Frustration Hill

So leid es mir tut, aber ich denke, ich werde „Silent Hill 2“ doch wieder auf die etwas längere Bank schieben. Nachdem ich mich einigermaßen mit der Steuerung arrangiert hatte und es auch eigentlich nett stimmungsvoll fand, habe ich einfach gerade nicht die Ruhe für die Spielmechanik der Rätsel. Damit meine ich nicht Rätsel an sich, sondern wie sie in SH2 präsentiert werden.

Mir gibt es Spiel zu wenig Ansätze, wo Dinge liegen und was nun wo weitergeht. Mag sein, dass sich mein Spielverhalten geändert hat und dass dies zum Release des Spiels üblich war, aber ich würde mir echt ein Funkeln am Boden wünschen, wenn etwas irgendwo liegt. Auch würde ich mir wünschen, einfach angezeigt zu bekommen, womit ich interagieren kann. Gibt es da einen Trick? Also abgesehen davon, dass der Charakter manchmal den Kopf dreht, wenn er etwas benutzen kann? Denn das scheint er nicht immer zu machen – oder ich laufe glorreich an allem vorbei.

Ich merke bereits im ersten Gebäudekomplex (ich zähle das Nachbargebäude direkt einmal dazu), dass ich das Gebiet zu groß und die Ladebalken doch zu präsent finde, als dass mir das Suchen Spaß macht. Momentan bin ich nämlich an einem Punkt, an dem ich in einen Raum müsste. Das weiß ich. Das habe ich dank eines Zettels im Spiel herausgefunden. Doch die Tür öffnet sich nicht.

Ein wenig habe ich im Internet jetzt gesucht, nachdem ich vollkommen frustriert alle Räume und Gänge sicherlich dreimal abgelaufen bin. Das Problem ist: Ich habe wohl irgendetwas übersehen und den Walkthrough, den ich gefunden habe, müsste ich wohl von vorne noch einmal durchspielen, um herauszufinden, was ich falsch gemacht oder übersehen habe, dass die verdammte Tür sich nicht öffnet. Ich weiß, ich bin an dem Punkt, an dem ich rein muss. Ich weiß, dahinter liegt die Lösung für ein anderes Rätsel, aber das Spiel lässt mich ohne Hinweis nicht rein. Lediglich: „Eine unbekannte Macht blockiert die Tür“.

In solchen Spielen ist das normalerweise der Hinweis, dass man eine Szene oder eine Sequenz meist noch nicht aktiviert oder erlebt hat. Doch wo? Ich bin vollkommen ratlos und nachdem ich sicherlich jetzt zum wiederholten Mal eine Stunde lang verzweifelt durch das Gebäude geirrt bin, bin ich nicht nur ratlos, sondern auch lustlos.

Was ist passiert? Wenn jemand eine Idee hat oder einen Tipp, was ich falsch gemacht habe, auch von der Herangehensweise, ich bin für Ratschläge sehr offen, denn ich würde das Spiel gerne weiterspielen und idealerweise ohne ständig im Internet zu suchen und Angst zu haben, in einem zu großen Areal eine Kleinigkeit zu übersehen, die ich unfair wenig angezeigt empfinde. Mache ich etwas Grundsätzliches vom Spielansatz falsch? Oder ist das eben einfach die Spielmechanik, mit der ich mich doch nicht anfreunden kann?

Jetzt habe ich vorerst „Atelier: Meruru“ installiert und den Anfang gespielt und habe schon viel mehr Lust darauf. SH2, es tut mir echt leid, denn an sich gefällst du mir schon, aber frustiges Suchen ist nicht gerade das, wonach es mich gerade sehnt. Dann mache ich lieber das bunte Anime-Kontrastprogramm mit dem Atelier-RPG. Über Tipps, woran mein SH2-Versagen liegen könnte, würde ich mich trotzdem freuen.

Silent Tutorial

„Silent Hill 2“ ist ein merkwürdiges Spiel. Vermutlich habe ich ihm nur das Alter angemerkt, denn ich hatte mich echt durchbeißen müssen, ehe ich einen Punkt gefunden hatte, der mich mitriss. Das Tutorial fand ich nicht gut und zu wenig tutorial-ig. Wenig erklärt und das noch nicht einmal gut. Das Heftchen als Beilage der HD-Collection-Box war auch nicht hilfreich und arg dünn.

Spieltechnisch fand ich außerdem die Wege anfangs zu lang. Zunächst war das ja noch stimmungsvoll und atmosphärisch, aber ich kam einfach erst einmal nicht ins Spiel rein. Ständig laufen, laufen, laufen, ohne dass etwas wirklich passiert. Das war einfach zu viel Leerlauf, aber andererseits auch zu wenig Tutorial, dass es mich direkt fesselte.

Das änderte sich erst, als ich mich zu der Stelle durchgebissen hatte, an der ich die Taschenlampe finde. Klar, das ist auch recht früh, aber es hat echt nicht viel gefehlt und ich hätte nicht bis zu dieser Stelle weitergespielt. Ab der Stelle passierte mehr, hatte ich mehr Möglichkeiten und ab da wurde ich neugierig. An sich wäre das aber fast zu spät gewesen.

The controls! The controls!

„Silent Hill 2“ ist der Horror – zumindest von der Steuerung her. Denn natürlich konnte ich meine Finger nicht davon lassen, um wenigstens mal kurz reinzuschauen. An sich macht es durchaus einen netten Eindruck, doch ich bin erschüttert, wie das Spiel von der Benutzbarkeit ist. Die Steuerung ist scheußlich, die Kamera ist vorsintflutlich.

Jetzt mag man vielleicht einwerfen, dass es schon älter ist, doch ich habe mal nachgeschaut von wann „Project Zero“ ist: beide Spiele sind aus dem selben Jahr und es trennen nur wenige Monate den Release. Wenn ich das also mal direkt vergleiche, dann gewinnt „Project Zero“ eindeutig. Die Steuerung geht flüssiger von der Hand, die Kamera macht nicht solche merkwürdigen Sachen.

Dadurch ist es mir zumindest bei PZ von Anfang an besser gelungen, in die gruselige Atmosphäre einzutauchen. Denn ganz ehrlich: „Silent Hill 2“ hat die auch – und die ist toll. Das Spiel wirkte sehr atmosphärisch auf mich, aber der ganze Ärger um Steuerung und Kamera haben bei mir in den ersten Spielmomenten eine gewisse Distanz erzeugt. Das wird sich sicherlich wieder legen, denn ich bin neugierig auf das Spiel.

Trotzdem scheint mir PZ technisch da einfach besser zu sein. Möglicherweise ändert sich meine Meinung noch, wenn ich ins spätere Spiel komme und SH2 überzeugt mich dort mit richtig tollen Spielelementen, die anders sind als bei PZ. Davon bin ich sogar sehr überzeugt, denn SH2 wird nicht umsonst seinen grandiosen Ruf haben. Aber die ersten Minuten im Spiel waren tatsächlich ein Horrortripp – leider nur von der Bedienbarkeit. Ich freue mich aber schon auf die richtigen Horrormomente im guten Sinne.

Doch zuerst gehe ich wieder zu „Red Dead Redemption“ zurück. Denn ich habe noch einen Wilden Westen, in dem ich zur Legende werden muss, bevor ich mich in die nebligen Gefilde von „Silent Hill 2“ begeben kann.

Nothing Hill

Ein wenig peinlich ist es mir schon, dass ich Fan einer Spieleserie bin, die ich nie gespielt habe. Ich habe bisher nur die Geschichten von Marc gehört. Na gut, und ich habe auch den Film sehr begeistert gesehen. Wovon ich rede? „Silent Hill“.

Jetzt stand ich vor dem neuen Silent-Hill-Teil. Holen? Oder nicht Holen? Das war die Frage. Zunächst habe ich „Silent Hill – Downpour“ also zurückgestellt und mir dafür „Silent Hill 2&3“ in der HD-Neuauflage für die PS3 geholt – und „Silent Hill – Homecoming“. Der neueste Teil wird vom Preis her vielleicht noch ein wenig fallen und ich habe immerhin jetzt drei Spiele noch vor mir.

Aber ich war kurz davor, mir einfach alle zu holen, selbst wenn ich noch nicht direkt zum Spielen komme. Denn mich überkommt da schnell die Angst, dass ein Spiel irgendwann ausverkauft ist und ich nicht dran komme – außer zu horrenden Preisen auf Ebay. Daher sind auch früher zu meiner PS2-Zeit manche Spiele verstaubt.

Doch seit der PS3 ist das zum Glück anders. Sofern das Spiel mich nicht absolut anödet oder so gar nicht mein Ding ist, verbeiße ich mich rein, bis ich es durchgespielt habe. Vielleicht nicht immer alles auf 100% freigespielt, aber schon so, dass ich einen Schlussstrich darunter ziehen kann.

Ich freue mich echt drauf, wenn ich mit „Red Dead Redemption“ durch bin, mich an die „Silent Hill“-Reihe zu wagen, denn das ist quasi absolutes Neuland für mich. Wobei es noch schwierig wird, denn vermutlich trudelt gegen Ende des Monats auch „Atelier Meruru“ ein und das will ich auch spielen. Dann bleibt wieder die Qual der Wahl. Doch ich denke, ich bin für die nächste Zeit mit PS3-Spielen erst einmal eingedeckt. Also heißt es vorerst: Stark bleiben und keine weiteren Spiele kaufen! Das wird schwierig…