Sorry, I never told you…

Don’t give people what they want, give them what they need. (Joss Whedon)

Das gilt sicherlich auch für Autoren und es ist ungeheuer schwierig, sich von Figuren zu trennen, die man mag. Gestern kam mir allerdings eine Idee, denn ich saß in einer ideenlosen Grube, weil ich wusste, wo meine Protagonistin jetzt hin sollte, aber ich habe mir ein paar Probleme eingebaut. Das ist an sich gut, denn ein Roman ohne Probleme ist langweilig. Doch ich bekam langsam Panik, dass es doch nicht mehr gelingen könnte.

Doch dann wusste ich, wie ich das mache – auch wenn es mich schmerzt. Und vermutlich kann und muss ich mich nicht ganz von dieser Figur trennen, aber ich glaube, heute Abend oder morgen Abend wird es soweit sein und es wird eine sehr heroische Szene geben, die mich endlich dahin bringt, wo ich hin muss.

Danke an Mariah Carey und Boyz II Men für diese Inspiration:

Wobei es in diesem Fall weniger heißen müsste: „Never had I imagined living without your smile“ als vielmehr „… living without your growling.“ Das wird so großartig. Da ist so viel Dramapotenzial und so viel Tragik drin und so viel, was zunächst ungesagt bleibt. Ich muss mich nur dazu durchringen.

Is this a dagger I see before me…?

A place to call home

Diesen NaNoWriMo torpedieren sie mich von allen Seiten – die neue Staffel My Little Pony: Friendship is Magic, Assassin’s Creed 3 und jetzt auch noch Rift! Bösartig aber so gut! Und um so süßer wird der Sieg am Ende des Novembers schmecken, wenn ich weiß: Das habe ich dennoch durchgehalten und geschafft.

Aber kurz ein paar Worte zum neuen Add-on bei Rift, denn das ist einfach saugut: Ich habe gestern reingeschnuppert und habe mich wieder neu in das Spiel verliebt. Nicht, dass ich jemals an dem Spiel gezweifelt hatte, denn mein Abo lief weiterhin durch und ich loggte regelmäßig ein. Doch was Trion da gezaubert hat? Wunderbar. Zumindest das, was ich gesehen habe.

Dieses Housing war genau das, wonach ich seit Ewigkeiten in einem MMO gesucht habe. Es erinnert wirklich stark an das Everquest 2-Housing, ist in Details aber anders und vermutlich in noch einigen Dingen, die ich nicht entdeckt habe. Aber mal schauen, vielleicht mache ich demnächst mal ein paar kleinere Videos zu meinem eigenen kleinen Hochelfen-Hain, den ich gestern noch bis spät in die Nacht gebastelt habe.

Housing! Rift – ich liebe dich! Neuer Kontinent? Neue Dungeons? Neuer Content? Mir doch egal! Ich bin im Housing versumpft und das ist es wohl auch, wo ich die nächste Zeit des Spiels verbringen werde. Sicherlich auch auf dem neuen Kontinent, denn ich habe gehört, da gibt es viel Gold. Doch wofür brauche ich das? Ja, genau: Für die Housing-Gegenstände!

Aber es gibt natürlich Content und auch einen sehr coolen Stimmungs-Trailer. Schaut ihn euch einmal an. Ich bin jedenfalls bisher absolut begeistert vom Add-on:

Rift schafft es wirklich, mir immer wieder dieses epische Gefühl zu bereiten, das WoW zu Burning-Crusade-Zeiten bei mir erzeugte.

Play minstrel, play

Auf der Autobahn legte mein MP3-Player plötzlich meine Loreena McKennitt – Live in Paris and Toronto auf und plötzlich wusste ich: Ja, das passt doch perfekt auf meine Protagonistin! Hin und wieder gibt es da nämlich dann auch trotz der irischen Klänge auch etwas Arabisches und dann wird es in der Mischung ungeheuer spannend und passend.

Was sehr gut die Essenz des Charakters einfängt, auch wenn ein paar Dinge fehlen, ist „The Mummer’s Dance“:

Safe and sound

Gestern hatte ich Bergfest – wie ich heute erst gemerkt habe. 25.000 Wörter. Eigentlich wollte ich heute die 30.000 knacken, aber das wird leider nichts mehr. Dafür war doch zu viel zu tun und ich habe vernünftig meine tägliche Wörteranzahl geschafft, aber so viel mehr war dann doch nicht möglich.

Ich bin auch dementsprechend geschafft und kaputt und tot und falle daher mal ins Bett. Einen schönen Abend wünsche ich und verschwinde dann mal aus den Weiten des Internets für heute.

Westward the course of Empire goes

NaNoWriMo 2012 ist dieses Jahr echt schwierig. Ich bin gut in der Wortzahl dabei und habe schon vorgearbeitet, aber gerade am Wochenende wird es anstrengend. Wieso? Assassin’s Creed 3!

Das Tutorial ist lang und wie zu erwarten war, auch wieder nicht gut, aber selbst da sind Geschichte, Charaktere, Erzählweise und Setting großartig! Ich sitze ständig im Wohnzimmer vor dem Fernseher und will rufen: „Ja! Ja! Ja!“

Während Brotherhood und Revelations richtig tolle Spiele waren, aber auch nur kleine Schritte von Assassin’s Creed 2 waren, macht Assassin’s Creed 3 so viele Sachen (außer dem Tutorial) unglaublich richtig und anders.

Ja, mir fehlen ein wenig die Häuserstraßen aus Venedig oder Rom oder Konstantinopel. Die gibt es in diesem Ausmaß natürlich nicht in einem kolonialen Amerika. Aber dafür ist es auch koloniales Amerika und das rockt einfach so ungemein! Das komplette Setting ist genau meins und das, was ich mir erhofft hatte.

Außerdem: Seeschlachten! Ich habe bisher zwar erst die Tutorial-Seeschlacht gemacht, gehe aber davon aus, dass da noch mehr kommt und das hat so viel Spaß gemacht und war mal wieder so schön anders! Ich bin schlicht begeistert von AC3 und freue mich so riesig beim Spielen.

Dadurch schaffe ich nicht immer so viele Wörter, wie ich gerne würde, aber das Tageslimit war bisher dennoch immer möglich.

Writingly ever after

Unverhofft kommt oft. Eigentlich hatte ich gestern vor, was Anderes zu schreiben. Aber als ich dann den Blog-Beitrag fertig hatte und auch das Lied noch einmal angehört hatte, hatte ich eine Eingebung – und plötzlich auch ein Ende.

Das überkam mich von eben auf jetzt, dass ich einfach eine saucoole Ausblende hatte und während es anfangs nur ein Satz war, mit dem ich aufhören wollte, wurde aus dem Satz dann plötzlich ein Absatz und dann noch ein Absatz und somit habe ich sogar eine komplette Ausleitung aus dem normalen Geschehen. Und als ich damit fertig war, kam auch noch direkt ein Epilog hinterher, um einen Ausblick auf den nächsten Teil zu geben.

Das ist absolut wichtig für mich gewesen, denn jetzt weiß ich, wo ich ankomme – nicht nur, wo ich hin will. Ich kenne jetzt nämlich nicht mehr nur die Richtung, sondern den Ort und das ist viel wert. Jetzt geht es nur noch um die Reise dorthin und die ist zumindest gefühlsmäßig schon in meinem Kopf drin.

Durch ein paar assoziative Kapitelüberschriften habe ich da sogar einige Wegpunkte, so dass mein Plot zwar nicht ausgefeilt ist, aber jetzt muss ich den Weg nur noch gehen und werde dabei sicherlich noch ein paar Mal im Laufe des noch kommenden Novembers überrascht, aber es gibt ungeheuer viel Sicherheit.

Ich habe ein Ende, ich habe einen Plot, ich habe einen Konflikt, ich habe eine Prämisse, ich habe Entwicklungen. Mehr brauche ich nicht, um jetzt die letzten 30.000 Wörter oder noch mehr zu rocken.

When all those shadows almost killed your light

Vor zwei Jahren habe ich während des NaNoWriMos 2010 mit einer kleinen Sache angefangen, die ich gerne beibehalten will, denn sie hat mir viel Ideen und Inspirationen gebracht. Und zwar: Ich poste hier immer mal wieder Lieder, die zu dem Entwurf passen, seiner Stimmung oder manchen Szenen.

Natürlich gibt es dann möglicherweise den Vorwurf, dass man klaut. Aber es geht hier nicht um das Klauen, sondern um die Verwandtschaft zu Bildern im Kopf, zu Stimmungen, zu Eindrücken. Denn alles gehört zusammen und man kann das einfach nicht trennen und sicherlich spielen so ein paar Dinge mit rein, wenn man schreibt. Das ist trotzdem noch lange kein Klauen.

Anfangen will ich dieses Jahr mit einem Lied, das ich erst vor ein paar Wochen so richtig entdeckt hatte – dabei habe ich es sogar schon vorher gehört, nämlich im großartigen Film Die Tribute von Panem. Das Lied ist mir aber jetzt erst wieder so richtig bewusst geworden und ich hatte keine Ahnung, dass es von Taylor Swift gesungen ist – deren Stimme und Stil ich ungeheuer mag.

Das Lied passt ungeheuer gut von der Stimmung und dem Text – auch wenn mein Roman kein Depri-Drama sein sollte. Es geht mir hier vielmehr um die Hoffnungslosigkeit, die in allem steckt, aber dennoch dieser Ansporn, nicht aufzugeben und dagegen zu kämpfen… es wird wieder alles gut – selbst wenn es nicht so aussieht; und trotzdem weiß man, dass es eine Lüge ist, denn es wird nicht mehr sicher sein.

Das ist zumindest die Stimmung, in der sich meine Protagonistin aus dem ersten Teil zur Zeit des zweiten Teils befindet und wo auch meine (andere) Protagonistin des zweiten Teils so langsam hinsteuert. Ich mag dieses Lied – sehr. Und es fängt genau diese Stimmung sehr schön ein.

Schon kurios, denn das Lied passt ideal auf die Tribute von Panem und obwohl meine Geschichte wirklich nichts damit zu tun hat, passt es ebenso dazu. Und das Lied hat mich dazu inspiriert, ab jetzt so richtig alles zusammenkrachen zu lassen. Drama, Baby! Drama! Heute Abend bricht ein Sturm über die Stadt der Nebel ein. Denn da will ich hin.

Ready, steady, go

Heute fällt mein Blog-Beitrag kürzer aus, denn: Ich habe noch 1700 Wörter vor mir. Vor der Arbeit bin ich nicht dazu gekommen zu schreiben und finde erst jetzt die Ruhe. Aber immerhin hatte ich auf der Autofahrt genug Zeit, um mir Dinge zu überlegen und dadurch habe ich sogar erste Ideen für ein Ende – oder zumindest die Richtung, in die ich will.

Außerdem bin ich absolut begeistert, wie manches auf einmal zusammenpasst. Das hätte man nicht besser planen können! Doch genug jetzt, ich habe eine Tastatur zu quälen.

Writing man

An sich komme ich recht gut voran im NaNoWriMo 2012. Zwar habe ich nicht immer mein persönliches Ziel geschafft, aber nach fast 15.000 Wörtern nach ein paar Tagen bin ich doch sehr zufrieden. Das war mein ungefähres Ziel am Ende dieses verlängerten Wochenendes.

Ich merke aber auch, dass ich jetzt wieder ein wenig langsamer schreiben muss. So gut es auch gerade funktioniert, so brauche ich immer wieder diese Pausen zwischendurch, in denen ich „nur“ 1667 Wörter pro Tag schreibe. Das hat den Vorteil, dass ich dann viel mehr auf der Autofahrt oder im Fitness-Studio oder unter der Dusche nachdenken kann – Spülen eignet sich übrigens auch sehr gut dafür.

Wenn ich zu sehr am Text dranbleibe und schreibe und schreibe und schreibe, dann laufe ich mich irgendwann tot und das ist nicht gut – weder für mich, noch für den Text. Ich schreibe mich dann in eine Sackgasse und das will ich natürlich nicht riskieren.

Daher habe ich auch heute dann doch nicht mehr all zu viel geschrieben, obwohl es noch ein paar Wörter sind bis zur runden 15.000 – aber das ist okay. Ich bin deutlich im Plus. Da sollte ich mir nicht unnötig Druck machen. Wenn alle Stricke reißen habe ich immerhin am Ende des Novembers auch noch einmal eine Woche Urlaub vor meinem Geburtstag. In Probleme sollte ich also nicht geraten.