Koi no tenshi

Ich bin ab heute im Schwabenland bei meinen Schwiegereltern. Da ich nicht weiß, wie ich die nächste Zeit von hier aus bloggen kann, wünsche ich euch allen fröhliche Feiertage. Spätestens zwischen den Jahren melde ich mich bestimmt wieder zurück. Aber vielleicht finde ich auch hier die Zeit und Muße, zu bloggen. Möglicherweise bleibt es aber ruhig, weil ich die Zeit hier doch eher dazu nutze, meinen Romanentwurf aus dem November endlich zu Ende zu schreiben.

Hier ein Bilderzusammenschnitt des wunderbaren Weihnachtslieds aus dem herausragenden und sehr zu empfehlenden Anime Toradora!:

Die Weihnachtsepisoden von Toradora! sind so großartig, berührend und wunderschön – wenn auch herzzerreißend. Der Text ist so ironisch zu diesem unglaublichen Wendepunkt in der Geschichte. Als Mann sollte man das ja nicht zugeben, aber ja, ich habe geheult wie ein Schlosshund. Ich denke, an Weihnachten darf man das ruhig auch mal sagen.

It’s this time of the year…

Ich mache immer wieder gerne Witze darüber, wie plötzlich jedes Jahr Weihnachten kommt. Das habe ich schon deutlich früher auf dem Schirm. Dennoch auch ich gerade überrascht, wie weit fortgeschritten der Dezember doch ist.

An sich ist es noch durchaus früh. Liegt bei mir nur daran, dass ich lediglich dieses Wochenende zu Hause bin und das nächste Wochenende sind wir dann schon bei meinen Schwiegereltern im schönen Schwabenland. Freue ich mich durchaus drauf, aber fast hätte ich vergessen, noch rechtzeitig meinen Frisörtermin zu machen. Denn da bin ich ein wenig pingelig und Frisör ist für mich sowas Ähnliches wie Zahnarzt: Ich habe kein Problem damit, aber gehe doch lieber immer zum gleichen.

Bedeutet jetzt aber auch, dass ich daran denken muss, dieses Wochenende für zwei Wochen einzupacken und den ganzen Kram. Da vergesse ich bestimmt wieder so Einiges. Normalerweise sind wir über Weihnachten bei uns zu Hause und erst ab dem 1. Weihnachtsfeiertag unten bei meinen Schwiegereltern. Dieses Jahr ging es leider nicht anders aus Urlaubsgründen.

Aber vielleicht schaffen wir es so mal wieder auf den Weihnachtsmarkt in Esslingen. Der war zumindest richtig großartig, als wir da vor einigen Jahren waren. Außerdem gibt es da auch immer einen Mittelaltermarkt und da treffen wir bestimmte alte Bekannte. Wäre zumindest was. Auch wenn es mich immer wieder überrascht, was in der Zwischenzeit doch alles bei Leuten passiert, die man leider aus den Augen verloren hat.

Ganze Stadt sieht krass verändert aus

Als Abschluss meines persönlichen „Weihnachts-Specials“ hier auf dem Blog, bei dem ich allerlei Sachen präsentieren wollte, die für mich zu der eigentlichen Stimmung von Weihnachten gehören, kommt jetzt ein kleines ironisches Lied meiner absoluten Lieblings-A-Capella-Band: „Gummibaum“ von Maybebop.

Das ist wirklich a-capella, auch wenn es nicht danach klingt. Ich kann Maybebop nur immer wieder wärmstens empfehlen.

Koi no Tenshi Mai Orite

Was wäre Weihnachten ohne eines meiner Lieblingsweihnachtslieder der großartigen Yui Horie? Irgendwie unvollständig – zumindest für mich.

Aus dem Christmas-Special von „Love Hina“, das ich zu meiner Schande immer noch nicht gesehen habe. Aber wieso eigentlich? Denn „Love Hina“ ist ein absolut großartiger Anime. Das Problem ist ein ähnliches, das ich bei „Neon Genesis Evangelion“ oder „Angel“ (die Serie von Joss Whedon) hatte: Mir hat das Ende der Serie so gut gefallen, es war so schön offen, es hat mich auf gerade diese Weise so bewegt und berührt, dass ich mir das nicht durch eine Fortsetzung kaputt machen wollte.

Daher habe ich es bis heute nicht gesehen. Auch wenn ich das sicherlich noch einmal ändern werde, aber ich finde, dass manche Enden einfach so gut sind, wie sie sind. Selbst wenn man gerne eine Fortsetzung hätte, so ist es schön, wie das Ende steht und eine Fortsetzung kann das eigentlich nur kaputt machen.

Everyone will get rewarded

Heute einen gemütlichen 1. Weihnachtsfeiertag vor? Ich hätte da eine kleine Empfehlung, die allerdings ein wenig länger dauert, aber aus einem der Animes ist, die ich dieses Jahr gesehen habe und die mich ungeheuer beeindruckt haben: „Toradora!“ – und zwar die Weihnachtsfolgen.

Ich habe vor kurzem schon das tolle Weihnachtslied verlinkt, aber ich denke, über diese ruhigen Tage hinweg hat vielleicht der Eine oder Andere von euch Zeit und Lust, mal in ein paar mehr Folgen dieses hervorragenden Animes reinzuschauen.

Wer die Serie noch nicht kennt, der bekommt da natürlich so einiges an Spoilern ab, denn dabei handelt es sich um die Folgen 17-19. An sich würde ich auch noch am liebsten die restlichen Folgen empfehlen, aber da die Serie nur 25 Folgen hat, könntet ihr sie auch sowieso gerade zu Ende sehen.

„Toradora!“ baut in den ersten Folgen ein ungeheuer kompliziertes Beziehungsgeflecht zwischen den fünf Charakteren auf, das sich kaum schmerzfrei entwirren lässt und die Weihnachtsfolgen werden zum Höhepunkt, ab dem irgendwie alles den Berg ab zu gehen scheint, denn so viele Charakterentwicklungen, die bis dahin angespannt wurden, entladen sich ungeheuer kraftvoll in diesen Folgen und man meint, dass es nur in einer Tragödie enden kann.

Aber dennoch sieht man zwischen den Zeilen der Folgen, wie viel die Charaktere sich doch gegenseitig bedeuten und wie wenig sie den Anderen doch weh tun wollen – es aber machen, weil sie wiederum Anderen nicht weh tun wollen. Das ist es, warum ich es so wunderschöne Weihnachtsfolgen finde, auch wenn sie ungeheuer tragisch sind, denn an Weihnachten geht es immerhin um Freundschaft, Liebe und Nächstenliebe und man spürt das in diesen Folgen einfach durch die Bank weg.

Eine kurze Zusammenfassung für jene, die die Serie nicht kennen, aber mal in die Folgen reinschnuppern wollen?

Riyuji ist ein junger Schüler, der ein wenig ein Außenseiter auf Grund seiner Augen ist, da viele seinen stechenden Blick nicht abhaben können. Aber trotz dieses „Mörderblicks“ verbirgt sich hinter seiner Fassade eine zutiefst warmherzige und freundliche Person. Im neuen Schuljahr kommt Riyuji mit seinem langjährigen Freund Kitamura wieder in eine Klasse und mit seiner großen Jugendliebe: Minorin!

Man denkt, es könnte nicht besser laufen, doch da stößt Riyuji mit Taiga Aisaka zusammen, die zwar klein ist, aber ein ausgesprochen cholerisches Kendo-Temperamentsbündel und beide können sich nicht ausstehen. Zu allem Überfluss wohnt Taiga auch noch direkt neben Riyuji und sie ist sogar die beste Freundin von seinem Schwarm Minorin. Aber wie herauskommt, hat Taiga ein Auge auf Riyujis Kumpel Kitamura geworfen.

Daher schließen Riyuji und Taiga einen Pakt: Sie wollen dem jeweils anderen helfen, seine große Liebe zu erobern! Beide haben das auch dringend nötig, denn beide können nicht mit dem Objekt ihrer Anbetung vernünftig reden, stammeln nur, werden unbeholfen oder Ähnliches.

Im Laufe der Geschichte überkommen Riyuji und Taiga natürlich ihre anfängliche Feindschaft, da sie viel gemeinsam durchstehen müssen und so wächst die kleine Clique aus den vieren immer enger zusammen – es kommt ein wenig später sogar noch das junge Model Ami hinzu, die Taiga beneidet und selbst auch ein Auge auf Riyuji geworfen hat. Ihr könnt euch also vorstellen, was da für ungeheure Verwicklungen allesamt am Laufen sind und ich kenne kaum eine Serie, die gekonnter mit diesem herrlichen Beziehungs-„Fünfeck“ umzugehen weiß.

Die Charaktere haben allesamt ungeheuer viel Hintergrund, den ich nur schwer gerade zusammenfassen kann. Eigentlich muss man es schon fast von Anfang an gesehen haben, denn Riuyji lebt mit seiner alleinerziehenden und merkwürdigen Mutter zusammen, während Taiga ganz allein in einem luxuriösen Appartment ohne ihre Familie wohnt.

Die ganze Spannung dieses Fünfecks entläd sich mehr oder weniger an Weihnachten, wo es für manche ein paar überraschende Erkenntnisse gibt. Zwar ist Folge 17 noch nicht direkt die Weihnachtsfolge, aber dort fängt es bereits langsam an.

Ich liebe diese Serie für ihre ungeheuer starken Charaktere, für den Mut auf dieses komplizierte Beziehungsgeflecht, für die Symbolik, die in so vielen stillen Momenten geschieht, für die ungeheuer bedeutungsvollen Gesten und Szenen, die immer wieder so viele Momente in dieser Serie geradezu episch machen, obwohl es „nur“ um Beziehungen geht.

Wenn ihr Zeit und Lust habt und euch diese Zusammenfassung ein wenig neugierig gemacht hat, dann schaut einfach mal in die Serie von Anfang rein oder seht euch die verlinkten Weihnachtsfolgen nach dem Spoiler-Cut an. Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie großartig diese Serie doch ist. Sie ist so still und ruhig und doch so rasant und herzzerreißend.

Ich werde mir die Folgen jedenfalls sicherlich auch heute im Laufe des Tages bei meinen Schwiegereltern auf dem Laptop ansehen – und danach bestimmt wieder ganz fertig sein. Denn sie sind so schön, aber auch so bewegend.

Ich liebe allein die Cliffhanger, die es an nahezu jeder Folge gibt, wenn schon kurz vorher das Ending-Lied eingespielt wird, aber die Folge noch weiterläuft. Die Serie ist Drama pur!

Denkt daran: Es handelt sich dabei um ein Romantic-Drama mit starkem Charakterfokus. Es geht um Beziehungsprobleme und Selbstfindung von Teenagern. Wer das Genre oder solche Themen nicht mag, wird die Serie nur langweilig finden. Alle Anderen können ja mal reinschnuppern:

Spoiler-Cut

Can you think inside a chimney?

Samstag ist Ponytag! Außerdem ist heute Weihnachten! Da ich euch letztens bereits die letztjährige Weihnachtsepisode von „My little Ponies: Friendship is Magic“ nahegelegt habe, möchte ich heute die ganz großartige Weihnachtsepisode von letztem Wochenende verlinken.

Dabei wird die uralte Ponygeschichte erzählt, als die drei Stämme der Einhörner, Pegasi und Erdponies noch nicht in Harmonie miteinander lebten. Ein wunderbares Weihnachtsgleichnis mit dem üblichen Ponyhumor und reichlich Hintergrundgeschichte zu Equestria:

Epic Christmas! MLP makes Christmas about 20% cooler!

Saa Christmas ippai no egao

Heute verlinke ich euch das Weihnachtslied 2011 für mich, denn „Toradora!“ gehört für mich zu den Serien, die mich am meisten dieses Jahr beeindruckt haben und die Weihnachtsfolge war einfach so schön! Dazu dann noch dieses herausragende Lied, das so dramatisch perfekt gesetzt ist zu einem Zeitpunkt, in dem die Charakterentwicklung tragische Züge annimmt. Der Text verstärkt die Tragik der folgenden Szenen nur um so mehr.

Dieses Video zeigt das komplette Lied mit Text und Übersetzung mit einigen Szenen aus dem Anime, die meiner Ansicht nach fast gar nicht spoilen, aber einen schönen Eindruck von so vielen tollen Szenen geben. Allein beim Ansehen und dem Erinnern an manche Momente wird mir jedenfalls schon wieder ganz anders:

So! Schön! So! Herzergreifend!

„Toradora!“ kann ich wirklich nur empfehlen, denn mich hat dieser charakterzentrierte Anime wirklich extrem bewegt, berührt und inspiriert. Es ist keine lange Serie und die Zeit, die man dafür aufwendet ist wirklich gut angelegt. Daher meine Anime-Empfehlung zu Weihnachten, denn irgendwie passt „Toradora!“ einfach perfekt zu Weihnachten.

Es ist einer der schönsten Animes, die ich bisher gesehen habe. Selten so tiefe und interessante Charaktere gesehen und so viel Mut, im Umgang mit Liebesdreieck-Problemen.

How do I fit in without magic? I haven’t got a clue!

Auch wenn es eigentlich in dieser Folge darum geht, den Winter zu beseitigen, ist es eine wunderschöne Folge für Weihnachten: „My little Pony: Friendship is Magic“ – transportiert einfach den Weihnachtsgedanken sehr schön, auch wenn es ebenso eine Frühlingsfolge ist.

Für diejenigen, die „MLP:FiM“ nicht kennen eine kurze Einführung: Twilight Sparkle ist ein Einhorn, das ursprünglich nicht aus Ponyville kommt, sondern erst zu Anfang der Serie dorthin entsendet wird von Princess Celestia. Dort soll sie auf Geheiß der Prinzessin ihre Magiestudien um Studien zur Freundschaft erweitern, denn Twilight Sparkle ist einfach ein Bücherwurm und reichlich weltfremd. Daher drehen sich auch alle Folgen im Prinzip um Freundschaften und ihre Probleme und Twilight lernt zusammen mit ihren Freundinnen, was es überhaupt heißt, Freunde zu sein.

In dieser Folge erlebt Twilight Sparkle den „Winter Wrap Up“-Brauch, der für sie nur aus Büchern bekannt ist, und ist natürlich auch dafür alles andere als gewappnet. Denn in Ponyville wird es nicht mit Magie gemacht, wie dort, wo Twilight herkommt. Und das, obwohl Twilight doch nichts außer ihrer Magie kann! Oder um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: „How can I help? I’m new, you see. What does everypony do? How do I fit in without magic? I haven’t got a clue!“ So herzergreifend! Dabei würde sie wirklich so gerne helfen…

Wie gelingt es Twilight, sich trotzdem einzubringen? Kann sie wirklich nichts außer ihre Magie?

Auch wenn ihr sonst kein „MLP:FiM“ seht, möchte ich diese Folge zu Weihnachten empfehlen, wenn ihr nichts gegen Kinderserien habt, an denen man aber auch als Erwachsener auf Grund des Witzes und des Charmes viel Spaß haben kann:

So schön und immer wieder rührend! Außerdem natürlich mit dem besten Lied der kompletten Staffel: „Winter Wrap Up“. Ich glaube, das ist wirklich mit Abstand meine absolute Lieblingsfolge und das Lied höre ich mir immer wieder gene an – einfach gute Laune.

Am Kamin ist ein Plätzchen

Für mich geht es jetzt in den Weihnachtsendspurt, denn heute hat mein Urlaub begonnen. Ich freu mich so! Aber vor allen Dingen freue ich mich, weil ich auf YouTube endlich ein Weihnachtslied wieder gefunden habe, dass ich wirklich liebe. Nein, keine Bange, das hat jetzt nichts mit Ponies zu tun und auch nicht mit J-Pop – noch nicht, denn das kommt die nächsten Tage.

Aber heute wird es wieder klassischer. Denn als kleines Kind hatte ich eine Schallplatte von Peter Alexander mit Weihnachtsliedern. Streng genommen war es die Schallplatte meiner Eltern, aber die habe ich damals einfach für mich vereinnahmt, weil ich die so sehr mochte. Da waren ganz unterschiedliche Lieder drauf und jedes einzelne davon ist bis heute für mich ein „richtiges“ Weihnachtslied.

Peter Alexander wird sowieso vollkommen unterschätzt, wie ich finde. Häufig wird er einfach der deutschen volkstümlichen Musik zugeordnet, was aber einfach unfair ist. Für mich war es immer ein ganz großer Entertainer, der wirklich mit viel Seele und Charme gesungen und unterhalten hat. Das ist überhaupt kein Vergleich zum heutigen Konservenmutantenstadl, den man auf den öffentlich rechtlichen regelmäßig um die Ohren gehauen bekommt.

Nein, Peter Alexander bleibt für mich unantastbar und damit auch dieses Lied: „Winterwunderland.“

Ich liebe seine Stimme und finde ihn so ungeheuer sympathisch. Auch wenn ein alter Film mit Peter Alexander läuft, bleibe ich immer wieder hängen – selbst wenn Heintje mitspielt, denn „Hurra, die Schule brennt“ gefällt mir immer noch. Denn das Duett aus dem Film ist auch heute noch große Musik. Wer sich die Szene aus dem Film mal ansehen will, der darf nach dem Spoilet-Cut schauen:

Spoiler-Cut

The very next day you gave it away

So langsam könnte man doch ein wenig in Weihnachtsstimmung kommen – alles wird ein wenig hektischer und ich habe auch schon letzte Woche mein erstes „Last Christmas“ dieses Jahr gehört.

Wenn ich bedenke, dass dann auch schon bald Sylvester ist, frage ich mich, wo der Dezember hin ist und auch das ganze Jahr. Ich habe selten ein so schnell vorüberfliegendes Jahr miterlebt und die Wochen rasen zur Zeit nur so, dass ich kaum dazu komme, ihnen hinterher zu sehen.

Daher fallen mir dann häufig Mails viel zu spät auf, die ich beantworten wollte, die aber schon seit mehreren Wochen in Frankfurt liegen, weil ich die Woche über natürlich keinen Zugriff darauf habe, am Wochenende selbst aber anderes im Kopf habe, als Mails zu beantworten.

Ich bin erstaunt, dass ich überhaupt mit den Blog-Einträgen mithalten kann. Wobei es mir schon ein paar Mal fast passiert ist, dass ich es verpasst habe – oder sogar das Datum falsch eingegeben habe beim Schreiben. Will ich mal hoffen, dass ich nicht durch diese rasende Zeit nicht doch irgendwann einen Flecken auf meine weiße Blog-Weste bekomme.