düster, aber es wird fast nichts offen gelassen und dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass man auch hier eine recht nette Fortsetzung irgendwann basteln könnte. Ich würde mich jedenfalls darüber sehr freuen.

Als nächstes werde ich vermutlich „Final Fantasy 13“ endlich einmal angehen und damit bestimmt so einige Wochen beschäftigt sein, da ich nur am Wochenende PS3 spielen kann. Ich hatte mir zwar auch „Bayonetta“ geholt, aber nach einem  kurzen Anspielen bin ich mir nicht so sicher, ob es überhaupt was für mich ist. Zwar spielt es sich von der Mechanik nett, aber irgendwie sagt mir der Stil und die Art teilweise nicht zu.

Mal schauen, ob ich das nicht wieder billig irgendwo gebraucht verticke oder doch irgendwann mal anspiele. Das, was ich auf YouTube an Videos davon gesehen hatte, hatte mir optisch eigentlich gut gefallen. Nur waren die Sequenzen zwischendrin und doch manch obszöne Kameraeinstellung nicht so ganz mein Ding – zumindest weniger als das gesamte Blut. Vermutlich bin ich da leicht amerikanisch…