Leading Fantasy

Da es mir so langsam wieder besser geht, kann ich auch endlich probieren, meine tiefergehenden Gedanken zur „Final Fantasy“-Reihe in Worte zu fassen. Seht es mir nach, wenn der Text manchmal holpert, denn mein Kopf ist durch die Erkältung immer noch ein wenig matschig. Ich werde morgen noch einmal drüberschauen und vielleicht die ein oder andere Stelle glattbügeln.

Jeder „Final Fantasy“-Fan hat sein „Final Fantasy“ – bei mir ist es Teil 7. Allerdings hatte ich auch an so ziemlich allen anderen Teilen meinen Spaß bisher. Zwar musste ich mich durchaus manchmal durchbeißen und manche haben einen zweiten Anlauf bei mir gebraucht, aber insgesamt gibt es kein „Final Fantasy“ an das mich mit negativen Gefühlen zurückdenke, denn jedes hat auf seine eigene Weise tolle Eigenarten.

Das Schöne an der „Final Fantasy“-Reihe ist immerhin, dass es eigentlich immer ein neues Spiel ist, denn die Welt ist immer eine neue, die Charaktere, die Storyline, die Mechaniken, die Kämpfe und so weiter. Trotzdem gibt es einige Dinge, die auf einem „Final Fantasy“ eben ein „Final Fantasy“ machen, so dass man sich als FF-Fan wie zu Hause fühlt. Davon ausgenommen sind natürlich Spin-Offs oder zweite Teile, wie FF-X2; die spielen natürlich in der gleichen Welt, auch wenn sie häufig trotzdem die Mechaniken verändern.

Trotzdem scheint es mir, dass mittlerweile kaum ein neuer Teil mehr Chancen hat. Wenn ich mir so die Bewertungen zu FF12 ansehe, dann wundere ich mich, denn FF12 ist kein schlechtes Spiel. Mag sein, dass man mit dem Kampfsystem nicht zurecht kommt, weil es zu hektisch ist in richtiger Echtzeit und die Sache mit der KI für manche komisch ist, aber ganz ehrlich: FF9 hat für mich das fürchterlichste Kampfsystem aller FF-Teile und trotzdem denke ich mit einem melancholischen Seufzen an dieses Spiel zurück.

Es ist auch nicht so, als ob FF12 nichts zu bieten  hätte, denn die Welt ist schön, die Geschichte ist spannend, die Charaktere sind größtenteils interessant (Balthier!) und man kann wieder ungeheuer viel entdecken. Ähnliches auch wieder zu FF13, an dem ich zur Zeit sitze. Woran liegt das also, dass generell über neue FF-Teile scheinbar nur noch gemeckert wird und ständig gesagt wird: „Die neuen FF-Teile sind nichts mehr?“

Ich habe da eine Vermutung.

Final Realization

Seit so ziemlich jedem „Final Fantasy“-Teil nach FF9 heißt es in Rezensionen „zu große Linearität, spielt sich wie ein interaktiver Film“. Langsam werde ich es müde zu lesen – aus mehreren Gründen. Auch die vorherigen FF-Teile waren nie sonderlich flexibel. Wenn ich an FF7, FF8 und FF9 denke, so hatte man zwar zwischendurch immer mal eine Weltkarte, auf der man sich bewegen konnte, aber trotzdem war keine Abweichung von den einzelnen Stationen möglich.

Der größte Unterschied zwischen diesen drei und den FF-Teilen ab FF10 ist, dass man die Weltkarte erst ab dem Punkt sieht, ab dem man auch wirklich die Welt erkunden kann. Das ist bei jedem Final Fantasy immer die gleiche Struktur gewesen: Zuerst spielt man ziemlich lange die Storyline nach und läuft auf den ausgetretenen Pfaden. Irgendwann bekommt man dann ein Raumschiff, ein Schiff oder sonst etwas, womit man besser reisen kann und ab diesem Moment wird der „Open World“-Modus in diesen FF-Teilen freigeschaltet. Ab dann kann man unzählige Geheimnisse entdecken, super schwere (aber unnötige) Boss-Monster hauen, ultimative Waffen ergattern oder bauen.

An sich unterscheidet sich da kein FF-Teil ab FF7 – zu den Teilen davor kann ich nichts sagen. Das Einzige, was ab FF10 dazu kam, war eine phänomenale Graphik, wodurch man noch mehr den Eindruck hatte, einen Film zu sehen. Vorher hatte man dafür aber nur diese ewigen, noch nicht einmal vertonten Dialoge. Eigentlich ist das also wirklich eine Verbesserung des Spielerlebnisses ab FF10 gewesen, denn es ist gleich – bis auf die Audioausgabe und die Cut-Scenes.

It’s friday, friday

Ich bin über das Wochenende auf unserem Rift-Gildentreffen und daher wird es auch morgen und übermorgen keine Blog-Beiträge geben – vermute ich. Mal schauen, wann ich Sonntag wieder nach Hause komme.

Als kleine Überbrückung für die vermutlich zwei Tage ohne Blogbeitrag hier, hinterlasse ich ein Lied, das ich heute morgen gefunden habe von der großartigen Kate Covington. Ich kann aber auch alle anderen Lieder von ihr sehr empfehlen. Sie hat ein paar so wunderschöne Texte und Vertonungen der Final Fantasy-Lieder gemacht, gerade „Rose of May“ (Beatrix Theme von FF9), „You are not alone“ (zwar nicht das Thema von Zidane, aber ein sehr wichtiges für den Charakter aus FF9) und „Suteki Da Ne“ (romance-theme von Tidus und Yuna, FF10).

Hier verlinke ich für euch „Serenade“ zum Anime „Fruits Basket“. Es ist einfach so schön! Das ist so schön hoffnungsvoll und verträumt. Ich liebe ihre Stimme, die Texte und die Arrangements:

Dabei fiel mir dann ein, dass ich mir schon ewig „Fruits Basket“ zulegen wollte, denn es klingt nach meiner Art von Anime – und das nicht nur, weil Yui Horie eine Rolle spricht.

 

Thunder and Lightning

Wie gestern angekündigt, habe ich jetzt endlich mit „Final Fantasy 13“ angefangen – das schon etwa ein Jahr bei mir liegt. Als großer FF-Fan habe ich mir immer gesagt, dass ich es anfange, wenn ich genügend Zeit habe, denn für diese Spiele lasse ich mir immer gerne sehr viel Zeit. Zwar waren die Rezensionen, die ich bisher gehört habe, negativ, aber ganz ehrlich: Das sind sie bei Final Fantasy seit einiger Zeit ständig.

Ich denke, es liegt daran, dass jeder FF-Teil ein anderes Universum, eine andere Atmosphäre und vor allen Dingen auch andere Mechaniken hat. Dadurch hat man sehr schnell seinen „Lieblingsteil“, denn sie unterscheiden sich alle so massiv voneinander. Dann beginnen die meisten, sie miteinander zu vergleichen und sicherlich kommt nie ein Teil an den bisherigen Lieblingsteil ran. Aber bei mir ist das nicht so, denn ich habe – aus welchem Grund auch immer – es gelernt, jeden FF-Teil auf seine eigene Weise zu schätzen und zu lieben. Denn es gibt bei jedem Teil, den ich bisher gespielt habe, großartige Elemente, die es in den anderen Teilen nicht gibt.

Mein persönlicher Lieblingsteil ist „Final Fantasy 7“ – vermutlich, weil es mein erstes war. Es hat mich berührt, es hat mich bewegt und es hat mich inspiriert. Zu FF8 habe ich erst ein wenig gebraucht, denn ich mochte weder Squall noch Rhinoa. Dafür war das Guardian-Force-System eines der besten der gesamten Reihe und auch das Kampfsystem hat mir gefallen. FF9 gehört definitiv zu den Teilen, die mir mit am besten gefallen, denn die Geschichte ist toll, das Universum ist toll, die Charakter sind großartig – nur das Kampfsystem ist das schlechteste aus allen FF-Teilen. FF10 gefiel mir durchaus, denn es war optisch herausragend, die Geschichte war gut und es hatte Rikku! Dafür mochte ich aber Tidus und vor allen Dingen Yuna nie wirklich. In FF12 gab es Fran und den ersten männlichen FF-Charakter, der mir so richtig gut gefallen hat: Balthier.

Jetzt beginne ich mit FF13 und freue mich auf ein weiteres episches Abenteuer und die ersten Spielstunden haben mich darin bestätigt, dass es sich nett spielt und nicht so schlimm und schlecht ist, wie ich es manchmal gelesen habe. Die Story beginnt mal wieder mit einem dramatischen Knall und das ist auch, was mich momentan sehr mitreißt, denn ich will wissen, wie es weiter geht, denn es fängt bereits dramatisch und episch an und ich wette, das wird noch viel grandioser zum Schluss hin. Dann habe ich natürlich schon meine ersten Favoriten in den Charakteren und auch wenn ich es nicht dachte, aber: Ich mag Lightning. Mein bisheriger Lieblingscharakter ist natürlich (keine Überraschung) – Vanille.

Das Kampfsystem spielt sich sehr flott und chaotisch, aber man kann sich doch daran gewöhnen und es bringt eine interessante Dynamik. Man steuert ähnlich wie in FF12 nicht mehr die komplette Party, sondern in erster Linie einen Charakter, mit dem man ganz unterschiedliche Möglichkeiten hat, kann aber durch gewisse Pre-Sets Kampfhaltungen und Fähigkeiten der Mitstreiter beeinflussen – lässt sich sehr schnell einstellen und erhöht dadurch das Geschwindigkeitsmoment und Arcade-Gefühl der Kämpfe.

Ich habe bisher jedenfalls meinen Spaß. Das Intro ist übrigens auch mal wieder sehr schön, wenn auch ungewöhnlich – die Musik ist sehr still und ungewöhnlich unepisch, auch wenn sie zwischendurch mal dazu aufspielt. Aber das macht mich eher neugierig, dass es mit sehr dezenten Tönen zu arbeiten scheint. Ich freue mich aufs Weiterspielen.

One-way ticket to a madman’s situation

Jetzt habe ich auch „Alice: Madness Returns“ fertig und der letzte Level war auch noch einmal richtig abgefahren mit einem tollen Finale. Die Hände des Endbosses waren richtig gruselig und genial animiert.

Der Eindruck von meinem letzten Blog-Eintrag bleibt bestehen, dass ich wirklich froh bin, mich durch den Anfang durchgebissen zu haben, der mir nicht gefallen hat. Es gibt noch ein paar merkwürdige Sachen im Nachhinein, denn ich habe zwar eifrig die versteckten Flaschen aufgesammelt, aber bis zum Ende nicht gewusst, wieso. Vielleicht habe ich da einen Tutorial-Text überlesen, aber irgendwie konnte ich mit denen nichts anfangen.

Optisch ist „Alice“ tatsächlich immer besser und abgefahrener geworden und der Schluss hat mir auch richtig gut gefallen. Es ist schön düster, aber es wird fast nichts offen gelassen und dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass man auch hier eine recht nette Fortsetzung irgendwann basteln könnte. Ich würde mich jedenfalls darüber sehr freuen.

Als nächstes werde ich vermutlich „Final Fantasy 13“ endlich einmal angehen und damit bestimmt so einige Wochen beschäftigt sein, da ich nur am Wochenende PS3 spielen kann. Ich hatte mir zwar auch „Bayonetta“ geholt, aber nach einem  kurzen Anspielen bin ich mir nicht so sicher, ob es überhaupt was für mich ist. Zwar spielt es sich von der Mechanik nett, aber irgendwie sagt mir der Stil und die Art teilweise nicht zu.

Mal schauen, ob ich das nicht wieder billig irgendwo gebraucht verticke oder doch irgendwann mal anspiele. Das, was ich auf YouTube an Videos davon gesehen hatte, hatte mir optisch eigentlich gut gefallen. Nur waren die Sequenzen zwischendrin und doch manch obszöne Kameraeinstellung nicht so ganz mein Ding – zumindest weniger als das gesamte Blut. Vermutlich bin ich da leicht amerikanisch…

Gaming birds

Dazu brauche ich wohl nicht viel zu schreiben, oder?

Vielleicht doch ein wenig für all jene, die Final Fantasy nicht gespielt haben: Der Vogel pfeift eine Musik, die in verschiedenen Variationen in fast jedem FF vorkommt!

Ich habe lange vergeblich versucht, Marcs Vogel „Bögenhaven“ aus einer Warhammer-Kampagne sagen zu lassen- nicht gelungen. Aber dieser Vogel…

Hard Drive

Gestern wollte ich „Cataclysm“ endlich mal installieren, auch wenn ich keine Ahnung habe, ob und wenn ja, wann ich es mir mal ansehen werde. Ich wollte allerdings einfach die Möglichkeit haben, wenn ich die Lust verspüre, einzuloggen. „Wollte“ ist das richtige Wort, denn es klappte nicht.

Ich begann die Installation, spielte derweil drüben im Wohnzimmer „Valkyria Chronicles“ und kam immer wieder rüber, um zu sehen, ob alles gut läuft. Dabei fiel mir sowieso schon auf, wie lange das Installieren braucht, denn so eine Mission bei „Valkyria Chronicles“ dauert gut lang und kurz vor Ende der Mission war ich erst bei 30% der Installation.

Als ich fertig war, ging ich wieder ins Computerzimmer, um nachzusehen und las eine tolle Meldung auf dem Bildschirm: „Nicht genügend Speicher. Die Installation wurde angehalten.“ Also dachte ich mir, dass ich eben einfach mal meinen Rechner freiräume. Ja, ich weiß, dass es nicht klug war, das ganze auf C zu installieren, aber ich hatte auch keine Motivation, das alte Spiel komplett auf D zu räumen und wollte daher einfach nur meine alte WoW-Installation upgraden.

Nach gut fünfzehn Minuten hatte ich genug Platz – Final Fantasy 14 war ein dankbares Löschopfer, auch wenn es mir ein wenig leid tat, denn ich habe immer noch die Hoffnung, dass es mir doch irgendwann Spaß macht und gebe Square da irgendwann gerne noch einmal eine zweite Chance. Ich wollte gerade die Installation fortsetzen, als ich dann sehe, wie das Programm wieder auf den Anfangs-Screen zurückspringt und ich noch einmal von vorne installieren durfte.

Ich schloss WoW – keine Lust mehr. Was ist aus diesen elementaren Funktionen geworden, die einem vorher sagen, wie viel Platz ein Spiel benötigt und auch noch überprüfen, ob auf der entsprechenden Partition genug Platz vorhanden ist? Das hätte mir jede Menge Zeit und Nerven gespart. Das ist übrigens kein WoW-Problem, denn ich erinnere mich dunkel, dass ich so ein Problem bei irgendeinem Spiel letztens auch schon einmal hatte; keine Ahnung aber, welches Spiel das war. Es hätte auch schon sehr geholfen, wenn die Installation wirklich nur angehalten worden wäre und nicht einfach abgebrochen wird, obwohl es anders aussah.

So zerplatzte mein Plan, WoW einfach schon einmal wieder zu installieren wie eine Seifenblase und die Lust sank, bevor sie auch erst die Möglichkeit hatte, zu kommen. Saubere Leistung, Blizzard.

Final Music

Wie schon erwähnt, war ich am Freitag auf einem Konzert: „Benyamin Nuss plays Uematsu“. Ich kann es aber wirklich sehr weiter empfehlen.

Ich bin zwar nun nicht so der Instrumental-Mensch, aber auch mir hat es sehr gut gefallen. Auf den ganzen Geschmack mit Filmmusik und Instrumentalmusik bin ich mehr oder weniger erst durch meine Frau drauf gekommen, die da meinen Horizont da erweitert hat.

Das Konzert war sehr kurzweilig und interessanterweise muss man sagen, dass ich einen eher schlechten Eindruck von Benyamin Nuss durch seine Homepage und die Fotos hatte. Irgendwie wirkten alle Fotos ungeheuer unsympathisch und fast arrogant. Aber auf der Bühne war es das genaue Gegenteil. Auch seine kurzen Erklärungen zu den Stücken waren bodenständig und sympathisch.

Besonders merkte man ihm aber auch an, mit was für einer Leidenschaft er die Stücke spielte – immerhin ist er auch selbst begeisterter FF-Fan, wie er sagte und nach dem Konzert glaube ich ihm das absolut. Es war wirklich beeindruckend, wie seine Hände über das Klavier getanzt sind und man sie manchmal fast gar nicht gesehen hat.

Das Aeris-Thema ist mein persönliches „E.T.“-Erlebnis, denn ich kann bei dem Stück fast jedes Mal heulen – so natürlich auch bei dem Konzert. Am besten hat mir allerdings eine seiner Zugaben gefallen: Das „FF7-Battle-Theme“ – so großartig! Ich muss gestehen, dass mir das beim Spielen von FF7 ein wenig auf den Keks ging, weil man es doch irgendwie ständig hörte. Vielleicht war mittlerweile aber auch genug Zeit vergangen, dass ich es ohne dieses „nein, nicht schon wieder Kampf!“-Gefühl hören konnte. Mich hat es jedenfalls mitgerissen.

Insgesamt kann ich den Herrn Nuss also jedem empfehlen, der etwas mit Klaviermusik und Uematsu anfangen kann.

It’s not a game

Mir langt’s! Ich habe jetzt ewig auf das PS3-Bundle mit FF13 gewartet. Für die Xbox360 gibt es schon seit längerem eines, aber ich will die PS3! Die Xbox lockt mich auch immer wieder, aber ein Bauchgefühl verführt mich zu dem überteuerten Luxusgerät von Sony.

Vor wenigen Tagen habe ich die Stromkostenabrechnung bekommen und deutlich weniger Strom verbraucht, als mir berechnet wurde. Das bedeutet, ich habe ein paar hundert Euro gut. Wenn nicht jetzt die PS3, wann dann? Die Bundles sind zur Zeit leider nicht mehr attraktiv und ich ärgere mich, nicht beim „Heavy Rain“-Bundle zugegriffen zu haben.

Ich denke, dieses Wochenende schlage ich endlich zu!