Ending of Persia

Bald kommt Last of Us! Zumindest hoffe ich das.

Daher will ich aber auch nichts Neues mehr anfangen. Atelier Rorona habe ich am Wochenende auch zu Ende gespielt, nachdem ich für Assassin’s Creed und Tomb Raider damit pausiert hatte. Ich war überrascht, dass ich es doch ohne Probleme zum True Ending bei Atelier Rorona geschafft habe – auch wenn das noch lange nicht bedeutet, dass ich alles entdeckt und geschafft habe. Besonders die Endbosse in manchen Gebieten wie den Dämon in diesem Nachtgebiet habe ich noch nicht einmal ansatzweise besiegen können.

Nachdem ich mit Atelier Rorona fertig geworden war, habe ich mich daran gemacht, die ganzen DLCs durchzusehen, die ich mir so gekauft habe. Denn das dürfte die beste Möglichkeit sein, die Zeit bis zu Last of Us zu überbrücken. Endlich konnte ich beispielsweise den Epilog zu Prince of Persia spielen!

Allerdings war ich doch leicht enttäuscht. Nicht vom Gameplay, denn das hat mir noch genauso viel Spaß gemacht, wie das Hauptspiel. Auch die Dialoge waren nett. Lediglich die Bosskämpfe waren ein wenig nervig wiederholend. Was mich viel eher störte war, dass das Ende zwar nett ist, aber doch einiges an Schwung aus dem ursprünglichen Ende rausgenommen hat.

Das Ende des Hauptspiels war nämlich ein leiser Paukenschlag, der mich damals ziemlich überrascht und sehr inspiriert hat. Das war großartig! Mir hat dieses offene Ende ungeheuer gut gefallen und auch die gesamte Schlusssequenz.

Der Epilog setzt genau dort wieder an und führt die Geschichte weiter. So weit, so gut. Aber er hört auch leider wieder offen auf. Wie ich jetzt weiß, geht die Geschichte auf dem NintendoDS weiter. Gut, das hatte ich sogar vorher schon gespielt und das war sogar auch nett. Aber dennoch: Wo ist der Rest?

Man merkt, dass sie da deutlich mehr erzählen wollten und die Geschichte, die Charaktere und der Hintergrund hätten so viel hergegeben! Aber das wird nicht mehr fortgeführt, weil es so schlecht ankam? Ein Jammer! Das ist fast schon ein Verbrechen! Vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie Firefly abzusetzen, aber es geht schon in die Richtung.

Sehr, sehr frustrierend! Dafür kann aber weder das Spiel, noch der DLC was, denn ich gehe schwer davon aus, dass sie wirklich noch einige Pläne mit der Geschichte hatten.

Wer das Ende sehen will, das mich so inspiriert hat, der klicke auf den Spoiler-Cut, nach dem ich auch kurz erklären, worum es geht:

Spoiler-Cut!

The gamer of Arland

Nachdem ich Tomb Raider jetzt durch habe, stellt sich mir die Frage: Was spiele ich als Nächstes auf der PS3? An sich hätte ich Lust, 100% noch bei Tomb Raider zu erreichen. Doch ein wenig Abwechslung ist sicherlich nicht schlecht. Aber ein ganz neues Spiel anzufangen? Nein, das geht nicht. Denn im Juni soll The Last of Us rauskommen und das will ich direkt zu Beginn spielen – ich bin so unglaublich scharf auf dieses Spiel – Uncharted trifft I am Legend und Zombies und spannende Charakterbeziehungen. Das muss ich haben! Und spielen! Sofort!

Daher kam mir die Idee, dass ich Atelier Rorona wieder aufgreife. Das habe ich damals bei Seite gelegt, als ein anderes Spiel kam. Ich glaube, es war Assassin’s Creed 3. Daher habe ich Atelier Rorona nicht zu Ende gespielt, was sehr schade ist, denn ich mag die Atelier-Reihe und auch Rorona ist da wirklich spaßig.

Also habe ich den Sonntag damit verbracht, mich wieder in das Spiel zu fuchsen. Doch das war nicht ganz ohne Probleme. Ich wusste nicht mehr, wo welche Kräuter wachsen, wo ich welche Materialien brauche, welche Gegenden ich schon erkundet habe oder was ich als Nächstes brauche. Das war sehr frustig am Anfang, doch ich habe mich durchgebissen und nach ungefähr ein bis zwei Stunden ging es so langsam wieder aufwärts.

Am kommenden Wochenende kann ich also vermutlich wieder „richtig“ in Atelier Rorona einsteigen. Das könnte genau der richtige Lückenfüller bis zu The Last of Us sein. Und wenn doch noch ein wenig hin ist, dann habe ich noch den Rest von Tomb Raider, den ich erforschen kann für 100%, außerdem habe ich mir mittlerweile den DLC zu Prince of Persia und Castlevania: Lords of Shadows zugelegt. Da bin ich zugegebenermaßen auch neugierig.

I don’t know if I’m that kind of Croft

Das neue Tomb Raider ist großartig! Jetzt kann ich es auch abschließend sagen, nachdem ich es durchgespielt habe. Bis zuletzt hat es mich nicht enttäuscht.

Zugegeben, der letzte Boss-Kampf war ein wenig einfach und wenig spektakulär. Aber er musste es nicht sein, da ich den Weg dorthin wirklich sehr episch und gewaltig erzählt empfand. Das hat mich wirklich bis zum letzten Moment mitgerissen und ich wünschte mir sehr, dass dieses Tomb Raider so fortgeführt wird.

Ich mag diese neue Lara Croft und ich finde die Synchronisation von Camilla Luddington hervorragend. Ich mag diesen Akzent und ihre Aussprache so ungeheuer. Das hat für mich Lara Croft neu erfunden.

Viel Kritik gab es zu der Charakterentwicklung, doch der kann ich mich auch jetzt nach Beenden des Spiels nicht anschließen. Für mich fühlte sich der Charakter absolut rund und die Entwicklung von der jungen Abenteurerin, die noch grün hinter den Ohren ist, zu der knallharten Überlebenskünstlerin war für mich durch die Bank weg absolut glaubwürdig.

Meiner Ansicht nach übersehen viele, was noch im Hintergrund zu diesem Charakter erzählt wurde. Mit einem Abschluss von ca. 80% habe ich nahezu alle Dokumente und Artefakte gefunden und denke, dass ich da einen ganz guten Überblick über die Hintergründe habe und kann jedem nur empfehlen, das ebenso zu machen. Es lohnt sich und gibt wirklich mehr Einblicke in die Charaktere – nicht nur Lara, denn auch solche Charaktere wie Roth oder ihr Vater sind so unglaublich wichtig, um diese neue Lara Croft zu verstehen.

Was war die alte Lara Croft überhaupt, die manche so glorifiziert haben, dass sie mit der neuen nichts anfangen können? Meiner Ansicht nach war sie nur ein optisches Vehikel – mehr nicht. Da war kein Charakter und die Darstellung durch Angelina Jolie ist dafür sehr symbolisch. Dass ich Angelina Jolie nicht sonderlich mag, darum mache ich kein Geheimnis. Sie steht aber sehr gut für diese alte Lara Croft – kalt, emotionslos und unsympathisch. Sie ist nur dazu da, gut und „badass“ auszusehen. Wobei ich selbst bei dem „gut“ widersprechen würde, aber vermutlich ist Angelina Jolie auch einfach nicht mein Typ.

Die neue Lara Croft hingegen ist so unglaublich sympathisch, dass ich wirklich bei jedem Sturz mit ihr gelitten habe. Jedes Mal, wenn ein ihr nahe stehender Charakter gestorben ist, hatte ich glasige Augen, weil es mir so unglaublich leid für sie getan hat, wie sie daran verzweifelt ist. Das ist auch der Katalysator für die Charakterentwicklung und man muss nicht nur Laras Hintergrund verstehen, sondern auch, wer diese Menschen um sie herum waren, die mit ihr gestrandet sind. Mehr als nur einer hat eine wirklich hervorragende Sterbeszene bekommen, die jene unschuldige Lara Croft zu dem gemacht hat, was dann am Ende des Spiels die Insel überlebt hat.

Es ist nicht so, dass Lara Croft komplett unschuldig ist und ein Couchpotatoe. Sie hat da einiges an Hintergrund. Diese Entwicklung wird so häufig thematisiert – sogar in den Cutscenes, die man auf jeden Fall mitbekommt. Daher ist es mir persönlich rätselhaft, wie man da nicht von einer glaubwürdigen Charaktentwicklung sprechen kann. Da gibt es ganz andere Entwicklungen in heutiger Literatur, Fernsehkultur oder auch Spielekultur, die reichlich unglaubwürdiger sind. Doch diese neue Lara Croft? Gehört definitiv zu einer der besseren und authentischeren Entwicklung.

Ich kann nur hoffen, dass Square sich nicht verschrecken lässt und an dieser neuen Richtung weiter festhält. Ja, mag sein, dass das neue Tomb Raider nicht mehr ganz wie die alten sind. Soweit ich für die „alte“ Linie bis „Angel of Darkness“ reden kann, denn nur bis dorthin habe ich alle Teile gespielt, ist der neue Tomb-Raider-Teil für mich aber der beste, den ich bisher gespielt habe.

Ja, es hat mehr Third-Person-Shooter-Elemente und weniger Jump&Run. Wer das sucht, der halte sich lieber an Prince of Persia. Ich finde die neue Richtung von Tomb Raider gut und passend. Bitte, bitte, bitte gebt mir mehr davon. Ich habe mich so unglaublich gut unterhalten gefühlt, dass ich den nächsten Teil auch vorbestellen würde, um euch da die Sicherheit zu geben.

A survivor is born!

Erinnert sich noch jemand an… Prince of Persia?

Damit meine ich nicht die aktuelleren Spiele für die Play Stations, sondern das hier:

Na gut, nicht das. Aber das fand ich einfach so nett gemacht, dass ich das unbedingt verlinken wollte.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich da verzweifelt bin über manches akrobatische Rätsel. Den ersten Teil habe ich – glaube ich – nie komplett geschafft. Den zweiten Teil dafür schon. Der war aber auch reichlich cooler, denn die Gebiete waren unterschiedlicher, die Gegner vielfältiger (fliegende Medusenköpfe!), die Story „vorhandener“ (also mehr als: Prinzessin muss gerettet werden), und der Showdown mit den Spiegeln einfach großartig.

Sands of Time

Ich hatte mit meiner Vermutung gestern recht: Ich war kurz vor dem Ende von „Prince of Persia: Forgotten Sands“. Damit ist auch dieses Spiel extrem kurz – vielleicht auch so ca. 10 Spielstunden. Ein wenig schade, aber im direkten Vergleich zu „Star Wars: Force Unleashed 2“ empfand ich es bei weitem als nicht so schlimm.

Zwar wiederholt sich auch bei „Forgotten Sands“ so einiges, aber das Spiel vermittelt mir häufig einen anderen Eindruck. Es wirkt insgesamt viel runder und auch der Endkampf ist runder. Der Endkampf! Sehr schön und sehr episch – mir hat es jedenfalls sehr gefallen.

Schlecht hingegen fand ich, dass das Spiel trotzdem recht abrupt aufhört. Vermutlich will man sich so, wie bei den bisherigen PoP-Teilen einfach genug für den nächsten Teil offen halten. So richtig zufrieden war ich mit dem Ende allerdings nicht.

Sleth hat sich interessanterweise auch gerade mit dem Thema der kurzen Spielzeit auseinander gesetzt. Schon merkwürdig, dass ich gerade in letzter Zeit immer wieder an Titel gerate, die so ungeheuer kurz sind. Von SW:FU2 wusste ich es nicht, bis ich es durchgespielt habe. Auch bei „Forgotten Sands“ war ich jetzt ein wenig enttäuscht. „Heavenly Sword“ habe ich mir geholt, obwohl es negative Kritik zu der kurzen Spielzeit bekommen hat – aber das Spiel hat mich einfach interessiert und gebraucht für knapp über 10 Euro empfand ich da nicht als zu schlimm.

Meine ersten PS3-Spiele haben wohl alle durch ungewöhnlich hohe Spielzeit geglänzt – und dabei rede ich nicht von Final Fantasy 13, das ich allerdings auch (noch) nicht gespielt habe und das gemütlich im Wohnzimmer vor sich hindämmert, bis ich mich an den glorreichen FF-Marathon mache irgendwann in einem unbestimmten Urlaub (worauf ich mich sehr freue).

Die „Assassin’s Creed“-Teile hatten alle (mit Ausnahme des sowieso schlechteren ersten Teils) eine angenehm hohe Spieldauer und wenn man sich auf die Erkundung des Spiels einlässt und nicht nur den Meta-Plot spielt wird das ganze nochmal viel mehr – fast in FF-Grenzen, würde ich sagen. „Valkyria Chronicles“ hat mich auch bestimmt so seine 25 Spielstunden gefesselt und ich gestehe, dass ich kurz davor bin, mir nochmal alle Kapitel jetzt nach einem Mal durchspielen freizuschalten. „Castlevania“ war auch episch lang und ich möchte gar nicht wissen, was passiert wäre, wenn es nur 10 Spielstunden gehabt hätte. Dann hätte das alles bei weitem nicht so großartig und gewaltig gewirkt.

Ein SW:FU2 stinkt da einfach gewaltig gegen ab und ich frage mich, was bei den Entwicklern da durch den Kopf geht. Denn ganz ehrlich: Für mich zumindest hat SW:FU2 keine neuen Maßstäbe gesetzt – weder in Sachen Graphik, noch Sound noch Gameplay. In allem war „Castlevania: Lords of Shadow“ länger und besser! Ebenso übrigens „Forgotten Sands“, das ich im Gesamtpaket kürzer und schlechter fand, als den vierten „Prince of Persia“-Teil.

Ist das ein neuer Trend von Computer/Videospielen, den ich so nicht mitbekommen habe? Von mir aus warte ich gerne mehrere Jahre auf eine Fortsetzung einer grandiosen Reihe und dann stimmt alles. Als ein kurzes Spektakel von gerade mal 10 Spielstunden zu haben. Ein wenig befürchte ich ja ähnliches zu „Assassin’s Creed 3“, das einfach sehr kurz nach „Brotherhood“ angekündigt wurde; aber wer weiß, da „Brotherhood“ an sich nur ein Add-On für AC2 war, waren sie vielleicht schon länger an AC2, dass man keine Angst vor einem Kurzspiel Angst haben muss.

Forgotten Prince

Prince of Persia: Forgotten Sands“ hatte ich bereits einmal angespielt – immerhin habe ich hier die Collector’s Edition, da ich großer Prince-of-Persia-Fan bin. Manch einer wird sich vielleicht auch noch an meine Lobeshymne zu PoP4 erinnern, das zwar leider floppte, aber mir ungeheuer viel Spaß gemacht hat. Direkt danach habe ich „Forgotten Sands“ anprobiert und mir hat es gar nicht gefallen.

Alles wirkte irgendwie ein wenig fad und mir fehlte so viel aus PoP4. Fast ein Jahr später habe ich es nun noch einmal probiert und jetzt ist es für mich spielbar. Vielleicht war der Vergleich einfach zu unfair, denn „Forgotten Sands“ fällt deutlich zu PoP4 ab. Es fehlt den Charakteren der Pfiff, denn der Prinz aus PoP4 war einfach großartig, schlagfertig, gerissen, charmant, raubeinig und auf eine liebenswert chaotische Art selbstlos, auch wenn er es nie zugeben wollte. Das alles fehlt dem Prinzen aus „Forgotten Sands“, der ein deutlich flacherer Charakter ist. Ähnliches mit der weiblichen Hauptfigur – sogar ziemlich exakt das gleiche. Das war, was mich damals so ungeheuer gestört hatte, dass ich es nicht weiter spielen konnte.

Nachdem ich PoP4 aber nicht mehr so präsent hatte, war das erträglicher und so konnte ich mich ein wenig in „Forgotten Sands“ reinspielen und habe sicherlich schon so meine fünf bis sechs Spielstunden und es macht durchaus Laune – auch wenn ich die Akrobatik aus PoP4 deutlich schöner fand, aber je mehr ich die Spezialfähigkeiten dazu bekomme, um so kniffliger und halsbrecherischer wird das Jump&Run in „Forgotten Sands“.

Ein unglaublicher Plus-Punkt, den ich so nicht erwartet hatte, ist das Kampfsystem. Seit dem ersten Prince of Persia auf der Konsole („Sands of Time“) hat es nämlich keiner der nachfolgenden Teile geschafft, so cineastische und tolle Kämpfe zu bieten – auch PoP4 nicht. „Forgotten Sands“ kommt diesem Kampfsystem aber endlich einmal näher, auch wenn es anfangs nicht so wirkte. Zunächst sah es nämlich danach aus, dass man immer nur von riesigen Gegnergruppen angegriffen wird, die man am besten mit dem Power-Up-Schlag ausschaltet. Aber es ist viel mehr möglich! Man kann sogar auf einen Gegner drauf springen und von dort auf den nächsten und so weiter – so kann man sich zum Beispiel zu Magiern bewegen, die hinter der Meute stehen. Das gefällt mir ungemein. Auch die Sonderfertigkeiten machen im Kampf Spaß und habe ich sehr unterschätzt.

Dafür sind die Boss-Kämpfe leider total lahm. Es ist eigentlich immer das gleiche Prinzip, selbst wenn die Boss-Mechanik leicht wechselt. Aber im Großen und Ganzen läuft man zwischen den Füßen eines gigantischen Gegners herum, rollt sich immer wieder zur Seite ab, wenn ein Hieb des Gegners kommt oder springt hoch oder weg, wenn er einen Flächeneffekt macht. Dabei haut man wie ein Bekloppter auf die Füße des Titanen – bei manchen muss man sogar stehen bleiben, um ein Power-Up zu machen. Das ist im Großen und Ganzen leider extrem langweilig und da hätte man mit dem tollen Kampfsystem deutlich mehr machen können.

Was hingegen bei „Forgotten Sands“ mir gefällt, ist die Optik – leider nicht die der Hauptcharaktere. Sowohl der Prinz als auch der Dschinn sehen einfach fürchterlich aus, wobei das wenigstens auch zur Synchronisation passt, denn die gefällt mir ebenso nicht. Dafür ist aber das Ambiente wunderschön orientalisch verträumt und märchenhaft. Das erinnert vom Flair her wieder deutlich mehr an „Sands of Time“ und lässt mich über einige Schwächen hinwegsehen.

Ich bin gespannt, wie groß das Spiel ist, denn ich habe es jetzt sehr intensiv gespielt und befürchte, dass ich bald ans Ende komme. Aber mal sehen. Vielleicht ist es doch nicht ganz so kurz, wie ich befürchte. Aber im Vergleich zu „Star Wars: Force Unleashed 2“ würde ich diesem Spiel tatsächlich die kurze Spieldauer wegen gutem Spielspaß nicht übel nehmen. Es wäre zwar schade, aber es würde sich deutlich weniger vergeudet anfühlen, da bis auf die Boss-Kämpfe sich das Spiel nicht so wirklich wiederholend anfühlt.

Insgesamt bin ich also doch positiv überrascht, nachdem ich dem Spiel eine zweite Chance gegeben habe – die erste hatte es leider verkackt.

Never play on a patch day

Ich bin mit „Prince of Persia“ nun durch und bin vom Ende begeistert – auch wenn es mich nun ein wenig zwiespältig zurückgelassen hat, aber es hat bewegt. Wie ich eben gerade gelesen habe, gibt es wohl einen herunterladbaren Epilog, der das Ende noch ein wenig weiter führt. So richtig traue ich mich nicht, den zu lesen, da ich immer noch hoffe, dass wir den Internet-Zugang unserer PS3 hinbekommen und ich will mir den Spaß nicht zerstören. Auch wenn ich sagen muss, dass das Ende durchaus auch so für sich stehen kann. Aber der Epilog interessiert mich dann doch sehr.

Time Machine

Meine Frau und ich waren vorhin im Kino in „Prince of Persia“ – passend zu meinem PS3-Spiel derzeit. Der Film basiert dabei allerdings eher auf dem PS2-Titel „Prince of Persia – Sands of Time“. Eher? Ja, denn er macht vieles anders. Macht er das aber gut? Da war ich nach dem Film selbst ein wenig unschlüssig.

Robin Laws war es – glaube ich -, der zu „Indiana Jones 4“ sagte: „Ein guter Film besteht aus drei guten Szenen und keiner schlechten. Danach ist Indy 4 ein guter Film.“ Ähnliches ging mir bei „Prince of Persia“ durch den Kopf und dennoch bin ich mir immer noch nicht so ganz schlüssig. Der Film hat mich gut unterhalten, aber insgesamt hatte er mehr gute Ansätze als gute Durchführungen. Vieles war gut gedacht, aber nicht konsequent zu Ende geführt.

Prince within

Gestern habe ich auch schon recht intensiv das neue „Prince of Persia“ gespielt – nicht das ganz neue, sondern das „alte Neue„. Spielt sich sehr nett, auch wenn es leicht anders ist wie die vorherigen Teile. Die „Sands of Time“-Trilogie war ja mit „Two Thrones“ abgeschlossen und dieses „Prince of Persia“ beginnt wieder von neuem.

Die Steuerung ist leicht anders und ungewohnt. Am Anfang wirkte es auf mich so: „Uh, man muss für alles jetzt X drücken – wie langweilig.“ Nach einiger Zeit wurde es dann aber auf andere Weise komplexer, da man zwar nun für einige Sachen nur noch X drücken musste, für die man vorher unterschiedliche Knöpfe brauchte, dafür kann man sich nun mit anderen Tasten an der Decke entlang hangeln, muss seine Partnerin herbeirufen, damit man weitere Sprünge bekommt etc. Insgesamt ist es also nicht unbedingt weniger komplex – nur anders.

Die Graphik ist auch ein wenig eigen und anfangs überlegte ich, ob mir das wirklich gefällt. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase funktioniert sie aber recht gut. Insgesamt wird der märchenhafte Stil ganz gut dadurch unterstützt.

Richtig toll und der absolute Bonus-Punkt dieses Teils sind allerdings der Prinz und die Dialoge mit seiner „Gefährtin“. Großartige, schlagfertige Sprüche und witzige Dialoge zwischen der Prinzessin und dem „dahergelaufenen Dieb“ – das macht extrem Laune und das Knisten zwischen den beiden gefällt mir auch außerordentlich gut. Ebenso wie die Musik äußerst stimmungsvoll ist und so vieles in den Animationen wirklich liebevoll ist.

Das Spiel ist deutlich weniger kampflastig als die anderen Teile und eindeutig mehr auf Jump&Run auslegt – was nicht schlecht ist, aber doch ein wenig verwundert, nachdem die vorherigen Teile doch eine gesunde Mischung hatten. Bisher lassen sich die Kämpfe an zwei Händen abzählen und es fühlt sich nicht an, als ob es mehr werden würde. Dafür gefallen mir die Jump&Run-Einlagen sehr gut mir Rutschbahnen und waghalsigen Klettertouren.

Sicherlich ist es kein absoluter Reißer, aber mir macht es Laune, besonders da der böse Gott „Ahriman“ mit seiner überall anwesenden Dunkelheit etwas zutiefst Cthuloides hat. Für 20 Euro habe ich da definitiv nichts falsch gemacht.

Männer und ihre Spielzeuge

Es ist vollbracht: Ich war eben beim Media-Markt und habe hier nun eine PS3 stehen. Die Entscheidung war schwer, denn auch die Xbox360 empfand ich als sehr sympathisch. Geholfen hat mir allerdings ein prüfender Blick über das jeweilige Spiele-Regal.

Zwar gab es bei den Xbox-Spielen durchaus einige, bei denen ich mir sagte: „Oh nett“ und bei „Fable 2“ dachte ich mir: „Will haben!“, aber insgesamt überwog das „Will haben!“ bei den PS3-Spielen doch mehr. Frisch dazu habe ich mir noch einen zweiten Controller geholt, „Prince of Persia“ für 20 Euro und noch die Platinum-Version von „Soulcalibour 4“. Zusammen mit dem „Heavy Rain“-Bundle bin ich damit bei knapp 430 Euro gelandet und das ist voll verkraftbar, wie ich finde.

Nach dem Kauf habe ich mich auch irgendwie ein wenig befreit gefühlt, denn mit mir gedanklich herumgetragen habe ich das schon seit längerem, bisher doch immer gezögert. Aber ich bin nun einmal leidenschaftlicher Consollero und die PS3 lachte mich schon seit längerem an. „Final Fantasy 13“ hat es allerdings noch nicht in meinen Einkaufswagen geschafft, obwohl das ja sogar das ausschlaggebende Spiel für den Kauf war, auch wenn es nicht mehr exklusiv für die PS3 ist. Momentan ist es mir einfach noch zu teuer und da es hier wohl kein PS3-Bundle gibt, warte ich, bis es billiger wird. Für die Xbox360 hätte es witzigerweise ein FF13-Bundle gegeben.

Was hat sich noch in meinen Einkaufswagen verirrt? „Herr der Ringe – Online“. Wieso? Ich habe damals die Beta gespielt und fand es nett. Wir waren sogar kurz davor, uns das Lifetime-Abo zu holen, aber dafür wussten wir zu wenig vom Spiel, denn in der Beta sind wir nicht sonderlich weit gekommen. Dennoch hat HdRO nie aufgehört, meine absolute Sympathie zu haben. Nun gibt es bei Codemasters ein neue Lifetime-Abo für 110 Euro und da ist die Versuchung zu groß. Das ist deutlich günstiger und eigentlich ideal für uns.

Das bedeutet nicht, dass ich auf HdRO umsteigen will, aber es ist die perfekte Gelegenheit, ein nettes Spiel zu haben, das man „mal“ spielen kann und sich dennoch keine Gedanken machen muss, wenn man eine gewisse Zeit pausiert, ob man nicht den Account kündigen sollte. Daher sind wir wohl genau die Zielgruppe für dieses Lifetime-Abo und auch somit Neukunden, die dadurch gezogen wurden. Es besteht weiterhin keine Gefahr für Aion, denn Aion macht mir ungehindert weiter Spaß, aber es ist gut, eine Alternative zu haben. Eher muss ich gestehen, dass sich WoW ein wenig mehr Sorgen machen muss. Aber vermutlich kommt sich das durch das Lifetime-Abo sowieso nicht ins Gehege, denn das Schöne beim Lifetime-Abo: ich muss mir keine Gedanken machen. Insgesamt geht es also weiter wie bisher, nur mit einer sorgenlosen weiteren Option für mich.

Was bringt das Codemasters? Wir haben immerhin jetzt nur das Grundspiel geholt und werden wohl das Lifetime-Abo machen (genauer habe ich mich noch nicht damit befasst, aber werde es im Laufe der nächsten Stunden), bedeutet, dass wir nicht mehr Geld reinstecken in das Spiel – außer über mögliche Add-Ons. Aber dennoch sind wir somit Bestandteil der Welt geworden. Ein MMO lebt von einer bevölkerten Welt und das ist auch der große Vorteil, den viele F2P haben, denn hier ist die Masse an Spielern grundsätzlich größer. Je mehr Leute in einem MMO sind, desto besser fühlt es sich für den Rest an. Und durch diese Lifetime-Abos werden Spieler, wie ich und meine Frau, animiert, Geld auszugeben, das wir sonst nie ausgegeben hätten.