Owlicious

Der Film Die Legende der Wächter ist nett – und ich bin froh, dass ich ihn mir angesehen habe, bevor ich das Hörbuch weiter gehört habe. Denn der Film macht einige Dinge anders und ich vermute fast, dass der Film sogar mehrere Bücher umfasst.

Eigentlich gehöre ich nicht zu den Leuten, denen bei Verfilmunge Dinge fehlen oder die es schlimm finden, wenn Szenen ausgelassen werden. Aber ich muss gestehen, dass ich es bei diesem Film durchaus störend und unnötig fand. Auf ein paar Dinge hatte ich mich gefreut, die so sogar angedeutet, aber nicht umgesetzt wurden. Da kam ich mir ein wenig vor, als ob mir die Zunge rausgestreckt werden würde.

Insgesamt konnte ich damit leben. Was ich viel unangenehmer fand war jedoch, dass die Charaktere so unselbständig wirken. Während Soren und Gelfie im Buch sehr intelligent wirken, auf viele Ideen von selbst kommen, stolpern sie im Film eher von einer Lösung zur anderen. Das finde ich schade, denn gerade Gelfie verliert im Film doch sehr – obwohl ich die kleine Käuzin sehr ins Herz geschlossen habe. Dafür ist sie im Film schön animiert, aber wirkt eher zu schutzbedürftig und unnütz, was sie im Buch so gar nicht ist.

Trotzdem ist der Film ein netter Film, der Spaß macht. Nett animiert, hübsche Optik, schöne Musik und die Story funktioniert so auch ganz gut, auch wenn sie einige Dinge anders macht. Wäre das konsequent durchgezogen hätte ich mich wohl auch weniger daran gestört, dass ein paar Dinge gefehlt haben. Aber nachdem solche Dinge wie das Fragen-Verbot angedeutet wurden, erwartete ich das auch und war schlicht enttäuscht.

Also, richtige Reihenfolge: Zuerst den Film schauen, ob einem das Spaß machen kann. Dann die Bücher oder das Hörbuch zulegen und noch ein wenig mehr Spaß haben. Weil: Eulen!

Die Legende der Hörbücher

Nach Glenkill habe ich mir gestern Abend im Saturn das nächste Hörbuch geholt: Die Legende der Wächter. Der Film wurde mir mehrfach empfohlen, steht auch schon bei uns zu Hause im DVD-Regal, ist aber bisher noch ungeschaut. Als ich dann die Kombi-Box mit anscheinend den ersten drei Büchern für einen ziemlich guten Preis gesehen habe, schlug ich zu. Der Preis war im Saturn übrigens gute 10 EUR billiger als bei Amazon.

Die Hinfahrt am Montag so ganz ohne Hörbuch war zwar durch Jan Tenner nicht unangenehm, aber so lange gehen die Jan-Tenner-Hörspiele eben doch nicht. Nachdem ich schon ein wenig reingehört habe, freue ich mich daher doppelt auf die Heimfahrt morgen, denn was ich bisher gehört habe, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Eine angenehme Abwechslung zu Glenkill, das mich nur hin und wieder unterhalten hat.

Die Qualitätsunterschiede bei den Vorlesern sind wirklich gewaltig. Während die Vorleserin bei Glenkill alles in ein und demselben Tonfall vorgelesen hat und ich das eher einschläfernd als spannend fand, hat Stefan Kaminski wieder ganz eigene Stimmen für die Figuren und ich merke endlich auch wieder, wenn geredet wird und wann erzählt wird. Denn das war bei Glenkill wirklich entnervend, wenn ich mich auf die Autofahrt konzentrieren musste und daher so den Anschluss verloren hatte, dass ich nicht mehr irritiert mitkam. Je unterschiedlicher die Stimmen sind, um so besser daher.

Der Anfang der Geschichte hat mich durchaus so gefesselt, dass ich am Wochenende doch mal meine Frau dazu überreden muss, den Film zu sehen. Ich hatte nämlich kurzzeitig überlegt, ob ich mir wirklich das Hörbuch holen will, bevor ich den Film gesehen habe. Aber nur Musik beim Autofahren mag ich nicht mehr – lieber die Möglichkeit mal ins Hörbuch zu schalten und mal auf meine MP3-Musikliste. Doch jetzt will ich den Film schauen! Eulen! Yay!

Sheepless

Ich werde mit Glennkill nicht warm. Das ist schade, denn nach allem was ich gehört hatte, sollte es mir gefallen. Trotzdem versuche ich es gerade erneut – zum vierten Mal. Oder ist es schon das fünfte Mal? Ich weiß es nicht.

Möglicherweise liegt es auch einfach daran, dass ich es als Hörbuch probiere. Vielleicht hätte ich mehr Spaß beim Lesen, aber auf der Autobahn funktioniert das so nicht. Meine Gedanken schweifen ständig ab und wenn ich nur einen Satz verpasse, dann komme ich ständig nicht mit.

Die Vorleserin finde ich auch einfach nicht gut. Das ist ein so Singsang, bei dem alle Charaktere ähnlich klingen und ich noch nicht einmal Erzählstimme von wörtlicher Rede unterscheiden kann. Außerdem ärgern mich manche Betonungen in den Dialogen, weil die schlicht zu monoton sind und an manchen Stellen einfach nicht passen wollen.

Jetzt werde ich es aber durchziehen und höre es mir von Anfang bis zum Ende durch. Es sind nur vier CDs und zur Zeit habe ich kein anderes Hörbuch. Dann habe ich das hinter mir und vielleicht wird es noch besser – auch wenn ich es bezweifle.

Denn nicht nur die Vorleserin ist nicht gut. Das Buch kann sich meiner Ansicht nach nicht entscheiden, ob es nun eine Parodie, ein Krimi oder eine skurrile Geschichte sein will – es kann sich noch nicht einmal entscheiden, ob es alles zusammen sein will. Mal sind die Schafe überraschend menschlich, dann sind sie aber wieder zu blöd, um andere Dinge zu erkennen. Manchmal werden witzige Parallelen zwischen Menschengesellschaft und Schafsgesellschaft gezogen und viel zu häufig bleibt es auf der Strecke.

Schade ist es schon, aber es scheint einfach nicht meins zu sein. Dabei mag ich Schafe und ich mag solche witzigen Ideen. Aber dennoch finde ich die Ausführung alles andere als gelungen und bin nach den ganzen Lorbeeren, die dem Schafskrimi gegeben wurden, doch reichlich enttäuscht. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Aber dass ich das Hörbuch nun zum wiederholten Male anfangen muss, spricht eigentlich eine deutliche Sprache.

Lost

Das Ärgernis um die Hörbuchversion von Tribute von Panem geht weiter – leider. Wie ich bereits schrieb, habe ich mir schon die nächsten beiden Teile bestellt und die trudelten heute ein. Auf der Rückfahrt mit dem Auto kam ich auch pünktlich an das Ende von Teil 1 und wollte gerade wechseln, als ich recht ratlos über den beiden CD-Packungen saß: Welcher ist nun der zweite Teil? Denn es war nirgendwo eine Nummer zu finden.

So richtig clever ist das nicht. Sicherlich kann ich im Internet nachschauen und jetzt weiß ich es auch, aber im Auto hatte ich keinen Zugriff auf das Internet, da ich immer noch nicht die zwingende Notwendigkeit eines Smartphones anerkenne und mich bisher darum drücke. Es sollte doch außerdem trotzdem möglich sein, auf solchen CD-Packungen die Reihenfolge kenntlich zu machen. Ist das echt so schwer? Oder unnötig? Oder künstlerische Freiheit?

Mir egal, was es ist, es ist auf jeden Fall eines nicht: angenehm für den Leser – beziehungsweise in diesem Falle dem Zuhörer.

Wenn du doch geschwiegen hättest…

Letztens fuhr jemand bei mir im Auto mit und entdeckte im Fußraum des Beifahrersitzes mein Hörbuch zu Tribute von Panem. Wir unterhielten uns kurz ein wenig und dann fragte er mich: „Wusstest du eigentlich, dass das die gekürzte Fassung ist?“

Nein, wusste ich nicht und ich war mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass sie es nicht wäre. Aber dabei habe ich mich wohl getäuscht. Das war sehr ärgerlich, denn ich war bisher extrem zufrieden mit dem Hörbuch und hatte damit wirklich viel Spaß. Aber diese Erkenntnis trübte diesen Spaß doch leicht. Hätte er doch bloß nichts gesagt! Mir wäre es wohl nicht aufgefallen.

So höre ich jetzt zwar weiter, aber hin und wieder frage ich mich: „Welche Dinge wurden denn gekürzt? Was wurde übersprungen? Was bekomme ich nicht mit?“ Und das ist schade, denn mir gefällt das Hörbuch – sehr sogar. Es gefällt mir sogar so gut, dass ich mir bereits Teil 2 und 3 bestellt habe, um direkt am Ende von Teil 1 auch zur Not auf der Autobahn wechseln zu können. Na gut, ich würde dafür auf einen Parkplatz rausfahren, aber immerhin habe ich dann die beiden nächsten Teile bereits im Auto.

Leider habe ich ansonsten keine ungekürzte Fassung gefunden und auf irgendwelchen Online-Börsen oder gar illegal will ich mich gar nicht erst umschauen. Wirklich schade, dass die offizielle Version dann auch noch gekürzt ist. Nein, es ist nicht nur schade, sondern sehr, sehr ärgerlich. Aber ändern kann ich es auch nicht.