At the beginning

Beim Thomas gibt es einmal wieder einen spannenden Artikel über den Zauber erster Sätze – ein wirklich spannendes Thema. Wenn ich bedenke, wie lange ich auch bei meinen Entwürfen ausgerechnet immer am ersten Satz hänge, ihn umarbeite, verwerfe und dann was ganz Anderes nehme.

Der erste Satz ist immerhin die Tür zum Roman – im Normalfall das Erste, was man liest. Das sollte schon direkt in die Geschichte ziehen oder eine Charakterisierung des Settings, des Hauptcharakters oder der Stimmung sein. Viele erste Sätze sind in Ordnung, aber krachen nicht. Ob ich auf 10 Sätze komme wie Thomas komme? Mal schauen. Allerdings ist das bei mir auch keine Reihenfolge der Gewichtung, sondern rein assoziativ.

Gedankenspiele

Ich freue mich auf meinen Urlaub. Der ist noch ein wenig hin – knapp ein Monat. Dennoch merke ich, wie ich von Tag zu Tag mehr daran denke und überlege, was ich wie machen werde.

Insgesamt wird es ein Erholungsurlaub, denn wir fliegen wieder in die Türkei ins gleiche Dorf. Sicherlich gibt es da noch Dinge im Umland, die ich noch nicht gesehen habe oder noch nicht kenne. Aber trotzdem ist mein Plan: Entspannen, Entspannen und Schreiben.

Gerade letzteres muss ich endlich mal machen und ohne richtigen Internet-Anschluss sollte das doch möglich sein. Neil Gaiman hat das einmal treffend formuliert: „Anywhere that I can’t check my email is a good place to write!“ Wie wahr, wie wahr. Na gut, und ein wenig im Pool schwimmen und in der Sonne liegen steht auch noch auf dem Plan.

Daher werde ich mich auch diesmal wider meine ursprüngliche Planung nicht mit NintendoDS-Spielen eindecken und auch die Anschaffung einer PSVita wird warten. Daher wird es heißen: Nur meine bisheirgen DS-Spiele (ganz komme ich doch nicht aus), mein Kindle, maximal zwei weitere Bücher, unser Laptop und alle meine Roman-Entwürfe.

Allerdings seien wir ehrlich: Wenn ich Zitadelle der verlorenen Träume wenigstens einmal komplett überarbeiten kann, dann ist das schon viel für diesen Urlaub. Das wird aber mein Ziel sein, denn der NaNoWriMo rückt näher und da will ich mich immerhin an die Fortsetzung machen; oder an den zweiten Teil, wie man es nimmt.

Ungeachtet dieser Arbeitspläne soll das dann auch noch erholsam sein, daher will ich mir auch nicht zu viele Gedanken machen und mir auch nicht zu viel Arbeit gedanklich aufhalsen. Sonst wird das mit der ganzen Erholung nichts und ich denke, das ist schon recht viel Plan für zwei Wochen Türkei.

Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, was ich wie machen könnte und mir vorstelle, wie wir dies oder das machen, dann bin ich schon so ein klein wenig zumindest im Urlaub – und das ist toll. Ein ganzer Monat noch bis zum Urlaub, aber dennoch spüre ich diese Vorfreude und bin auch schon so ein klein wenig dort.

Smile, Smile, Smile

Es ist zwar mittlerweile schon ein wenig her, dennoch wollte ich kurz zwischenmelden: Das Hörbüch „der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard“ ist bei mir mittlerweile auch fertig. Hatte ich mir damals geholt, weil: Neil Gaiman – das dürfte Grund genug sein.

Natürlich ist es ein Kind/Jugendbuch, aber sowas hat mich noch nie abgeschreckt oder abgehalten, denn das ist weder ein Zeichen von schlechter Qualität, noch dass es mir keinen Spaß machen könnte. Denn gerade richtig gute Unterhaltung für Kinder und Jugendliche lese ich extrem gerne. Einfach ist das nämlich auch nicht.

Für den Preis von knapp 10 Euro kann man nicht viel falsch machen. Die Erzählstimme ist angenehm und klar, da fehlen jetzt die Illustrationen, die zum Buch eigentlich dazu gehören. Aber trotzdem ist es angenehm kurzweilig gerade für die Autofahrt. Gerade einmal zwei CDs und knapp 2-3 Stunden. Mir hat das jedenfalls so manchen Stau arg verkürzt, auch wenn ich gestehen muss, dass die Geschichte zwar nett war, aber mich nicht unbedingt dermaßen mitgerissen hat.

Dabei ist der Anfang noch deutlich fesselnder. Später hin schwächelt es ein wenig und auch das Ende ist reichlich antiklimaktisch. Gibt allerdings Schlimmeres.

Auf die Ohren

Zwei neue Hörbücher habe ich mir jetzt bestellt: einmal „Die Tribute von Panem“ und dann der „lächelnde Odd und die Reise nach Asgard“ von Neil Gaiman. Im Auto laufen zur Zeit noch zwei Podcasts und das Dieter-Nuhr-Hörbuch: „der ultimative Ratgeber für alles“ – bisher auch ganz nett. Aber irgendwie auch kein richtiges Hörbüch wie ich finde. Es fühlt sich eher wie eine Comedy-CD an; und die Podcasts… naja, da höre ich halt immer mal wieder rein. Da habe ich auch nicht immer Lust dazu.

Von daher könnte es gut sein, dass ich doch mit einem der anderen beiden Hörbüchern. Doch welches? Ich bin echt überfragt. Vermutlich doch den Gaiman, weil mir der kürzer scheint und ich außerdem ansonsten bei den „Tributen“ gerne dann wohl alle drei Teile am Stück hören würde – wenn die überhaupt vernünftig vorgelesen sind und mir gefallen. Ich werde sehen – und bestimmt auch darüber berichten.

The Hearing Books

Als Hörbuch habe mittlerweile das „Graveyard-Buch“ von Neil Gaiman in der deutschen Fassung zu Ende gehört. Das war mit ein wenig Pause um Weihnachten herum bis vor ein paar Wochen, weil ich auf den Pendelfahrten dann doch lieber Musik hatte und nicht ganz so sehr den Nerv, mich auf einen Erzähler zu konzentrieren.

Mit eines der Hauptprobleme war dabei vermutlich aber auch, dass manche Stellen zwar recht atmosphärisch vorgelesen waren, aber ungeheuer schwer gerade dadurch zu verstehen. Den Höhepunkt erreichte dieses Problem, wenn der „Slayer“ vorgelesen wurde – mit Echo und viel Gezische, wie von einer Schlange. Eigentlich coole Idee und – wie gesagt – atmosphärisch. Für die Autofahrt aber vollkommen daneben, denn diese Stellen musste ich immer wieder pausieren und zurückspulen, weil ich sie schlicht nicht verstand im Autobahnlärm. Das funktionierte eigentlich immer nur beim Stehen an der Ampel. Sehr schade.

Dadurch war dieses Hörbuch für mich deutlich schlechter als „das letzte Einhorn“ oder „die Brautprinzessin“, denn die konnte ich alle ohne Probleme auch verstehen. Beim „Graveyard-Buch“ hatte ich da deutliche Probleme. An sich ist es schon gut gemacht, aber das war für mich durchaus ein großer Minuspunkt.

Die Geschichte selbst ist nett, wenn auch nicht überragend. Ein wenig störte mich der Schluss, der dann doch mit aller Gewalt die Kapitel davor wieder zusammenführen wollte. Fand ich in diesem Fall eher unnötig und unpassend. Aber an sich eine nette, morbide Jugendgeschichte, die tatsächlich nicht nur an manchen Stellen an die offenkundige Vorlage „Jungle Books“ von Rudyard Kipling erinnert – nur eben auf dem Friedhof… mit Untoten und Geistern und so weiter.

The Traffic Book

Heute habe ich mich einmal wieder so richtig über den Straßenverkehr geärgert. Ein Phänomen, das sicherlich alle kennen: Staus entstehen, aber so richtig schlimm werden sie durch den Egoismus der Menschen. Wie ich das meine?

Wenn jemand ständig die Spur wechselt, erzeugt er mehr Unruhe und bringt außerdem dabei beide Spuren zum Halten, denn die können nicht ungehindert weiterfahren bis er ganz drüben ist. Besonders schön wird das dann, wenn das ständig gemacht wird – vom gleichen Fahrer. Noch schlimmer wird es dann, wenn ein paar Schlaumeier denken: „Hö, hö! Die dritte Spur ist frei! Dann überhole ich alle und vorne, wenn ich raus will, schleiche ich mich wieder rein.“ Na, danke. Das sind genau die Ursachen, warum auch die dritte Spur irgendwann stockt.

Wie gut, wenn ich dann im Auto nette Musik höre oder ein Hörbuch habe. Zur Zeit übrigens „Das Graveyard-Buch“ von Neil Gaiman in dieser Fassung. Das höre ich schon eine Weile, weil ich über Weihnachten in manchem Stau keinen Nerv zum Zuhören hatte und auch dann lieber mal wieder mehr Musik hören wollte. Trotzdem nette Geschichte, nett vorgelesen… passt. Ist ein etwas morbides Jugendbuch mit ein paar sehr netten Einfällen.

Wusstet ihr…?

… dass Neil Gaiman, einer meiner absoluten Lieblingsautoren, nicht nur ganz großartige eigene Sachen geschrieben hat, sondern auch die Adaption für den großartigen „Prinzessin Mononoke“ für den englischsprachigen Filmmarkt gemacht hat?

So hat Neil Gaiman wohl nicht viel geändert, da Miyazaki den Film ungeschnitten auf Englisch veröffentlichen wollte. Was Gaiman aber gemacht hat, ist manche kulturellen Begriffe ausgetauscht und Wörter ersetzt. So ist der Begriff „Forest Spirit“  von ihm – und das finde ich erstaunlich, denn gerade solche Begriffe sind mir noch aus dem Film im Kopf und passen einfach perfekt. Auch wenn es da scheinbar einige Kritiken gab, so finde ich, dass er da wirklich gute Arbeit geleistet hat. Kein Wunder.

Ich bin bei solchen Sachen immer wieder erstaunt, wenn ich mitbekomme, wo meine persönlichen Helden doch alles mitgewirkt haben. Da bin ich wirklich immer überrascht, wenn ich zum Beispiel sehe, dass Joss Whedon auch an „Toy Story“ oder „Titan A.E.“ mitgemacht hat oder Tim Burton an „Taran und der Zauberkessel“ mitgearbeitet hat, den ich als Kind ganz großartig fand und eine meiner ersten richtig großen Erinnerungen an Kinogänge ist.

Vielleicht bekommen manche da einfach mehr mit als ich. Mir laufen solche kleinen Details eher im Nachhinein über den Weg. Das zeigt mir auch immer, dass selbst solche Größen manchmal nicht mit Pauken und Trompeten überall auftreten. Manchmal machen sie auch nur kleine Sachen, manchmal setzen sie sich erst in großem Stil im Nachhinein durch. Daran merkt man, dass auch die nur mit Wasser kochen, aber das schon immer gut war.

Oh, you’re at that part of the book, are you?

Letztens hatte ich beim Schreiben ein sehr unangenehmes Problem: Ich war an einer Stelle angekommen, bei der ich wusste, wie es danach weiter geht und auch, was ungefähr passieren sollte. Doch in meinem Kopf sah ich nur Bilder und Szenen des „danach“, weswegen sich das Schreiben der aktuellen Szene wie Kaugummi zog.

Ich schrieb hier und da schon einmal ein paar Dialogfetzen für später, die ich so gut fand, dass ich sie nicht verlieren wollte. Meist jedoch kamen mir sogar noch Ideen für Szenen davor. Also wurschtelte ich vorne noch was rein, um an meinen Wordcount zu kommen. Das ging sicherlich zwei bis drei Tage so. Doch irgendwann konnte ich mich nicht mehr um die aktuelle Stelle drücken, ohne weiterhin Beschreibungsgeschwurbel und Verzögerungen zu schreiben. Das wollte ich nicht mehr, denn ich hatte immerhin ganz konkrete Vorstellungen, Plot und sogar Action! Nur diese Stelle, an der ich gerade schrieb – das war nichts!

Mir war einfach nicht klar, wie ich von dieser verdammten Stelle, auf der ich schon Tage herumtrat, zu dieser großartigen Stelle danach kommen sollte, die einfach alles hatte – zumindest in meinem Kopf: Kampf, Action, Dramatik, Horror, Überraschung, Geschwindigkeit. Ich forcierte es dann, um zu dieser Stelle zu kommen, aber ich wurde immer unzufriedener mit der Szene.

„Naaaaaa, das ist doch nix!“ oder „Das ist doch Müll so!“, wobei sich das zum Glück dann immer wieder änderte und zwar zu einem „Das kannst du später immer noch ändern und so umschreiben, dass es passt!“ oder „Bei der Zitadelle hattest du auch so Sachen, die du dann später einfach überarbeitet hast, weil du genauer wusstest, was los ist und dann passte es“ änderte. Es half mir aber trotzdem nichts, denn mir machte es einfach keinen Spaß, diese verdammte Stelle zu schreiben!

Was habe ich gemacht?