At the beginning

Beim Thomas gibt es einmal wieder einen spannenden Artikel über den Zauber erster Sätze – ein wirklich spannendes Thema. Wenn ich bedenke, wie lange ich auch bei meinen Entwürfen ausgerechnet immer am ersten Satz hänge, ihn umarbeite, verwerfe und dann was ganz Anderes nehme.

Der erste Satz ist immerhin die Tür zum Roman – im Normalfall das Erste, was man liest. Das sollte schon direkt in die Geschichte ziehen oder eine Charakterisierung des Settings, des Hauptcharakters oder der Stimmung sein. Viele erste Sätze sind in Ordnung, aber krachen nicht. Ob ich auf 10 Sätze komme wie Thomas komme? Mal schauen. Allerdings ist das bei mir auch keine Reihenfolge der Gewichtung, sondern rein assoziativ.

Der Mensch heißt Mensch, weil…

Letztens bin ich über etwas gestolpert, das ich an sich recht sympathisch fand, weil es so authentisch und so menschlich wirkte. Dabei platzt Jack Nicholson in ein Interview mit Jennifer Lawrence nach dem Gewinn ihres Oscars hinein.

Jennifer Lawrence kannte ich bis zu den Hunger Games nicht. Auch wenn ich viel Geschimpfe über ihre Schauspielerei bei den Hunger Games gehört habe, ich fand sie gut! Besonders nachdem ich die Bücher gelesen hatte, fand ich, dass sie extrem gut einen doch so schwierig darzustellenden Charakter rübergebracht hat.

Denn Katniss ist ein Charakter, der wenig preis gibt, der eine recht harte Oberfläche hat. Dennoch brodelt da viel unter der Oberfläche. Als Leser des Buches weiß man das, denn das Buch ist so nahe an Katniss‘ Gedanken, wie es kaum geht. Daher erkennt man diesen Zwiespalt und diesen Unterschied zwischen dem, wie sie sich gibt und dem, was sie denkt und fühlt.

Warum ich aber nun glaube, dass Jennifer Lawrence das richtig gut dargestellt hat und nicht einfach nur emotionslos gespielt hat, wie viele sagten? Ich kannte die Bücher vor dem Film nicht und dennoch habe ich nach dem Film direkt sagen können, was den Charakter bewegt. Ich hatte mich mit meinem Kumpel Marc nämlich danach über den Film unterhalten und er hatte die Bücher bereits gelesen und konnte mir daher ein paar Beobachtungen bestätigen.

Gerade dieser Zwiespalt und dieser doppelte und dreifache Boden in der Beziehung zu Peeta war mir absolut klar nach dem Film. Da muss Jennifer Lawrence also eine gute Leistung abgeliefert haben, denn ich konnte es entdecken. Wer ihre Darstellung der Katniss als oberflächlich oder flach bezeichnet, der hat viele Nuancen nicht entdeckt.

Daher freut es mich aber natürlich, dass Jennifer Lawrence einen Oscar bekommen hat – wenn auch für einen anderen Film. Aber besonders freut mich, dass ich über dieses Interview gestolpert bin, denn ich finde das so sympathisch und menschlich – auch von Jack Nicholson. Meiner Ansicht nach kann man die Szene echt gut nachfühlen. Wenn man dann auch noch ihr kleines Missgeschick mit dem Stolpern bei der Verleihung bedenkt und wie natürlich sie damit umgegangen ist, ist Jennifer Lawrence wohl einfach sympathisch.

When all those shadows almost killed your light

Vor zwei Jahren habe ich während des NaNoWriMos 2010 mit einer kleinen Sache angefangen, die ich gerne beibehalten will, denn sie hat mir viel Ideen und Inspirationen gebracht. Und zwar: Ich poste hier immer mal wieder Lieder, die zu dem Entwurf passen, seiner Stimmung oder manchen Szenen.

Natürlich gibt es dann möglicherweise den Vorwurf, dass man klaut. Aber es geht hier nicht um das Klauen, sondern um die Verwandtschaft zu Bildern im Kopf, zu Stimmungen, zu Eindrücken. Denn alles gehört zusammen und man kann das einfach nicht trennen und sicherlich spielen so ein paar Dinge mit rein, wenn man schreibt. Das ist trotzdem noch lange kein Klauen.

Anfangen will ich dieses Jahr mit einem Lied, das ich erst vor ein paar Wochen so richtig entdeckt hatte – dabei habe ich es sogar schon vorher gehört, nämlich im großartigen Film Die Tribute von Panem. Das Lied ist mir aber jetzt erst wieder so richtig bewusst geworden und ich hatte keine Ahnung, dass es von Taylor Swift gesungen ist – deren Stimme und Stil ich ungeheuer mag.

Das Lied passt ungeheuer gut von der Stimmung und dem Text – auch wenn mein Roman kein Depri-Drama sein sollte. Es geht mir hier vielmehr um die Hoffnungslosigkeit, die in allem steckt, aber dennoch dieser Ansporn, nicht aufzugeben und dagegen zu kämpfen… es wird wieder alles gut – selbst wenn es nicht so aussieht; und trotzdem weiß man, dass es eine Lüge ist, denn es wird nicht mehr sicher sein.

Das ist zumindest die Stimmung, in der sich meine Protagonistin aus dem ersten Teil zur Zeit des zweiten Teils befindet und wo auch meine (andere) Protagonistin des zweiten Teils so langsam hinsteuert. Ich mag dieses Lied – sehr. Und es fängt genau diese Stimmung sehr schön ein.

Schon kurios, denn das Lied passt ideal auf die Tribute von Panem und obwohl meine Geschichte wirklich nichts damit zu tun hat, passt es ebenso dazu. Und das Lied hat mich dazu inspiriert, ab jetzt so richtig alles zusammenkrachen zu lassen. Drama, Baby! Drama! Heute Abend bricht ein Sturm über die Stadt der Nebel ein. Denn da will ich hin.

So ist der Mensch

Die Tribute von Panem sind meiner Ansicht nach ein ganz hervorragendes Stück Literatur – unterhaltend und dennoch tief. Anscheinend kam der dritte Band nicht ganz so gut an, weil er doch Dinge anders macht, aber gerade so einige Dinge im dritten Band haben mich zwar anfangs auch irritiert, aber bereits nach wenigen Momenten dachte ich mir: „Ja, genau so!“

Spoiler-Cut

Lost

Das Ärgernis um die Hörbuchversion von Tribute von Panem geht weiter – leider. Wie ich bereits schrieb, habe ich mir schon die nächsten beiden Teile bestellt und die trudelten heute ein. Auf der Rückfahrt mit dem Auto kam ich auch pünktlich an das Ende von Teil 1 und wollte gerade wechseln, als ich recht ratlos über den beiden CD-Packungen saß: Welcher ist nun der zweite Teil? Denn es war nirgendwo eine Nummer zu finden.

So richtig clever ist das nicht. Sicherlich kann ich im Internet nachschauen und jetzt weiß ich es auch, aber im Auto hatte ich keinen Zugriff auf das Internet, da ich immer noch nicht die zwingende Notwendigkeit eines Smartphones anerkenne und mich bisher darum drücke. Es sollte doch außerdem trotzdem möglich sein, auf solchen CD-Packungen die Reihenfolge kenntlich zu machen. Ist das echt so schwer? Oder unnötig? Oder künstlerische Freiheit?

Mir egal, was es ist, es ist auf jeden Fall eines nicht: angenehm für den Leser – beziehungsweise in diesem Falle dem Zuhörer.

Wenn du doch geschwiegen hättest…

Letztens fuhr jemand bei mir im Auto mit und entdeckte im Fußraum des Beifahrersitzes mein Hörbuch zu Tribute von Panem. Wir unterhielten uns kurz ein wenig und dann fragte er mich: „Wusstest du eigentlich, dass das die gekürzte Fassung ist?“

Nein, wusste ich nicht und ich war mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass sie es nicht wäre. Aber dabei habe ich mich wohl getäuscht. Das war sehr ärgerlich, denn ich war bisher extrem zufrieden mit dem Hörbuch und hatte damit wirklich viel Spaß. Aber diese Erkenntnis trübte diesen Spaß doch leicht. Hätte er doch bloß nichts gesagt! Mir wäre es wohl nicht aufgefallen.

So höre ich jetzt zwar weiter, aber hin und wieder frage ich mich: „Welche Dinge wurden denn gekürzt? Was wurde übersprungen? Was bekomme ich nicht mit?“ Und das ist schade, denn mir gefällt das Hörbuch – sehr sogar. Es gefällt mir sogar so gut, dass ich mir bereits Teil 2 und 3 bestellt habe, um direkt am Ende von Teil 1 auch zur Not auf der Autobahn wechseln zu können. Na gut, ich würde dafür auf einen Parkplatz rausfahren, aber immerhin habe ich dann die beiden nächsten Teile bereits im Auto.

Leider habe ich ansonsten keine ungekürzte Fassung gefunden und auf irgendwelchen Online-Börsen oder gar illegal will ich mich gar nicht erst umschauen. Wirklich schade, dass die offizielle Version dann auch noch gekürzt ist. Nein, es ist nicht nur schade, sondern sehr, sehr ärgerlich. Aber ändern kann ich es auch nicht.

Tödliche Spiele

Momentan fesselt mich auf der Montags- und der Freitagsfahrt beim Wochenendpendeln ein neues Hörbuch: „Die Tribute von Panem„. Den Film fand ich bereits großartig, das könnt ihr hier nachlesen. Das Hörbuch reißt mich ebenso in seinen Bann.

Ursprünglich wollte ich doch lieber das Buch lesen, aber so sehr, wie ich zur Zeit zum Lesen komme, habe ich mich entschieden, die verlorene Zeit auf der Autobahn und im Stau zu nutzen. Das klappt verdammt gut, denn seitdem diese CDs bei mir laufen, vergeht diese schreckliche Fahrtzeit wie im Fluge und ich bin sogar fast ein wenig enttäuscht, wenn ich in die Zielgerade einbiege.

Anfangs war ich ein wenig skeptisch, da die Erzählerin nicht ganz so schön die unterschiedlichen Stimmen verstellt, wie ich es nun schon bei anderen Hörbüchern hatte. Andererseits waren diese Hörbücher nicht im Ich-Erzähler geschrieben, „die Tribute von Panem“ schon und da passt es dann als persönlich erzählte Geschichte schon mehr und zaubert sogar noch einen Hauch Authentizität dazu. Hört sich auch ungeheuer gut an und auch wenn ich anfangs skeptisch war, ob auch die Jetztzeit als Erzählzeit arg irritieren könnte, so ist das als gesprochener Text schon verdammt gut und passend.

Das ist einfach eine intelligente und spannende Dystopie mit Charakterfokus.

Auf die Ohren

Zwei neue Hörbücher habe ich mir jetzt bestellt: einmal „Die Tribute von Panem“ und dann der „lächelnde Odd und die Reise nach Asgard“ von Neil Gaiman. Im Auto laufen zur Zeit noch zwei Podcasts und das Dieter-Nuhr-Hörbuch: „der ultimative Ratgeber für alles“ – bisher auch ganz nett. Aber irgendwie auch kein richtiges Hörbüch wie ich finde. Es fühlt sich eher wie eine Comedy-CD an; und die Podcasts… naja, da höre ich halt immer mal wieder rein. Da habe ich auch nicht immer Lust dazu.

Von daher könnte es gut sein, dass ich doch mit einem der anderen beiden Hörbüchern. Doch welches? Ich bin echt überfragt. Vermutlich doch den Gaiman, weil mir der kürzer scheint und ich außerdem ansonsten bei den „Tributen“ gerne dann wohl alle drei Teile am Stück hören würde – wenn die überhaupt vernünftig vorgelesen sind und mir gefallen. Ich werde sehen – und bestimmt auch darüber berichten.